Albrecht DR 56: DAB+ Radio und Bluetooth-Freisprecheinrichtung im Auto nachrüsten

Kategorie , , - von Mel am 17. Apr '14 um 16:01 Uhr

Insbesondere Kleinwagen oder ältere Automodelle sind nicht standardmäßig mit einem leistungsfähigen Autoradio ausgestattet. Der Albrecht DR 56 schließt diese Lücke.

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Wer sein Autoradio ohne großen Aufwand mit einer Vielzahl von Radiosendern erweitern möchte oder eine Möglichkeit sucht, drahtlos Musik vom iPhone wiederzugeben und dazu noch eine gut funktionierende Bluetooth-Freisprecheinrichtung erhalten möchte, sollte sich den Digitalradio-Adapter DR 56 von Albrecht Audio daher näher ansehen. Erhältlich ist der DAB+ und Bluetooth-Adapter unter anderem bei Amazon: Dort kann das Gerät zum Preis von derzeit 101,58 Euro (Amazon-Link) käuflich erworben werden.

Digitalradio im Sendestandard DAB+ ist bereits in vielen Regionen Deutschlands verfügbar. Die Vorteile gegenüber des herkömmlichen UKW-Empfangs liegen auf der Hand: Bessere Audioqualität, das einfachere Programmieren der Sender, zusätzliche Infos wie Titelnamen und Nachrichten als dargestellter Text, aber vor allem: eine größere Auswahl von Programmen (variiert von Region zu Region).

Unser von Albrecht zur Verfügung gestelltes Testgerät wird als Gehäuse mit Display und Saugnapfhalterung für die Windschutzscheibe geliefert, ähnlich einem kleinen Navigationssystem. Zum Verpackungsinhalt gehören auch die für den Digitalradioempfang nötige Scheibenklebeantenne, ein Strom- und Klinkenkabel sowie ein USB-Adapter, mit neben dem Albrecht DR 56 noch ein weiteres Gerät am Zigarettenanzünder des Autos betrieben werden kann. Für die Installation sollte man sich etwas Zeit nehmen.

Nach dem Positionieren des Geräts im Bedienfeld des Fahrers und dem Anschluss an das Bordnetz muss zunächst die L-förmige Scheibenklebeantenne an einem geeigneten Ort platziert werden – in den meisten Fällen die Frontscheibe auf der Beifahrerseite. Hierbei ist es notwendig, dass die Antenne auf der einen Seite direkten Kontakt mit dem Metallrahmen des Autos hat (ist für das funktechnische „Gegengewicht“ der Antenne nötig). Einiges Fingerspitzengefühl ist notwendig, da in den meisten Fällen die Dachhimmel-Abdeckung bzw. Seitenholm-Verschalung kurz entfernt werden muss, um die Antenne zu verlegen. Danach wird das Kabel über das Armaturenbrett zum Albrecht DR 56 geführt und in die entsprechende Buchse gesteckt.

Ist die technische Installation geglückt, kann auf dem Digitalradioadapter sogleich der erste Suchlauf durchgeführt werden. In meinem Fall wurden sofort über 30 Sender gefunden. Darunter die öffentlich-rechtlichen Programme in NRW, aber auch viele Privatsender wie z.B. LoungeFM, Absolut Relax oder Klassik Radio. Zum Abspielen der Sender offeriert der Albrecht DR 56 zwei Möglichkeiten: Den eingebauten FM-Transmitter, der über eine frei einstellbare UKW-Frequenz zum Autoradio sendet oder über ein Klinkenkabel, das zum entsprechenden Line-In der Car-Hifi-Anlage geführt werden kann, sofern diese eine solche Anschlussmöglichkeit hat.

In meinem Fahrzeug entschied ich mich für die erstere Möglichkeit. Es galt also zunächst eine freie Frequenz zu finden, die durch keinen anderen Sender belegt war, die dann beim Autoradio und auf dem Albrecht DR 56 eingestellt wurde. Danach war bereits der erste digitale Sender vernehmbar. Nachteil aller FM-Transmitter ist allerdings, dass es je nach Umgebungen und Abschirmung des Autos zu Störungen oder einem leichten Rauschen bei höheren Lautstärken kommen kann. Das macht es unter Umständen nötig, die Übertragungsfrequenz unterwegs zu wechseln.

Albrecht DR 56: Funktional und problemlos nutzbar

Die Wiedergabe der gefundenen Radiosender, aber auch die weiteren Betriebsmodi wie die bluetoothgestützte Musikwiedergabe vom iPhone funktionierten auf Anhieb und ohne Probleme. Die Freisprecheinrichtung, die wahlweise über den eingebauten Lautsprecher des DR-56 betrieben werden kann oder über die Autolautsprecher, lieferte sowohl im stehenden Zustand des Autos als auch während der Fahrt gute Ergebnisse. Ein Testanruf zeigte, dass sowohl meine Gesprächspartner als auch ich sauber verständlich waren. Auch die Kopplung zwischen dem Albrecht DR 56 und meinem iPhone 5s machte keine Probleme.

Nach einigen ausgiebigen Tests überzeugte der DR 56 von Albrecht daher vor allem durch seine Funktionalität: Die Menüstruktur und die Tastenanordnung des Geräts sind verständlich und logisch aufgebaut. Gute Zusatzfeatures, wie die Anpassbarkeit der Displayfarben oder der Klinkenanschluss, der sowohl als Eingang und Ausgang verwendet werden kann, runden das Komplettpaket ab. Sollte es Probleme bei der Installation geben, hilft die beiliegende Bedienungsanleitung, die alle notwendigen Informationen und auch eine genaue Anleitung, wie beim Einbau der Antenne vorzugehen ist, enthält. In Zeiten von Online-Manuals, die nur noch als pdf auf der Herstellerseite zu finden sind, ist diese Tatsache ein deutlicher Pluspunkt.

Kritik üben lässt sich, wenn überhaupt, nur an der eigentlichen Bauweise und aufwändigen Installation des Albrecht DR 56. Macht man beispielsweise von einem StandAlone-Navigationssystem im Auto Gebrauch, kleben gleich zwei Geräte an der Windschutzscheibe, die das Sichtfeld einschränken können. Findige Bastler finden aber vielleicht eine Lösung, das Gerät von Albrecht über Do-It-Yourself-Halterungen an der Mittelkonsole zu befestigen und die entsprechenden Kabel unsichtbar unter den Armaturen zu verlegen. Nichts desto trotz ist der Albrecht DR 56 ein wirklich hilfreiches und praktisches Gadget, das auf unkomplizierte Art und Weise DAB+ Radio, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und eine Möglichkeit, Musik von iDevices drahtlos im Auto abzuspielen, nachrüstet.

Bevor man unüberlegt den Kauf tätigt, lohnt vorab außerdem ein Blick auf die Digitalradio-Website, um die verfügbaren DAB+-Sender in der entsprechenden Heimatregion einzusehen. Insbesondere in Ballungsgebieten sollte es mit dem DAB+-Empfang aber keine Probleme geben.

Solltet ihr noch weitergehende Fragen zum Albrecht DR 56 haben, könnt ihr diese gerne in den Kommentaren posten.

Kommentare3 Antworten

  1. koemeino [iOS] sagt:

    Nun ja der FM-Transmitter ist nett aber damit wird der digitale Klang der DAB-Sender gleich wieder zerstört und dieser ist dann allenfalls auf dem Niveau des normalen Radioempfangs…..

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  2. SmashD sagt:

    DAB+ empfangen und per FM weitergeben ist ja wie Echtledersitze mit Polyester-Überzug…

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  3. Myxin sagt:

    Das gibt mir aber die Möglichkeit, über DAB+ einen Sender aus Baden-Württemberg (sunshine-live) hier bei mir in NRW zu hören. da ist es mir schiet-egal, ob ich das über FM Transmitter höre oder AUX in. Hauptsache ich kann es hören. Genau so ein Ding habe ich gesucht!

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