Apple intern: Ehemalige Mitarbeiterin rechnet in neuem Buch mit Apple ab

Fabian Portrait
Fabian 17. März 2017, 19:55 Uhr

Wie ist es eigentlich, bei Apple zu arbeiten? Die Österreicherin Daniela Kickl hat ihre ganz eigenen Erfahrungen in einem neuen Buch zusammengefasst.

Apple Intern logo

"Als die Informatikerin Daniela Kickl voller Vorfreude ihren neuen Job in der Apple-Europa-Zentrale im irischen Cork antrat, stellte sie fest, dass dort nichts ist, wie es nach außen scheint. Kreativität und Individualität sind hier nicht gefragt. Mitarbeiter müssen wie in Hühnerfarmen funktionieren, reglementiert, überwacht und auf Zahlen reduziert. Mutig nahm sie den Kampf gegen dieses unmenschliche System auf und wandte sich schließlich sogar an Apple-Chef Tim Cook persönlich", heißt es in der Beschreibung rund um das neue Buch "Apple intern", das offiziell am 18. März im Handel erscheint.

Auf 288 Seiten schreibt die 1970 in Wien geborene Informatikerin über ihre Zeit bei Apple, die erste Auflage des Buches kann ab sofort für 21,90 Euro im Handel bestellt werden, beispielsweise bei Amazon. Angefangen hat alles im Sommer 2014, hochmotiviert startete Kickl im Call-Center und rechnete sich gute Aufstiegschancen aus. Am Ende kam alles anders - und aus ihren Erfahrungen entstand ein Buch.

Ein positives Fazit zog Kickl aus ihrer Zeit bei Apple nicht. Sie wurde krank, litt unter Schlafstörungen, Depressionen und Magenkrämpfen, bevor sie letztlich kündigte. "Ich habe dieses Buch im tiefen Respekt vor den Leistungen von Apple als innovatives Unternehmen geschrieben. Doch wir müssen uns gegen Arbeitsbedingungen wehren, die sich immer unmenschlicher anfühlen und die in immer mehr Unternehmen zum System werden. Wir müssen etwas sagen. Sonst übernehmen tatsächlich bald Maschinen die Macht über uns Menschen", so die Autorin.

Falls ihr das Buch nicht direkt bestellt, haben wir gute Nachrichten für euch: Wir werden in den kommenden Tagen einen genaueren Blick in das kritische Werk werfen und für euch herausfinden, ob sich der Kauf lohnt.

Teilen

Kommentare23 Antworten

  1. Plebejer sagt:

    🍿🍿🍿🍿

  2. Esseker sagt:

    Bei iTunes ist es nicht vorhanden warum wohl ? 😂😂😂

  3. gast22 sagt:

    Alte Story. Kam schon vor einer Woche. Was soll man dazu sagen. Vergleicht euren Arbeitsvertrag mal damit. Denke, dass sie es vorher gewusst hat. Vielleicht hat ihr studiertes Weltbild auch nicht ganz gepasst – oder anderer Stress (fehlende Teamfähigkeit) war Ursache = Rachegefühle. Sie ist immerhin die Einzige!!!

    Anders betrachtet: Die Frau ist doch nicht dumm. Geld verdient man nicht bei Apple sondern mit einer guten Story. Die Medien sind so blöd und werden das begierig aufschnappen und darüber berichten. Passt bei vielen ins Schema.

    Fraglich: Warum hat sie das 3 Jahre mit sich machen lassen???? Wer von Euch würde da solange mitmachen?

    Fazit: Quark

  4. PeReTs sagt:

    Finde auch komisch, warum sie die einzige ist mit dieser Geschichte. Trauen sich die anderen nicht mit der Wahrheit ans Licht? Oder will sie nur ein Story um das Buch zu verkaufen?

  5. Despo sagt:

    Ich würde es befürworten, wenn appgefahren da nicht weiter drüber berichtet… Das spielt ihr nur in die Karten. Ich kann dem Ganzen bisher auch nichts abgewinnen.

  6. John Dean sagt:

    Wie kann man als Informatikerin nur so blöd sein und als Call-Center-Agent nach Cork gehen?? Klar, Apple lockt die Leute mit angeblichen “Aufstiegschancen”, aber das ist im Callcenterumfeld selbstverständlich reiner Humbug. Es kommt allein auf die Zahlen an – als Callcenter-Roboter gewissermaßen.

    Nach etwa 2 Jahren ist die “Personalentwicklung” von Apple in Cork damit beendet , dass der allergrößte Anteil der Mitarbeiter ausgetauscht wird. Ja, das ist vorsichtigt gesagt: nicht sehr menschenfreundlich. Es geht einfach nur um billige Arbeitskraft.

    Moral von der Geschichte: Arbeitet NIE in einem Callcenter, und auch nicht für Apple, wenn ihr noch etwas in eurem Leben vorhabt und etwas erreichen wollt. Höchstens mal übergangsweise. Und klar, Apple erzählt ihr bie der Eisntellung natürlich nicht, worauf sie sich einlässt.

    Har, har. Kapitalismus halt. Oder glaubt jemand, dass eine Firma, die eine vollständige Nichtbesteuerung innerhalb der EU für gerecht hält (weil ja alle relevanten Leistungen innerhalb der USA erbracht werden etc.), dass diese einen moralischen Kompass hat? Sorry, wer in einem Callcenter arbeitet, der ist bestenfalls eine Art Arbeitsmade.

    Jedenfalls aus Sicht von Apple. Das sollte wirklich jedem Arbeitnehmer vorher klar sein.

  7. edvku sagt:

    Ich bin trotzdem auf die Beleuchtung des Buches gespannt.

    Von allen Schreibern vor mir ist es alles Spekulation. Und Spekulationen (seien Sie bedacht oder unbedacht) sind keine Fakten.

    • John Dean sagt:

      @ edvku

      Sorry, das können Sie nicht wissen: Ich ich bin ein “Interner” – und weiß ganz genau, worüber ich schreibe. Weil ich im Moment mit diesem Dreck noch mein karges Geld verdiene. Wie gesagt: Das konnten Sie nicht ahnen.

  8. otto sagt:

    Sie erwartet einen kreativen Job in einem irischen Callcenter bei Apple? Apple ist ein Unternehmen und kein Heiland. Sie ist vollkommen naiv da hereingerannt und nun will sie sich rächen.

    Ganz schlechter Stil. Unprofessionell. Mit dem Buch hat sie sich für alle künftigen Stellen disqualifiziert. Gut gemacht.

    Fast hätte ich “typisch Frau” geschrieben, konnte es mir gerade noch verkneifen.

  9. danielos sagt:

    Ist doch nur “eine Seite der Medaille “…..

  10. iDau sagt:

    Ich glaube nicht, dass sich die Masse der Informatiker berufen dazu fühlt, Bücher zu schreiben, daher wundert es mich nicht, dass sie jetzt die Erste zu dem Thema ist.

    Naiv oder nicht, prekäre Arbeitsverhältnisse sind schon viel zu selbstverständlich heutzutage und ich begrüße jede kritische Auseinandersetzung diesbezüglich. Wer das nicht nachvollziehen kann, soll sich glücklich schätzen!

    • Hans sagt:

      Ich glaube nicht, dass sich die Masse der Informatiker berufen dazu fühlt, im Callcenter zu arbeiten.
      Ich weiß aber dass sich viele Informatiker sehr gerne profilieren. 😉

      • Cofrap sagt:

        Vielleicht arbeiten nur die Informatiker in Callcentern die den Arbeitgebern ihre Versprechen von Aufstieg und Karriere glauben?
        Vielleicht wirklich naiv auf eine Lüge herein zufallen.
        Aber wie bezeichnet man es so zu lügen?

      • v8Triebwerk sagt:

        @ Hans

        Woher weißt Du denn das, hast Du mal etwas darüber gelesen oder kennst Du viele Informatiker oder hast Du gehört, dass jemand mal sagte, dass Infomatiker sich gerne profilieren oder kennst Du wohlmöglich gar keinen oder ist Dir mal einer auf der anderen Straßenseite begegnet oder hast Du mit einem Callcenter gesprochen und der Informatiker hat Deinem Fachwissen widersprochen oder war es vielleicht so, dass einfach mal etwas mitteilen wolltest, ganz egal wie substanzlos!?!

  11. Shortman sagt:

    Schon bedenklich, wie schnell hier ohne jedes Wissen über jemand geurteilt wird.

    • Cofrap sagt:

      Fanboys halt, nur nichts negatives über Apple. Und dann noch ein “Nestbeschmutzer… und am allerschlimmsten… von einer Frau.

      Hier wird gerade Klischee Bestätigung betrieben vom Feinsten. Der Nachsatz des User Otto “typisch Frau” (den er sich damit natürlich nicht verkniffen hat, sondern nur vorgibt er würde ihn nicht nutzen aber dennoch in die Diskussion einwirft) bestätigt das nur.

  12. Rudi sagt:

    Wenn man sich auf eine Stelle im Call Center bewirbt, bekommt man eine Stelle im Call Center. Hätte die Frau sich auf eine Stelle als Informatikerin beworben, hätte sie möglicherweise eine Stelle als Informatikerin bekommen und dadurch kreativ arbeiten können. Vielleicht waren ihre Referenzen dafür nicht gut genug. Der Versuch, durch die Hintertür an eine gute Stelle zu kommen, ist eben misslungen. Jetzt nachzutreten und in einem Buch zu lästern ist schäbig. Man sollte sie nicht dabei unterstützen, wiederum durch die Hintertür Geld zu verdienen.

    • iDau sagt:

      Und was rechtfertigt es, in einem Call Center nicht als Mensch behandelt zu werden?

    • John Dean sagt:

      @Rudi
      In deiner hochspeziellen Definition von “schäbig” bist du inkludiert. Merkste selber?

      Ich persönlich kenne den Laden (da darin arbeite…) sehr gut, und ich habe bislang nicht den Eindruck, dass die Frau etwas Grundfalsches schreibt. Das meiste davon kenne ich sehr gut. Man kann sich natürlich wie Rudi auf den Standpunkt stellen, dass die tatsächlichen Arbeitsverhältnisse bei Apple in Cork WIRKLICH NIEMANDEN etwas angehen.

      Kann man. Klar, doch. Man kann sich dafür aber auch interessieren, wie Apple mit Arbeitnehmern in Europa umgeht.

  13. Plebejer sagt:

    Die Europa Zentrale in Cork ist also lediglich ein Call-Center? Leute, einfach mal die Fingerchen von der Tastatur lassen, wenn ihr keine fundierten Kenntnisse habt.
    Und wie manche das Arbeiten und die Ausweglosigkeit in einem Call-Center sehen, ist echt erschreckend. Keine Ahnung vom Leben und wahrscheinlich vom Arbeiten haben hier manche.

  14. Apfelkescher sagt:

    Halte das ganze für durchsichtige Stimmungsmache. Callcenter Jobs sind kein Zuckerschlecken. Egal bei welchem Arbeitgeber.

Kommentar schreiben