Auna Connect CD: Multifunktionale Soundanlage mit DAB+, Spotify, Bluetooth und CD-Player

Mel Portrait
Mel 01. Juli 2017, 10:33 Uhr

Auch wenn viele Smartphone-User mittlerweile auf drahtlose Bluetooth-Lautsprecher oder Multiroom-Speaker setzen - was ist eigentlich mit Radio und CD-Inhalten?

Auna Connect CD 1

Auch ich habe mich schon des öfteren gefragt, wie sich verschiedene Musikquellen am besten unter einem Dach vereinen lassen. Denn auch in meinem Wohnzimmer-Regal stehen noch einige liebgewonnene CDs, von denen ich mich trotz Spotify Premium-Abo und zahlreichen mittlerweile digitalisierten Scheiben nicht trennen kann. Wenn dann noch beizeiten der Lieblings-Webradio- oder DAB+-Sender gehört werden will, und ein Freund bei seinem Besuch verlauten lässt, „Ich hab dir mal ein paar tolle neue Songs auf meinem USB-Stick mitgebracht“ - ja, was tun?

Ein multifunktionales Gerät, das mit all diesen verschiedenen Musikquellen zurecht kommt, wäre doch eigentlich die Lösung aller Probleme. Und tatsächlich, mit dem Auna Connect CD gibt es genau solch eine eierlegende Wollmilchsau, die sich mit vielen Medien und Quellen versteht. Erhältlich in zwei Farben, entweder komplett in schlichtem Schwarz gehalten, oder auch in einer edel wirkenden Schwarz/Walnuss-Variante, ist das versatile Lautsprecher-CD-Radio-Gerät zu Preisen ab 232,99 Euro bei Amazon erhältlich.

  • Auna Connect CD in Schwarz für 232,99 Euro (Amazon-Link)
  • Auna Connect CD in Schwarz/Walnuss für 239,99 Euro (Amazon-Link)

Ich hatte nun in den letzten Wochen die Gelegenheit, die Schwarz/Walnuss-Variante des Auna Connect CD ausführlich unter die Lupe zu nehmen und möchte daher meine Eindrücke zu diesem Multifunktions-Musikplayer mitteilen. Die Berliner Audio-Marke Auna ist bereits seit 2007 am Markt vertreten, war aber auch mir bisher nicht sonderlich bekannt. Zum gleichen Unternehmen gehört auch die Marke NUMAN, die ähnliche Produkte im Portfolio versammelt, aber diese in einem gehobeneren Preissegment anbietet.

Einrichtungsassistent sorgt für schnellen Musik-Einsatz

Vom Hersteller tiefstapelnd als „WLAN-Internetradio“ bezeichnet, vereint das ca. 3,7 kg schwere und 35 x 10,5 x 27,5 cm große Auna Connect CD so ziemlich alle modernen Musikquellen, die man sich vorstellen kann. Der Übersicht halber führe ich alle Verbindungsmöglichkeiten und Musik-Features daher in einer Liste auf.

  • Internetradio mit Frontier Silicon-Abgleich zur Erstellung von Playlists und Favoritensender
  • DAB/DAB+ Tuner mit 10 Sender-Speicherplätzen
  • UKW-RDS-Empfänger mit 10 Sender-Speicherplätzen
  • UPnP- und DLNA-Unterstützung zur Nutzung als Netzwerk-Mediaplayer
  • Spotify Connect zur direkten Wiedergabe von Streaming-Inhalten
  • Bluetooth 4.0 mit A2DP und AVRCP
  • Integrierter CD-Player für CD-DA, CD-R, CD-RW, sowie mp3- und WMA-Discs
  • USB-Port zum Abspielen von mp3, WMA, WAV, AAC/AAC+
  • 3,5 mm-Klinken-AUX-Eingang (Klinkenkabel liegt bei)

Auna Connect CD 2

Darüber hinaus befindet sich rückseitig am Auna Connect CD eine Teleskop-Antenne, um für guten Radioempfang zu sorgen, sowie ein integriertes WLAN-Modul mit 802.11 b/g/n samt WEP, WPA, WPA2 und WPS, das das drahtlose Streamen von Inhalten ermöglicht. Die Einrichtung des Geräts ist dank eines einfachen Einrichtungsassistenten, gut bedienbaren Knöpfen auf der Vorderseite und eines übersichtlichen 2,8“ (7 cm)-TFT-Farbdisplays ebenfalls binnen weniger Minuten erledigt. Wer das Musikgerät nicht ständig im StandBy samt gedimmter Uhrzeit- und Datumsanzeige belassen will, findet zudem rückseitig einen Kippschalter, mit dem sich das Auna Connect CD komplett ausschalten lässt. Dank eines integrierten Weckers mit programmierbarem Dual-Alarm samt Intervallen und Sleep Timer kann das Gerät übrigens auch im Schlafzimmer Verwendung finden.

Ich jedenfalls war bereits nach der kurzen Einrichtungsphase des Auna Connect CD überaus begeistert von diesem dank Walnuss-Cover auch sehr ansehnlichen und auf vier gummierten Standfüßen sicher stehenden Gerät. Neben dem bereits erwähnten Klinkenkabel zur Verbindung von mp3-Playern ohne Bluetooth-Funktion stellt der Hersteller zudem eine schlicht schwarze Fernbedienung zur Verfügung, mit der sich die Musik steuern lässt. Bei meinen Tests im heimischen Wohnzimmer war allerdings einige Präzision und direktes Zeigen der Fernbedienung auf das Gerät erforderlich, um Aktionen auszulösen. Weiter als 3 bis 4 Meter sollte man sich außerdem nicht vom Auna Connect CD bewegen, sonst reagiert die Fernbedienung nicht mehr.

Die Steuerung am Gerät selbst ist allerdings mehr als bequem, was nicht nur am großen TFT-Bildschirm, sondern auch an der übersichtlichen Menüführung und den zahlreichen Buttons an der Frontseite des Lautsprechers liegt. Über einen großen runden Drehknopf lässt sich bei der Musikwiedergabe nicht nur die Lautstärke ändern, sondern im Menü auch bequem durch Einträge scrollen, und per Druck bestätigen. Im Hauptmenü finden sich dann auch alle Musikfunktionen mit eigenen bunten Icons aufgelistet, um so direkten Zugriff auf das Internetradio, Spotify Connect, Bluetooth und weiteres zu bieten.

Spotify Connect überzeugt auf ganzer Linie

Besonders praktisch für mich hat sich die Spotify Connect-Funktion herausgestellt: Hat man den Musikstreaming-Dienst auf dem iPhone oder iPad geöffnet, kann unter „Verfügbare Geräte“ als Wiedergabequelle „Connect CD“ ausgewählt werden, um so unkompliziert die Musik über das Auna-Gerät abspielen zu können. Dies geschieht auch selbst dann, wenn das Auna Connect CD im StandBy-Modus ruht: Wird die Quelle über die Spotify-App ausgewählt, startet das Gerät praktischerweise automatisch und spielt den Song kurz darauf ab. Mehr Infos zu Spotify Connect finden sich hier.

Auna Connect CD 3

Im Verlauf meiner bisherigen Nutzungsphase habe ich mich dann durch so ziemlich alle Abspielfunktionen des Auna Connect CD probiert und neben meinen liebsten Webradio-Stationen auch die Bluetooth-Funktion mit meinem iPhone, den UPnP-Netzwerk-Player mit meiner Synology DiskStation und natürlich verschiedene CDs aus dem Regal verwendet. Verbindungsprobleme oder Systemabstürze habe ich dabei zu keiner Zeit erleben müssen - das Gerät läuft und läuft wie ein alter VW Käfer.

Lediglich der Senderdurchlauf für die digitalen DAB-Radiosender war wenig erfolgreich, was aber auch an meinem Standort mit nur wenig verfügbaren Sendern liegen kann. Zudem gibt es viele der von mir präferierten Radiosender auch als webbasierten Livestream, so dass ich primär auf die Internetradio-Funktion gesetzt und dort über das Portal wifiradio-frontier.com Playlists und Favoritensender integriert habe.

Satter, voller Klang aus 2x15W Stereo-Lautsprechern

Doch was nützt die beste eierlegende Wollmilch-Musiksau, wenn die Klangqualität des multifunktionalen Geräts mehr als bescheiden ist? Meine vorherigen Befürchtungen wurden aber glücklicherweise nicht bestätigt. Im Inneren des Auna Connect CD werkeln zwei 15W RMS-Stereo-Lautsprecher samt Bassreflex-Features, um einen vollen Klang zu garantieren. Es empfiehlt sich aufgrund dieser Charakteristik, das Gerät relativ offen und freistehend, beispielsweise auf einem Sideboard, zu platzieren, damit der Klang sich voll und ganz entfalten kann. Über eine kompatible Musik-App UNDOK (App Store-Link) ist es sogar möglich, bei mehreren verfügbaren Connect CDs ganze Multiroom-Gruppierungen zu kreieren. Dies konnte ich in Ermangelung eines zweiten Geräts allerdings nicht ausprobieren.

UNDOK App

Auch das Klangbild des Auna Connect CD lässt für den Otto-Normalverbraucher nichts zu wünschen übrig. Ein voller, satter Sound, der bereits bei Stufe 10 von maximal 20 ordentlich Power in den Raum abgibt, eignet sich daher durchaus auch für die Beschallung einer kleinen Party. Kleinere Klangverzerrungen wurden erst ab 3/4 der maximalen Lautstärke hörbar, ein Übersteuern oder gar Klirren habe ich zu keinem Zeitpunkt wahrgenommen.

Bedenkt man, dass selbst kleinere Bluetooth-Lautsprecher wie der Bose SoundLink Mini 2 schon etwa 160 Euro im Handel kosten, bekommt man hier für etwas mehr Geld ein sehr viel umfangreicheres Paket geschnürt - nur für den mobilen Einsatz eignet sich dieser ansonsten großartig ausgestattete und mit einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis versehene Lautsprecher nicht wirklich. Als multifunktionale Soundanlage im Wohn- oder Schlafzimmer, im Büro, der Ferienwohnung oder in der Küche bekommt man für diesen Preis aber wohl kaum mehr Funktionen bei überdurchschnittlichem Klang geboten.

Weitere Infos zum Auna Connect CD gibt es außerdem auf der Website des Herstellers. Wer sich ein ähnliches Gerät mit noch mehr Klangpower, zusätzlichen Funktionen und stilvollem Retro-Design wünscht, kann einen Blick auf das NUMAN Two 2.1 werfen, das mit einem aktuellen Preis von 369,99 Euro (Amazon-Link) aber schon in einer anderen Preisliga spielt. Wir hoffen, euch auch diese multifunktionale Soundanlage bald in einem Testbericht vorstellen zu können.

Habt ihr weitere Fragen zum Auna Connect CD, die im Artikel noch nicht beantwortet worden sind? Dann hinterlasst uns einfach eine Nachricht in den Kommentaren.

Angebot
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Kommentare15 Antworten

  1. STR sagt:

    Kein AirPlay trotz WLAN. Dann ist es doch nicht die eierlegende Wollmichsau… Denn außer Spotify gibt es ja noch andere Dienste 😉

    • Cofrap sagt:

      AirPlay braucht aber eigentlich kein Mensch wenn Apple nur endlich die verlustfreien BT Standards verwenden würde. Da Apple aber lieber für eine proprietäre Lösung Lizenzgebühren abkassieren will bekommen Apple User eben kein herausragendes Nutzererlebnis.

      • STR sagt:

        AirPlay geht im kompletten WLAN. Daher ist das schon einmal, zumindest aktuell noch, ein großer Vorteil. Und Apple ist aktuell halt so wie es ist, und AirPlay würde ich zum heutigen Zeitpunkt noch als zwingende Voraussetzung sehen, wenn es um eine eierlegende Wollmichsau gehen soll. Zumindest ist BT dabei 🙂

        • Cofrap sagt:

          Zwingende Voraussetzung? Für wen? Die 18% Marktanteil die Apple in Deutschland noch hält?
          Oder nur für Dich 😉😀😋

          • STR sagt:

            Die Zielgruppe in diesem Blog sind aber nicht die 82% Android Nutzer, oder 😉

          • Cofrap sagt:

            Das ist richtig. 👍
            Dennoch sollte sich jeder gut überlegen warum die AirPlay fähigen Geräte so teuer sind. 😉

  2. enc sagt:

    Ich dachte, dass Brauntöne bei Audio-(v2.0-)Geräten spätestens seit dem Zune nicht mehr tragbar seien? 🙂

    http://anildash.com/2006/11/brown-zune.html

  3. winnione sagt:

    Danke für den ausführlichen Bericht. Hat zumindest mein Interesse geweckt, den die Eingangsfrage habe ich mir auch schon öfters gestellt

  4. Cofrap sagt:

    Mel, mal ein großes Kompliment von mir für diesen wirklich ausführlichen Artikel dem man wirklich alles an Information entnehmen kann die man braucht.

    Ich wünschte Du würdest Dir für Deine Artikel zu Grafikprogrammen, was ja Dein Hobby ist, genauso viel Zeit nehmen 😊 und nimm das jetzt nicht als Kritik, sondern als Ansporn.
    Diesen Artikel finde ich wirklich sehr gelungen 👍

  5. Pat@appgefahren sagt:

    Kann das Gerät tatsächlich keine FLAC Dateien von einem Stick abspielen?

  6. Susecom4my sagt:

    Was ist mit einem 7/24 der kann alle Medien hat USB und bei den meisten Technik freunden auch zuhause!
    Bei uns ist eingezogen:
    SONOS ist das System Im Haus und in jedem Raum.
    Greift auch auf die beliebtesten Plattformen zu, alle Medien lassen sich Abspielen nach dem einbinden in das SONOS System.
    Ich habe die vielen Kisten ausgetauscht, was mir aber fehlt ist der Schallplatten Spieler – ….

  7. deepsea sagt:

    Sehr schöner Produktbericht! Und top Tipp ! Den Kauf werde ich Betracht ziehen, nachdem ich mir das Ding angeschaut habe.

    In allen Charts der Preis-Leistungsverhältnis/Macher. „Auna von der Chal-Tec GmbH gegründet, vertreibt die Produkte bei der eigenen Electronic Star. Entwicklung/Design Berlin; Produktion Asien.“ Aha!

    Und die Chal-Tec GmbH ist ein E-Commerce UN. Mit 13 Eigenmarken und halt dem Vertriebskanal schlecht hin. Aber auch nur ein „Markeninkubator“. Die verkloppen aber auch alles im Life-Style was Kohle macht.

    Stell ich ganz erstaunt fest; denn in Berlin kennt man irgendwie nur Teufel und Burmeister. Jedenfalls Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Aber auch Paradox, ein „nur“ gutes Produkt findet von ganz alleine nicht sein Marktweg und so haben Newcomer High-Tech Marken/Manufakturen die Möglichkeit zu top Konditionen/Preis zu operieren und sich zu etablieren.

    Ach, das Ding kann man einfach kaufen.

    Dank an Autor.

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