Catalyst Case für das iPhone 6s: Wasserdichter und sturzresistenter Schutz für Outdoor-Fans

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Mel 11. Januar 2017, 12:55 Uhr

Neben den bekannten iPhone-Cases von Lifeproof buhlen auch andere Marktteilnehmer um die Gunst der Smartphone-Besitzer. Das Catalyst Case ist eine der Alternativen.

Catalyst Case 1Wir hatten in den letzten Wochen nach einigen Problemen mit der Lieferung des Testexemplars endlich die Möglichkeit, das Catalyst Case für das iPhone 6s genauer unter die Lupe zu nehmen und im Alltag zu testen. Erhältlich ist das bis 5m Wassertiefe und bis 2m Sturzhöhe schützende Outdoor-Case zu Preisen ab 44,05 Euro bei Amazon. Neben einer schlicht-schwarzen Farbvariante gibt es auch noch ein weiß-graues oder als „Green Pop“ beschriebenes Modell - letzteres kommt mit knalligen neongrünen Akzenten daher.

  • Catalyst Case für das iPhone 6s in verschiedenen Farben ab 44,05 Euro (Amazon-Link)

Wie bereits erwähnt, ist das Catalyst Case bis 5m Wassertiefe und 30-minütigem Eintauchen vollständig wasserdicht, was einer IP68-Zertifizierung entspricht. Zudem ist das aus zwei Bauteilen bestehende robuste Kunststoffcase resistent gegen Stürze aus einer Höhe von 2m - laut Angaben des Herstellers der Militärstandard MIL-STD-810G. Geliefert wird das Catalyst Case in einem schwarzen Karton und verfügt als zusätzliches Zubehör über eine kleine Handschlaufe, die optional an der unteren Ecke des Cases eingefädelt werden kann.

Das Catalyst Case erlaubt es trotz des vollständigen Einschlusses des iPhones, Zugriff auf die Touch ID-Funktionen und den Touchscreen, die Kamera und das Blitzlicht, sowie sämtliche Buttons und Schalter zu haben. Mit einem Gesamtgewicht von nur 48 Gramm und Außenmaßen von 15 x 7,8 x 1,1 cm trägt das wasserdichte Case auch nicht allzu dick auf - das kennt man von alternativen Outdoor-Cases auch ganz anders.

Spezielles Pokémon GO-Tool separat erhältlich

Während Homebutton und Frontlautsprecher für volle Funktionalität mit kleinen Membranen versehen sind, wurde an der Unterseite zum Verschließen von Lightning-Port, Klinke und Lautsprecher ein weiches Silikonband samt entsprechender Stöpsel genutzt, um alle Anschlüsse wasserdicht abzuschließen. Zum Aufladen des iPhones muss dieses Silikonband entfernt werden, so dass dann die Wasserdichtigkeit nicht mehr gegeben ist. Besonders praktisch gelöst ist die in vielen Cases oft unglückliche Ummantelung des Stummschalters: Hier bedient man sich eines kleinen Rädchens, das überraschend gut und präzise funktioniert.

Das Einsetzen des iPhones in das Catalyst Case ist demnach auch kein großes Problem. Das Smartphone wird in die Frontschale eingelegt und der rückseitige Deckel aufgesetzt und an den entsprechenden Stellen festgedrückt. Hier sollte man sich etwas Zeit nehmen und prüfen, ob das Case wirklich festsitzt und auch der sogenannte O-Ring, ein umlaufender dünner Gummiring, der das Eindringen von Wasser verhindert, an allen Stellen richtig sitzt.

Catalyst Case 2Sollte doch einmal eines der Teile beschädigt werden, gibt es im offiziellen Catalyst-Webshop nicht nur den O-Ring, sondern auch das Silikonband für die Unterseite, sowie Front- und Backcover nebst weiterem Zubehör wie Fahrrad- und Cliphalterungen für das Case separat nachzukaufen. Das Gadget aufgrund eines defekten kleinen Gummirings einfach wegzuwerfen, gehört damit der Vergangenheit an. Und auch Pokémon Go-Freunde dürfen sich freuen: Catalyst hat ein sogenanntes „Pokémon GO-Tool“ herausgegeben, das auf das Case geklemmt werden kann und mittels einer mittig angeordneten Schiene helfen soll, Pokémon-Monster besser einzufangen.

Wasserdicht auch bei Sturmflut an der Küste

Nach all den Beschreibungen kommt es allerdings vornehmlich auf eines an: Wie schlägt sich das Catalyst Case im Alltag? Nachdem ich die Instruktionen des Herstellers befolgt habe und das Case erst einmalig ohne eingelegtes iPhone für maximal 30 Minuten im Waschbecken unter Wasser getaucht habe, folgte nach erfolgreicher Durchführung dieses Vorabtests ein ebenso erfolgreicher Test mit eingelegtem iPhone. Auch wenn ich vorab skeptisch war - kein Wassertropfen drang ins Innere des Cases ein.

Bald darauf folgte allerdings ein echter Härtetest: Sturmflut an der Küste! Tolles, sonniges Wetter an der Waterkant, das zum Fotografieren einlädt, aber gleichzeitig auch wilde Wellen, jede Menge Gischt und Salzwasser. Wenn das kein Tag ist, um das Catalyst Case anzulegen. Und auch hier zeigte sich das Outdoor-Case von seiner besten Seite: Selbst ein mutwilliges kurzes Eintauchen der Hülle ins tosende Meerwasser konnte dem iPhone nichts anhaben, und auch die geschossenen Fotos zeigten keinerlei Unschärfen, Schatten oder andere case-bedingte Einschränkungen.

Ich für meinen Teil kann das Catalyst Case daher jedem iPhone-Nutzer nur empfehlen, der Angst hat, sein liebgewonnenes Smartphone ans Wasser oder aufgrund eines Sturzes zu verlieren. Die volle Bedienbarkeit ist gegeben, lediglich die Sprachqualität bei Anrufen leidet naturgemäß ein wenig, aber nicht so extrem, dass man auf das Case verzichten müsste. Wer sich mit dem Design der Lifeproof-Hüllen nicht anfreunden kann oder eine verhältnismäßig schlanke Alternative sucht, sollte definitiv einen genaueren Blick auf das Catalyst Case für das iPhone werfen. Ab März dieses Jahres wird es das gleiche Modell übrigens auch für das iPhone 7 und 7 Plus geben.

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Kommentare2 Antworten

  1. Kci sagt:

    Moin, ich fand die alte Hülle für das 5s besser als die Hülle fürs 6s. Billiger hergestellt und das merkt man auch, wenn man die alte Hülle hatte. Aber wasserdicht ist es und stoßfest auch. Ich habe noch 65€ dafür bezahlt und für den neuen Preis kann man nicht falsch machen! Lg

  2. iwama sagt:

    Wie sieht es aus mit der Hülle, wenn man ein “Panzerglas (0,3 mm)” als Schutzfolie benutzt? Geht das mit der Hülle?

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