Eine Geschichte über dLAN: Wie ein Freund seine Netzwerkkabel verbannte

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Fabian 29. Dezember 2016, 18:20 Uhr

Vor einigen Wochen haben uns neue Powerline-Adapter von Devolo im Büro erreicht. Statt eines einfachen Testberichts gibt es heute Eindrücke der ganz besonderen Art für euch.

Devolo dlan Adapter

Bis vor ein paar Monaten hatte ich einen ganz besonderen Nachbarn, nennen wir ihn an dieser Stelle einfach Mal Daniel. Ein lieber, netter Kerl. Lehrer und Ehemann, technisch aber alles andere als versiert. Nur so ist es zu erklären, dass er seit Jahren Smartphones von Samsung nutzt und sich nicht von mir überzeugen ließ, selbst nach mehreren vollmundigen Fiege-Bieren in kurzer Zeit. Mit einer anderen Sachen konnte ich bei ihm aber für Glücksgefühle sorgen: Mit dLAN-Adaptern von Devolo.

  • alles über die Powerline-Adapter von Devolo erfahren (zur Webseite)

Diese wollte ich vor einiger Zeit eigentlich dafür verwenden, um meinen iMac im Arbeitszimmer möglichst schnell mit dem Router im Wohnzimmer zu verbinden. Von den 200 Mbit/s meiner schnellen Internet-Verbindung kamen auf dem iMac aber nur noch 20 Mbit/s an - hier ist man einfach von der vorhandnen Qualität des Stromnetzes abhängig. Glücklicherweise habe ich aber recht schnelle eine Verwendung für die Adapter gefunden - eine Etage höher beim bereits erwähnten Daniel.

Ohne dLAN: So sah es bei Daniel vorher aus

Der hatte zum damaligen Zeitpunkt nämlich zwei Entertain-TV-Boxen der Telekom im Einsatz, eine im Wohnzimmer, die andere im Schlafzimmer. Angeschlossen waren beide mangels WLAN mit herkömmlichen Netzwerkkabeln am Router im Flur. Und ihr mögt es kaum glauben: Daniel hat diese Kabel tatsächlich quer durch die Wohnung gelegt. Durch offene Türen hindurch, noch nicht einmal sauber an der Wand in Kabelkanälen verstaut. Einfach quer durch! Echt jetzt. Für TV-Zwecke war die Leistung in der baugleichen Wohnung absolut ausreichend und nach der mehr als kurzen Installation fiel mir Daniels Frau um den Hals, wie er es wohl noch nie erlebt hat. Immerhin konnte ich die Kabel endgültig verbannen.

Mittlerweile ist Daniel mit seiner Frau in ein größeres Haus gezogen und ist Devolo treu geblieben. "Auch Fachleute aus dem Einzelhandel haben mir das System von Devolo empfohlen, mittlerweile habe ich es sogar ausgebaut", sagt Daniel, der erst vor wenigen Tagen einen weiteren Powerline-Adapter dLAN 550+ WiFi erhalten hat. Die Bedingung für den Test: Die Installation und Einrichtung sollte er alleine vornehmen, was aber letztlich keine große Hürde darstellte.

"Durch die kinderleichte Verbindung ist die Installation – sowohl der Grundelemente, als auch jeglicher weiterer Elemente – tatsächlich nicht schwieriger als ein Knopfdruck", berichtet Daniel. "Die darüber hinaus gehenden Arbeiten an den WLAN-Repeatern waren zunächst etwas komplizierter, da man dort über einen externen Rechner auf die einzelnen Geräte zugreifen musste. Das Endergebnis war jedoch, auch ohne fachmännische Hilfe, dank der einfachen und meist intuitiven Gestaltung der Menüs immer zufriedenstellend." Glück für mich, denn sonst hätte ich noch einmal nach Bottrop ausrücken müssen...

Mit dLAN: So sieht es bei Daniel jetzt aus

Wie sieht es nun bei Daniel zuhause aus? "Bei uns läuft aktuell die gesamte Internet-/WLAN-/TV-Ausstattung über dLAN. Wir haben im Erdgeschoss die Entertain-TV-Box via dLan angebunden. Über den WLAN-Repeater haben wir auch die erste Etage inklusive einer smart-TV-Box abgedeckt. Über das gleiche System ist es uns sogar möglich, das Büro in der zweiten Etage, in dem wir auf einen schnelles und stabiles Internet angewiesen sind, mit einem Zugang zu versorgen."

Lediglich einen Wunsch hat Daniel noch geäußert: "Da die Geräte meist an relativ unzugänglichen Stellen angebracht sind, sodass die jeweiligen Anzeigen nicht oder nur schwer ablesbar sind, wäre es vielleicht eine Idee, dass, sobald eine aktive Verbindung der einzelnen Geräte hergestellt wurde, eine einmalige akustische Bestätigung erfolgt." Ich muss ihm wohl doch noch einmal mitteilen, dass es genau für diesen Zweck die Devolo Cockpit App gibt, mit der man eben nicht nur bestimmte Einstellungen anpassen, sondern auch den aktuellen Verbindungsstatus inklusive Leistungsdaten ablesen kann.

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Kommentare14 Antworten

  1. Nemios sagt:

    Nur ist Powerlan höchst schädlich für die Gesundheit. Schädlicher als Mobilfunknetze & Co.

    https://en.geovital.com/ethernet-over-power-line-eop-powerline-powerlan-and-health-effects/

    Und es gibt Haufen an Texten, Studien und Dokumenten – im englischsprachigen Raum – teils weil Powerlan dort schlicht verboten ist.

  2. booy sagt:

    Klasse Bericht.
    Bin durch die Telekom jetzt seit 2 Wochen ebenfalls glücklicher Besucher der Devolo dlan Geräten.
    Leider ist es bei mir so, dass ich einen Durchbruch in meiner Wohnung zu einer 2. habe und somit 2 StromKreisläufe.
    So läuft mein 2. tv der in der anderen Wohnung ist leider noch über eine Bridge bzw. WLAN und nicht über dlan

  3. der ich sagt:

    Ich bin kein Kunde der Telekom und deren Entertainment….
    Will Devolo auf keinen Fall schlecht machen, sind gute Teile.
    Ich nutze für mein Internet im gesamten Haus ? Produkte von AVM, also Fritzbox und Co. kann mich darüber nur positiv äußern.

  4. Alex0901 sagt:

    Bin von devolo nicht überzeugt. Habe die 1200+. Angezeigt werden mir 650 MBit/s und per ftp nur 16 -20 möglich. Leistung bricht gut ein.

  5. kaixx sagt:

    Die Cockpit App für iOS kann man allerdings nur verwenden, wenn man mindestens einen Adapter mit WLAN Funktionalität besitzt. Ansonsten benötigt man die Cockpit Software für den Mac oder PC um die Adapter konfigurieren zu können. Das ist übrigens auch die offizielle Aussage des Supports, falls hier wieder irgendwelche Leuchten meinen, das würde ja alles ganz einfach gehen. Meiner Meinung nach hat Devolo in Punkto Software also noch einiges nachzuholen. Von den bis jetzt immer noch fehlenden Changelogs bei Firmware-Updates mal ganz abgesehen. Ansonsten funktionieren die Produkte allerdings gut. Ich verwende sie ebenfalls um im Schlafzimmer Entertain nutzen zu können.

  6. iMactouch sagt:

    Ich habe hier ebenfalls über einen längeren Zeitraum in einem Einfamilienhaus die 1200+ ausprobiert und bin davon überhaupt nicht überzeugt. Innerhalb einer Etage bekommt man noch ganz gute Werte hin, aber alles was darüber hinausgeht ist nur schlecht.
    Da funktioniert ein Repeater von AVM mit wesentlich höheren Datenraten.

  7. nec sagt:

    „Mittlerweile bin ich mit Daniels Frau in ein größeres Haus gezogen…“ hätte auch gepasst ?

  8. Hans Meiser sagt:

    Geht nix über Kabel

    • freakymoron sagt:

      So sieht es aus und deshalb habe ich in meiner Wohnung schön Leerrohre für zig Patchkabel in der Wand untergebracht. Letztlich sind es so um die 14 Stück, die am Verteilerkasten ankommen.

      Ja das war ein Heidenaufwand, aber der lohnt sich definitiv. Durch Leerrohre in der Wand leicht austauschbar zu Glasfaser oder was ggfs. in der Zukunft den Kupfer ablösen könnte ?

  9. misterbandit sagt:

    Das Problem bei mir ist, dass sich Devolo mit Apple nicht im WLAN nutzen lässt! Ständig hängt das System und ist nur durch heraus ziehen aus der Steckdose wieder zu resetten. Nutze es um das Signal in die untere Etage zu kriegen und habe einen ArcherC7 Router dran, der arbeitet einwandfrei und versorgt TV AppleTV und DBox sicher per Kabel! iPhone Laptop und iPad funzen sicher per WLAN sowohl im 5.0 als auch im2.4

  10. DAF-XF106 sagt:

    Ganz toll!!!!!! Sich über Hochfrequenzstrahlung von Handynetzen aufregen, aber nicht wissen das man mit diesen PLC Teilen seine Wohnung in eine Antenne verwandelt. Das was da übertragen wird ist nichts anderes als an einem elektrischen Leiter geführte Hochfrequenz. Um zum Beispiel Fernsehsignale von der Antenne zum Fernseher zu bekommen benutzt man ein Antennenkabel. Soweit so gut. Damit nun diese Signale auf dem Weg von der Antenne zum Empfangsgerät nicht durch andere Hochfrequenz gestört wird benutzt man Antennenleitungen, auch besser bekannt als Koaxialkabel. Dabei handelt es sich um ABGESCHIRMTE Antennenleitungen. Solche Koaxialkabel werden aber nur zum Empfangen benutzt sondern auch zum Senden. Und nichts anderes macht PLC. Es benutzt einen elektrischen Leiter um Hochfrequenz zu transportieren. Da aber das Stromnetz aus nicht abgeschirmten Leitern besteht verwandelt ihr euer Stromnetz in eine superstrahlende Antenne!!! Um es etwas deutlicher zu machen. Ein Koaxialkabel ist für Hochfrequenz das selbe wie ein Rohr für Wasser. Wenn ihr nun das Rohr wegnehmt spritzt das Wasser in einem Strahl durch eure Wohnung und alles wird nass. Und genau das selbe macht die Hochfrequenz an eurer Stromleitungen, nur mit dem Unterschied das nichts nass wird sondern die Hochfrequenz bei euch herumvagabundiert.
    Wer es etwas genauer wissen will was PLC anrichtet sei folgende Seite empfohlen: http://www.powerline-plc.info

    • Jürgen M [iOS] sagt:

      Soweit die Theorie (die wirklich Ganz toll!!!! erklärt ist), die leider auch in der Praxis funktioniert. In 80m Entfernung habe ich einen Nachbarn, der von PLC und Devolo schwer begeistert ist, obwohl er es als Elektomeister besser wissen könnte. Was mich das stört? Ich betreibe eine Amateurfunkstation zwischen 1,8 und 30 MHz mit den entsprechenden Empfangsantennen. Den Müll kann ich nicht nur hören, man kann ihn im SDR auch gut sehen – sehr schön breitbandig. Ich verwende max. 150 Watt Hochfrequenz, meist deutlich weniger, die in 45 Jahren niemand gestört hat. So hat jede Medaille zwei Seiten…

  11. Bjoern sagt:

    Also bei meinen Eltern habe ich das DLAN wieder entfernt. Die Software ist so was von unübersichtlich und es die Verbindungen brachen immer wieder ab. Mag am Stromnetz liegen, aber da dieses Cockpit einfach eine der schlechtesten Softwareprodukte ist, die ich je gesehen habe, würde jetzt auch ein Netzwerkkabel verlegt und die fritzbox im Wohnzimmer installiert.

  12. submac sagt:

    Es muss auch bedacht werden, dass Stromleitungen nicht geschirmt sind, Netzwerkkabel schon. Die Schirmung von Netzwerkkabeln sorgt nicht nur höhere Transferraten sondern entstört auch. Jagt man nun Daten über ungeschirmte Leitungen baut man sich eine gewaltige Antenne. Ob das so gesund ist wage ich zu bezweifeln.

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