Fitbit Charge 2 im Test: Fitness-Tracker mit Pulsmesser, Benachrichtigungen & mehr

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Fabian 21. Januar 2017, 14:55 Uhr

Mit dem Charge 2 hat Fitbit im vergangenen Herbst einen verbesserten Fitness-Tracker herausgebracht, den wir uns in den vergangenen Wochen ausführlich angesehen haben.

Charge 2 Product Family Photo.

Die US-amerikanischen Fitness-Experten Fitbit haben in den letzten Monaten ordentlich Gas gegeben. Die Tatsache, dass man die gesammelten Fitness-Daten nicht mit Apple Health teilt, ist ja schon ein alter Schuh. Vor ein paar Wochen erfolgte dann die Übernahme des Smartwatch-Herstellers Pebble, auch der direkte Konkurrent Jawbone sollte gekauft werden, was letztlich aber nicht geklappt hat. Dass sich Fitbit einen Namen gemacht hat, zeigt auch eine Umfrage, die wir im verhangenen Jahr gestartet haben: Mehr als ein Drittel von 1.500 befragten appgefahren-Lesern haben angegeben, einen Fitness-Tracker von Fitbit zu nutzen.

Und damit wären wir auch schon direkt beim passenden Thema angelangt: Im vergangenen Herbst ist der Fitbit Charge 2 auf den Markt gekommen. Die verbesserte Generation bietet zahlreiche spannende und neue Funktionen, die wir euch im Rahmen dieses Artikel näher vorstellen möchten. Der Hersteller selbst schreibt dazu: "Es ist der beliebteste und meistverbreitete Fitness-Tracker und der erste, der die Herzfrequenz kontinuierlich und automatisch sichtbar macht. Mit einem neuen, ausgesprochen schlanken Look und einem leicht ablesbaren Display, das ganze vier Mal größer ist als beim Vorgänger, ermöglicht Charge 2 ein Erlebnis, das jeden Nutzer noch stärker dazu motiviert, seine persönlichen Ziele zu erreichen."

Fitbit Charge 2

Der Fitbit Charge 2 ist zu einem Preis von 159,95 Euro in vier verschiedenen Farben erhältlich, zudem gibt es zwei Special Editions für 189,95 Euro. Der Straßenpreis für den mit zwei unterschiedlichen Armband-Längen verfügbaren Fitness-Tracker ist mittlerweile auf rund 140 Euro gefallen. Damit spielt der Fitbit Charge 2 im oberen Mittelfeld mit, ist aber zum Beispiel deutlich günstiger als eine Apple Watch.

Bevor man nach dem Auspacken loslegen kann, muss man den Fitness-Tracker natürlich zunächst mit dem iPhone oder einem Android-Smartphone koppeln, was aber genau wie bei anderen Fitbit-Geräten im Zusammenspiel mit der deutschsprachigen App des Herstellers keine große Hürde ist. Im Prinzip wird einfach nur die App gestartet, ein Account erstellt und einer kleinen Anleitung gefolgt, bevor man dann endgültig loslegen kann.

Fitbit
Entwickler: Fitbit, Inc.
Preis: Kostenlos

Anzeigen auf dem Display individuell einstellbar

Es lohnt sich übrigens, bei dieser Gelegenheit einen tieferen Blick in die App zu werfen, denn dort kann man zahlreiche Details rund um die Anzeigen auf dem Display einstellen. So gibt es unter anderem sieben Watchfaces, bei denen neben der Uhrzeit auch zahlreiche andere Details angezeigt werden können, beispielsweise der Fortschritt in Richtung Tagesziel, das Datum oder auch die Herzfrequenz.

Fitbit Charge 2 Einstellungen

Letztere ist für mich das heimliche Highlight des Fitbit Charge 2. Der Puls wird dauerhaft und kontinuierlich gemessen, egal ob man gerade ein Workout gestartet hat oder einfach nur schnell schauen möchte, wie hoch der aktuelle Puls ist. Durch die kontinuierliche Messung wird der aktuelle Puls sofort angezeigt, während man beispielsweise bei der Apple Watch erst einige Sekunden warten muss, um die momentane Herzfrequenz zu erfahren.

Ebenfalls positiv zu erwähnen ist das Display, das im Vergleich zur ersten Generation oder auch dem schlankeren Fitbit Alta deutlich größer geworden ist. So lassen sich natürlich viel mehr Daten anzeigen, was sich im Alltag zu jeder Zeit positiv bemerkbar macht. Nur bei einer Geschichte sollte noch optimiert werden: Bei neu eingehenden Nachrichten liegt der Fokus zunächst lange auf dem Absender, bis dann endlich die empfangene Nachricht über das Display läuft. Neben SMS- und iMessage-Nachrichten kann der Fitbit Charge 2 auch Anrufe und anstehende Kalendereinträge anzeigen, jeweils begleitet von einem Vibrationsalarm. Unter iOS werden andere Messenger-Dienste, wie beispielsweise WhatsApp, leider (noch) nicht unterstützt.

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159,99 EUR - 20,04 EUR 139,95 EUR

Am Ende des Tages ist der Fitbit Charge 2 ja immer noch ein Fitness-Tracker. Neben der schon angesprochenen Herzfrequenz werden natürlich auch die Schritte und daraus folgend auch der Kalorienverbrauch gemessen. Zudem werden Aktivitäten wie Radfahren, Joggen oder Zumba automatisch erkannt und als Workout aufgezeichnet. Sämtliche Daten lassen sich danach über die Fitbit-App am iPhone abrufen. Sämtliche Daten werden beim Öffnen der App automatisch synchronisiert, ausgewertet und gespeichert.

Fitbit Charge 2 ist keine Apple Watch

Warum aber einen Fitbit Charge 2 und nicht direkt eine Apple Watch? Eine Frage, die wirklich schwer zu beantworten ist. Der Fitness-Tracker von Fitbit ist deutlich schlanker als die smarte Uhr von Apple, zudem gibt es auch hier zahlreiche Armbänder zum Wechseln. In Sachen Fitness-Daten ist der Fitbit Charge 2 voll auf der Höhe, hat zum Teil sogar die Nase vorn. Ein ganz klarer Sieger ist er in Sachen Akkulaufzeit von bis zu fünf Tagen und Nächten sowie im Preis. Einschränkungen muss man dagegen beim Display und Betriebssystem in Kauf nehmen, hier bietet der Fitbit Charge 2 deutlich weniger Möglichkeiten. Eines ist aber klar: Betrachtet man lediglich die reinen Fitness-Tracker auf dem Markt, spielt dieses Modell auf jeden Fall ganz oben in der ersten Liga.

Falls ihr weitere, spezielle Fragen rund um den Fitbit Charge 2 habt, schreibt uns einfach einen Kommentar. Wir werden uns zeitnah um eine Antwort kümmern.

Fitbit Charge 2

  • Bedienung - 7/10
    7/10
  • Design - 9/10
    9/10
  • App - 8/10
    8/10
  • Funktionen - 8/10
    8/10
  • Preis/Leistung - 7/10
    7/10

Fazit

Der Fitbit Charge 2 ist einer der besten Fitness-Tracker auf dem Markt und liefert alle wichtigen Funktionen, die man von einem Gerät dieser Klasse erwarten kann. Ein motivierendes Gadget, das durchaus als günstige Alternative zur teureren (und vielseitigeren) Apple Watch taugt.

7.8/10

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Kommentare18 Antworten

  1. YogiBaer63 sagt:

    Wird die Herzfrequenzzähler auf Wunsch beispielsweise während eines Trainings dauerhaft angezeigt, so dass man jederzeit mit einem kurzen Blick ohne irgendwelche Knöpfe zu drücken sehen kann, in welcher Herzfrequenzzone man gerade trainiert?

    • Jadzia sagt:

      Das Display geht aus – bei der Blaze reicht ein Knopfdruck bzw. ein Doppeltipp, damit das gestartete Training mit der momentanen Herzfrequenz angezeigt wird.

      Wenn behauptet wird, dass Charge 2 das erste Mal die Herzfrequenz sichtbar macht – wo liegt denn da der Unterschied zur Blaze?
      Sie tut es doch auch?
      Momentaner Puls direkt auf der Blaze und die Tagesübersicht in der App/auf der Webseite.

    • Fabian sagt:

      Ja, je nach Watchface bzw. Workout wird der Puls sofort angezeigt, wenn du das Display einschaltest. Entweder per Tippen oder Armheben.

  2. wulfen68 sagt:

    Leider haben die Fitnessuhren einen Bewegungsmelder in der Uhr der völlig falsche Werte liefert bei mir,da ich auf der Arbeit nur meine Arme bewege komm ich schon auf 3 km ohne einen einzigen Schritt getan zu haben.
    Selbst die Einstellung Bewegungsaktiver Arm funktioniert nicht.

    • Jadzia sagt:

      Je nachdem, wie intensiv du den Arm bewegst – wie soll so ein Teilchen denn unterscheiden, ob der Arm sich beim Gehen mitbewegt, oder nur der Arm? 😉

      Du verlangst, glaube ich, etwas zu viel von einem Bewegungsmesser 😉

      • Mein Senf sagt:

        Viel ist das nicht. Finde auch dass ein richtiger Fitnesstracker natürlich einen GPS Empfänger haben sollte. Außerdem ist die Fitbit App stark verbesserungswürdig. Da sie noch immer Apple Health unterstützt ist man stark auf deren App angewiesen. Es gibt zudem keine Anpassung für das iPad und tatsächlich werden Nachrichten nicht von allen Apps angezeigt. 🙁

    • matt56 sagt:

      Ist wohl bei allen Fitnessuhren am Arm getragen so. Ich habe noch einen Fitbit One, den ich in der kleinen rechten Tasche der Jeans stecken habe. Da gibt es solche Probleme nicht und die angezeigte Schrittzahl ist erstaunlich genau…Vielleicht denkst Du ja, wenn Dir die genaue Schrittzahl wichtig ist, über so ein Teil nach.

  3. matt56 sagt:

    Danke für den Test. Ich stand vor ca. 10 Tagen vor der Wahl die Fibit Charge 2 oder Garmin Vivosmart HR. Letztendlich habe ich mich für die Vivosmart HR entschieden und habe es nicht bereut. Übrigens zeigt die Gramin alles an, was über Push auf dem Ipad angezeigt wird….auch z.B. die Benachrichtigungen von appgefahren.de 😉 oder Telegram usw. Wie ist das bei der Charge 2? Kommt da nur das über Push, was hier im Test angegeben ist?

  4. Cofrap sagt:

    Kein WhatsApp… kein Fitbit… um es mal knapp zu formulieren. Warum sollte ein fitnesstracker nicht alle Nachrichten unterstützen?
    Da fehlt noch was.

  5. SoIero sagt:

    Ich bin auch schon ewig auf der Suche nach einem geeigneten Gerät. Aber ich habe ein Dilemma. Erstens muss es mir gefallen was schon recht schwierig ist (nervt mich manchmal selber) dann soll es auch alles können was ich mir vorstelle. Was auch nicht einfach ist. Aber die vivosmart hr kommt dem schon recht nahe. Aber richtig gute Bewertungen im allgemeinen haben alle nicht wirklich. Was mich schon wieder verunsichert. Dann denke ich mir immer, hole dir doch ne Apple Watch. Die ist mir aber wieder etwas zu teuer. 🙈 schon schlimm wenn man nie zufrieden ist.

    Dann muss ich wohl noch warten bis irgendwann mal der wow-Effekt kommt.

  6. Gollum-Allein sagt:

    Ich finde man kann die Teile nicht mit der Apple Watch vergleichen.
    Die Uhr ist zwar teuer aber um vieles BESSER!
    Ich habe die Serie 2 und liebe das gute Stück!

    • fire2002de sagt:

      So sieht es aus. Die Apple watch ist preislich sowie funktionell in einer anderen klasse. Die Fitness tracker am sich kann man ja gerne vergleiche und hat so auch einen guten Überblick 👍🏼

  7. Horschu [iOS] sagt:

    Hallo,

    hatte ein Fitbit Charge HR und war mit der App und dem Gerät super zufrieden, bis zum ersten Paddelausflug. Leider war das Modell nicht wasserdicht, bin mit dem Tracker am Arm gekentert, das Gerät ist leider abgesoffen und war damit tot. Hab jetz den Garmin vivofit, fand aber bis auf die Wasserdichtigkeit das Fitbitgerät besser. Ist das Charge 2 wasserdicht?

    • SoIero sagt:

      Soweit ich weiß leider nicht. Sonst würde ich mir wahrscheinlich dieses Gerät holen. Aber nicht wasserdicht ist ein no go

  8. submac sagt:

    Ich hatte das Vorgängermodell und war bis auf zwei Punkte super zufrieden. 1. nicht wasserdicht und 2. konnte man sie nicht ausschalten. Da ich keine Lust hatte mit diversen Airlines über Bluetooth zu diskutieren hab ich dann eine Apple Watch geholt. Die Apple Watch ist mir zu posig. Da ich gerne meine Ärmel hochkrempel werde ich entweder auf die AW angesprochen oder belächelt.
    Wenn man die Fitbit ausschalten oder in Flugmodus versetzen kann wechsel ich sofort wieder zurück. Ja, WhatsApp Nachrichten auf der Uhr lesen ist nett, aber vernünftig antworten ist ja nicht möglich.

  9. Iphone7Buyer sagt:

    Bevor man es vergisst …
    Fitbit hat Pebble auf dem Gewissen…
    für mich eine klare Entscheidung NIEMALS Fitbit

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