Notebooks: Umfangreiches Multitalent lässt sich gleichzeitig auf iPhone, iPad und Mac nutzen

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Mel 07. Mai 2014, 19:00 Uhr

Zwar bringt Apple werksseitig eine eigene Notiz-App mit, allerdings ist diese im Gegensatz zu Notebooks geradezu rudimentär ausgestattet.

Notebooks Mac Notebooks iOS 1 Notebooks iOS 3 Notebooks iOS 2

Notebooks ist in zwei verschiedenen Versionen in Deutschland erhältlich: Zum einen gibt es eine 11,99 Euro teure Universal-App (App Store-Link) für iPhone und iPad, weiterhin wird eine eigene Mac-Applikation (Mac Store-Link) angeboten, die derzeit für 26,99 Euro erstanden werden kann. Beide Lösungen verbrauchen auf den zu installierenden Geräten weniger als 15 MB an Speicherplatz. Zumindest in der Variante für iOS stellt der Entwickler Alfons Schmid schon eine deutsche Lokalisierung bereit - Mac-User können Notebooks bisher nur in englischer Sprache nutzen.

Laut des Developers ist Notebooks „die ideale Lösung für Sie, wenn Sie Ihre Gedanken und Ideen aufschreiben wollen, egal wo Sie sich gerade befinden, Ihre Notizen und Unterlagen gern an einem einzigen Ort und in unmittelbarer Reichweite aufbewahren, oder Ihre Notizblöcke durch eine flexible, platzsparende und elegante Lösung auf Ihrem iPad ersetzen möchten.“

Damit ist Notebooks nicht nur geeignet, kurze Notizen einzutippen, sondern kann laut Entwickler Alfons Schmid auch „Tagebücher, Ideen, Aufgaben, Besprechungsnotizen, Reiseberichte oder Manuskripte“ verwalten. Mit einem integrierten Texteditor und Notizbuch, einem Word Processor, Markdown Composer, HTML zu Markdown Converter, Task-Manager und Reminder, einer Dateiablage, Organizer, Voice Recorder, Clipboard Manager, PDF Converter und eBook Creator vereint Notebooks eine Reihe von sinnvollen Funktionen, für die es ansonsten gleich mehrere verschiedene Apps gebraucht hätte.

Notebooks benötigt vor der ersten richtigen Nutzung erst einmal einiges an Hintergrundwissen, um zu erfahren, was alles mit der App möglich ist. Dazu hat der Entwickler sowohl in der iOS-, als auch in der Mac-Version der App eine kleine Schnellanleitung in die App integriert, in der sich alle notwendigen ersten Infos finden. Benötigt man diese nicht mehr, können sie problemlos aus der Liste gelöscht werden.

Notebooks bietet verschiedene Export-Möglichkeiten

Generell basiert das Interface von Notebooks auf einem einfachen Prinzip, nämlich verschiedenen Spalten, in denen immer mehr spezifiziert wird. In einer Spalte am linken Bildrand beispielsweise lässt sich ein komplett neues Projekt oder Notizbuch anlegen, beispielsweise als formatiertes Dokument, als Skizze, Foto, Video oder Sprachnotiz. Innerhalb dieses Moduls lassen sich dann wiederum weitere Files hinzufügen. Auf diese Art und Weise ist es möglich, auch komplexe Sachverhalte anschaulich zu verwalten. Unterstützt werden von Notebooks unter anderem PDFs, Apple iWork-, MS Office-, RTF- und HTML-Dokumente, Bilder, Safari Webarchive und Palm Memos, die problemlos in die App integriert werden können.

Ein wesentlicher Bestandteil neben dem vorhandenen Texteditor ist auch die Aufgabenverwaltung, in der erledigte To-Dos ganz einfach abgehakt werden können. Mittels Querverweisen zu anderen Notebook-Dokumenten und einer Erinnerung bei Fälligkeit einer Aufgabe bleibt man immer auf dem neuesten Stand.

Hat sich erst einmal eine Fülle von Daten angesammelt, oder müssen bestimmte Dokumente an Freunde oder Kollegen weitergeleitet werden, bietet Notebooks verschiedene Optionen an. Erstellte Dokumente können so unter anderem zusammengefasst oder in das beliebte PDF-Format konvertiert, aber auch mit anderen Geräten synchronisiert werden. Leider hat der Developer bislang auf einen Datenabgleich mittels der Apple-eigenen iCloud verzichtet, immerhin sind aber Lösungen wie die Dropbox, iTunes-Sync oder WebDAV-Server eingebunden, um alle Dateien und Dokumente auf sämtlichen Geräten stets synchron zu halten.

Alle einzelnen Funktionen von Notebooks hier im Artikel aufzuführen, wäre sicherlich zu viel des Guten. Wer sich tiefer in die Materie von Notebooks einlesen möchte, findet auf der Website des Entwicklers noch weiterführende Informationen. Fakt ist, dass der User mit Notebooks eine äußerst umfangreiche Lösung für die tägliche Arbeit, seien es private Kreativ-Ergüsse, aber auch hochkomplexes Projekt-Management im Beruf, erhält. Ob diese Tatsache einen Preis von 11,99 Euro für iOS und 26,99 Euro für den Mac rechtfertigt, muss jeder selbst für sich entscheiden. Immerhin gibt es unter iOS noch eine kostenlose Light-Version der App (App Store-Link) zum Hineinschnuppern.

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Kommentare13 Antworten

  1. Cofrap sagt:

    Ich habe noch die Vorgängerversion. Da die neue App mir persönlich nicht mehr bringen würde bleibe ich auch dabei.
    Allerdings bin ich sehr zufrieden mir der App, ich verwalte Notizen und mehr von sieben Objekten damit, und meine persönlichen Notizen.
    Aufgaben nutze ich in miCal… deswegen brauche ich die neue Version nicht.
    Aber dennoch, wer eine umfangreiche Notizapp braucht dem kann ich das nur empfehlen.
    Allerdings, wenn man den kompletten Umfang nutzen will muss man sich erstmal mit der App vertraut machen. Das ist keine nebenbei App.
    Aber das hat man ja eigentlich bei allen großen Programmen so.

  2. WePe sagt:

    Ich habe schon DUTZENDE andere Schreib-Apps getestet, aber für MEINE Bedürfnisse ist dies DIE BESTE SCHREIB-APP, die ich bisher im Appstore gefunden habe!

    Und – für mich – ganz wichtig: Es gibt zu dieser iPhone/iPad-App auch noch eigene Apps für WIN UND MAC [Wichtig, weil ich systemtechnisch sozusagen „bi“ bin … 😉 ]

    (Da die Aufzählung der mir wichtigen Funktionen und die Beschreibung des Bedienkonzepts viel zu aufwändig wären – bei Interesse einfach mal die Light-Version testen…)

  3. lars sagt:

    Ich habe sogar mit ein wenig Arbeit meine ganzen Evernote-Notizen importieren können und mich somit von dem teuren Notiz-Elefanten verabschieden können.

    Ja, Notebooks 7 braucht Einarbeitungszeit, doch es lohnt sich. Sogar zippen und entzippen kann Notebooks. Es gibt so viel zu entdecken…

    Absolute Kaupfempfehlung!

  4. tgn [iOS] sagt:

    man sollte noch die etwas günstigere iphone-only version erwähnen. für leute die, wie ich, nur mit mac und phone unterwegs sind 🙂 .
    ich nutze die app für meine persönlichen howtos und workarround beschreibungen zu verschiedenen techn. themen @work, sowie in projekten für outlines.

  5. wkueting sagt:

    Ich nutze zwar für bestimmte Sachen noch Evernote, allerdings ist diese App das Beste was ich in der letzten Zeit auf iOS und OSX gesehen habe. Synce über einen ownCloud Server den ich bei meinem deutschen Webhoster installiert habe.
    Über eine AG in meinem Job bekomme ich Dokumente als PDF die ich problemlos in einem Notebook für die AG speichere.
    Evernote wird immer mehr zur Datenkrake die alles können will. Notebooks ist einfach ein flexibles Notizbuch.
    Das Preis-/Leistungsverhältnis ist gerechtfertigt!

  6. rudluc sagt:

    Mir erscheint Notebooks im Gründe relativ funktionsgleich zu sein mit NoteSuite oder AwesomeNotes, es ist nur rund dreimal so teuer.
    Mir gefällt es auch sehr gut, auch in seiner schlicht erscheinenden Benutzeroberfläche, aber der Preis hält mich doch sehr stark vom Kauf ab.

  7. krzysiekbln sagt:

    Klingt sehr interessant.
    Der Preis ist etwas hoch – wenn ich bedenke, dass ich eine Vollausstattung haben möchte (iPhone, iPad, Mac, PC).
    Kann man die Dokumente auch Verschlüsseln?

  8. Torret sagt:

    Ich teste soeben die Lite App.

    Habe dabei aber ein Problem.

    Ich würde gerne eine Notiz die ich aus der Apple eigenen Notizen App kopiert habe in Notebooks einfügen und dort abschnitte Fett markieren.

    Jedoch kann ich nichts aus der zwischenablage in ein Formatiertes Dokument einfügen. Geht das generell nicht oder ist das wegen der Lite App so?

    Denn die ganze Notiz neu tippen wäre zu aufwändig. Würde den Text nur gerne im HTML umwandeln mit der App.

    • Hallo Torret,

      das gibt es leider ein Problem, das mit iOS 7 zusammenhängt: wenn der Cursor zu nahe am oberen Displayrand steht, wird das „Einfügen“ Menü nicht angezeigt.
      Aber wenn du am Beginn eines formatierten Dokumentes 1-2 Leerzeilen einfügst, dann erscheint das Menü und du kannst den Text einfügen.

  9. pat sagt:

    leider funktioniert die dropbox Synchronisation nicht.

    Eine Lösung wäre angebracht, wobei dieses Problem sehr oft
    kommuniziert wurde !

    Bisher kann ich die iOS sowie die OSX app deswegen nicht verwenden.

  10. pat sagt:

    dropbox sync funktioniert wieder ! DANKE an den Entwickler

    nutze selber webDAV und synchronisiere über meine Synology NAS.

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