Nuki Smart Lock mit Sprachsteuerung Alexa kompatibel: Ist das noch sicher?

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Fabian 21. April 2017, 08:55 Uhr

Das euch bereits bestens bekannte Nuki Smart Lock ist jetzt auch mit Amazon Alexa kompatibel. Aber ist das wirklich nötig?

Nuki Smart Lock Alexa

Bei uns ist das Nuki Smart Lock bereits seit der Einführung im Einsatz, mein Kollege Frederick hat euch ja auch schon mit einem ausführlichen Video rund um das smarte Türschloss versorgt. Eine wirklich praktische Sache, die wir zudem nicht für ein erhöhtes Einbruchrisiko halten. Denn: Wer wirklich in ein Haus oder eine Wohnung will, wird das nicht von einer Türschlosserweiterung wie dem Nuki Smart Lock abhängig machen, sondern einen anderen Weg finden.

Die in dieser Woche von den Entwicklern angekündigte Neuerung sehen wir dagegen etwas kritischer: Ab sofort ist das Nuki Smart Lock nämlich auch mit Amazons Sprachassistentin Alexa kompatibel und kann die Tür auf Zuruf öffnen. "Mit der Integration von Amazon Alexa konnten wir dem Wunsch zahlreicher Kunden nachkommen", freut sich Gründer Martin Pansy. "Darüber hinaus kommen wir so unserer Vision des smartesten Türschlosses in Europa wieder einen entscheidenden Schritt näher."

Wie sicher ist das Nuki Smart Lock mit Sprachsteuerung noch?

Nun hat sich uns allerdings die Frage gestellt: Können nicht einfach unbefugte Personen durch ein möglicherweise halb offenes Fenster oder gar durch die Wohnungstür einen Befehl wie "Alexa, sage Nuki, es soll die Tür aufsperren" rufen, um sich einen wirklich einfachen Zugang zu verschaffen?

nuki tuer

Nein, heißt es zumindest von den Entwicklern. Denn sämtliche Alexa Skills rund um Nuki müssen mit einem persönlichen PIN-Code bestätigt werden. "Die Einführung dieser Sicherheitsfunktion war für uns vor der Einführung des Alexa Skills ein sehr wichtiger Punkt, da sich diese doppelte Abfrage mit dem strikten Sicherheitskonzept von Nuki deckt", ergänzt Martin Pansy. Wichtig: Um diese Funktion nutzen zu können, ist die Nuki Bridge wie ein Nuki Web Account notwendig.

Persönlich geht uns die Sprachsteuerung aber eigentlich schon einen Schritt zu weit, auch wenn die Funktion doppelt abgesichert sein soll - da ist die Bedienung per App doch komfortabler. Wir haben daher zunächst einmal auf die Einrichtung des Alexa Skills verzichtet, sind aber auf eure Meinungen gespannt: Würdet ihr eure Tür über einen Amazon Echo oder Echo Dot entsperren? Welche Vorteile würde das überhaupt im Alltag bringen? Wir sind gespannt auf eure Kommentare und Meinungen.

Das Nuki Smart Lock bekommt ihr bei Amazon für 229 Euro, die Bridge gibt es für 99 Euro. Die Nuki Combo, bestehend aus dem Smart Lock und der Bridge, ist auf Amazon aktuell vergriffen, kann auf der Hersteller-Seite aber für 299 Euro bestellt werden.

Nuki Smart Lock - Elektronisches Bluetooth...
4 Bewertungen
Nuki Smart Lock - Elektronisches Bluetooth...
  • Smart Zutritt: Das Türschloss einfach durch Wischen am Smartphone (iOS & Android) oder über eine verbundene Smartwatch auf- und zusperren
  • Digitale Zutrittsberechtigungen: Mit der Nuki App können individuelle Zutrittsberechtigungen einfach erstellt und verwaltet werden

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Kommentare24 Antworten

  1. Geheimratsecki sagt:

    Welchen Vorteil soll es denn bringen, wenn dann trotzdem noch am Smartphone etwas eingegeben werden muss?

  2. iDiddi sagt:

    Ich sehe den Vorteil schon. Stehe ich in der Küche und der Besuch oder die Kinder klingeln, dann kann ich Alexa einfach sagen, sie soll die Tür öffnen.

  3. iDiddi sagt:

    @Geheimratsecki: Der Pin wird nicht per Smartphone, sondern per Sprache direkt über Alexa eingegeben.

  4. fire2002de sagt:

    Die Tür per sprach Befehl öffnen und den Pin „sprechen“ na Gratulation…. Das ist einfach übertrieben. Dann kann man die Tür ja fast gänzlich weglassen….

  5. Kay sagt:

    Ich habe den Skill eingerichtet. Nutze aber das Öffnen oder Aufschliessen nicht. Praktisch finde ich wiederrum, dass ich abends von der Couch die Tür abschliessen kann (das geht auch ohne umständliche PIN Eingabe). Die Öffnungsfunktionen sind zwar automatisch im Skill aktiv und nicht deaktiverbar, aber durch den PIN gesichert. Was ich bedenklicher finde, ist das über IFTTT auch ein Öffnungstrigger über Alexa gesendet werden kann und zwar ganz ohne PIN… Wie sich das mit dem Sicherheitskonzept von Nuki deckt, weiss ich nicht. 😉

  6. iKlein sagt:

    Das schliessen sehe ich ein und ist auch praktisch, aber da genügt die IFTTT Integration.
    Das Aufschliessen, auch wenn es praktisch ist, würde ich nie darüber gestatten, da sehe ich das Risiko zu hoch.
    Gerade weil man den PIN laut ausspricht 🤦🏻‍♂️

  7. MacMau sagt:

    Ich stelle mir vor:
    stehe draußen Vor der tür und rufe durch die geschlossene tür „alexa, mach die wtür auf“.
    Nachdem ich das 24x gesagt habe fährt ein wagen mit blaulicht 🚔 vor….

    Und wenn madame alexa mich dann endlich verstanden hat, rufe ich noch die pin durchs gelände?!

    Plödsinn, abba echt!
    👀😬

  8. STR sagt:

    Ich sehe die PIN Abfrage per Sprache auch nicht als sehr sicher an. Das kann ja jeder hören, wenn ich den PIN durchsage.

  9. Gast1234 [iOS] sagt:

    Was sagt die Hausratversicherung dazu? Zahlt Sie bei einem Einbruch?

    • Freddy sagt:

      Kann ich dir nicht beantworten. Ich glaube aber kaum, dass ein Einbrecher sich die Mühe macht und dein smartes Türschloss hackt, sondern eher das Stemmeisen nutzt und sich so Eintritt verschafft. Da ist es egal, ob ein Nuki von innen verbaut wurde.

      • Aufpasser sagt:

        Du kannst dir nicht vorstellen was sich Einbrecher für Sachen ausdenken um an die einfachsten Dinge zu kommen. Ist dir klar, dass es derzeit am Markt KEIN (!!!) Autoschloss gibt, was nicht binnen Sekunden geknackt werden kann? Besonders die Keyless-Systeme haben ohne Ende Macken und lassen sich mit wenig Aufwand austricksen. Und das bei einer Branche, die deswegen ständig kritisiert wird und ausreichendes Budget hat, es aber trotzdem nicht gebacken bekommt.

        Wer in Köln wohnt, der kann ja mal zur Security (Int. Fachmesse für Sicherheit) gehen und sich ansehen wie dort, live und in Farbe die Schloßknacker Schlange stehen um sich die neuesten Innovationen zeigen zu lassen. Da gibt es sogar (mindestens) eine Firma, die das nötige Werkzeug, Apps und Tools anbietet um die neuesten Verriegelungen auszutricksen.

  10. michl sagt:

    zu Gast1234 ich würde grundsätzlich sagen ja, da auch ein Einbruch ein Einbruch ist wenn der Einbrecher einen falschen Schlüssel nutzt 😀 aber da hast du durchaus recht ob das nicht als grobe Fahrlässigkeit angerechnet wird?

    aber btt: habe zuerst gedacht wäre sehr praktisch, ich bin aktives Feuerwehrmitglied, geht die Sirene, schreie ich nur schnell Alexa öffne die Türe und bis ich die Schuhe anhabe und an der Haustüre bin ist diese offen. aber wenn ich dann noch auf die Reaktion warten muss und den pin brüllen muss, ist der Zeitvorteil im vergleich zu einem konventionellen schloss direkt hinüber

  11. Twotone sagt:

    Ich würde das niemals nutzen. Habe bei meinem Schwager schon Licht angeschaltet, als er nicht zuhause war: angerufen, der AB ging an, draufgesprochen :“Alexa,…“ Funktioniert!

  12. HDAGOBERT sagt:

    Ich habe NUKI seit Anfang an im Einsatz und bin wirklich super zufrieden. Der Sinn einer Anbindung von Alexa an Nuki erschließt sich mir nicht. Wenn ich die Tür öffnen möchte ohne dort hinzugehen kann ich das auch über die App oder Apple Watch machen.

  13. zeroG sagt:

    Das Risiko entsteht nicht erst bei der Verknüpfung von Nuki mit Alexa. Voraussetzung für diese Verknüpfung ist lt. Beschreibung eine Registrierung bei Nuki Web. Damit kann Nuki über das Netz geöffnet werden. Bedeutet: Wird der Server von Nuki gehackt, stehen alle mit Nuki ausgestatteten Türen offen. Ich weiß zwar was ich für Sicherheitsvorkehrungen bei mir zu Hause habe, aber ich lege nicht die Hand ins Feuer dafür was Nuki mit ihrem Server machen.
    Das Schloss ohne Netzanbindung zu nutzen, also nur über die App, da mag das Risiko überschaubar sein. Ans Netz anschließen würde ich so ein Ding aber keinesfalls.

    • Aufpasser sagt:

      Das irre ist doch, dass es den Smart-Junkies nicht um Sicherheit sondern die Spielerei mit dem Phone geht. Tür, Waage, icht, Glotze, Waschmaschine, Zahnbürste …. alles muss mit dem Phne vernabelt sein. Diese Menschen können nicht mal mehr in Ruhe … sorry .. Kacken gehen. Krank

  14. STR sagt:

    Man kann NUKI auch komplett ohne Bridge nutzen. So mache ich es. Natürlich kann ich dann solche fancy-Features nicht nutzen, aber ich kann es mit Smartphone und automatisch per Annäherung öffnen.

    • zeroG sagt:

      Genau das hatte ich im Sinn als ich das weiter oben schrieb. Wir hatten das Thema schon vor ein paar Tagen. Ohne Bridge ok, aber an das Netz anschließen oder gar an Alexa halte ich für keine gute Idee.

    • STR sagt:

      Ich auch nicht. Da verstehen wir uns ja schon ne Weile 🙂

  15. frisbee sagt:

    Alexa ist der Spion der, alles mithört und in die USA übermittelt.

    Niedrigste Sicherheitsstandards damit möglichst viele Applikationen andocken und zusätzlich Informationen liefern können. Daten sind das neue Gold und Alexa sammelt diese jetzt zuverlässig ein.

    Wie steht eigentlich der europäischen Datenschutz zu Amazons Schnüffel Attacke? Oder sagt man sich dort: selbst Schuld!?

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