RSS-App Reeder noch kostenlos sichern: Baldige Alternative zum Google Reader

Kategorie , , , - von Freddy am 28. Jun '13 um 10:05 Uhr

Reeder ist einer der besten RSS-Reader, die es im App Store zu finden gibt.

Reeder für das iPhoneAm 1. Juli wird der Google Reader beerdigt. Der Service wird eingestellt und somit ist die Hauptfunktion von Reeder (iPhone/iPad/Mac) nicht mehr vorhanden. Der Entwickler versprach pünktlich ein Update zu liefern, allerdings ist die Arbeit doch etwas zu viel. Das Update liegt zwar schon bei Apple, doch vor dem 1. Juli wird es wohl nicht mehr freigegeben.

Genau aus diesem Grund wird Reeder zur Zeit verschenkt. Ihr könnt euch den Download jetzt kostenlos sichern, allerdings wird der Entwickler alle Reeder-Apps ab dem 1. Juli aus dem Store nehmen, da sie dann nicht mehr funktionieren. Vermutlich wird durch das anstehende Update die App reaktiviert, so dass ihr das Update kostenlos laden könnt.

Das Update wird allerdings vorerst nur in der iPhone-Version verfügbar sein. In Version 3.2 wird es dann Feedbin-, Feedly-, Feed Wrangler- und Fever-Support geben. Weiterhin kann man Reeder auch ohne Synchronisation verwenden, als lokalen RSS-Reader.

Neben den neuen Funktionen wird die iPhone-Version auch an das Layout der iPad-Variante angepasst. Wann die Mac- und iPad-Version einen Update unterzogen werden, kann Silvio Rizzi, Entwickler der Reeder-Apps, bisher noch nicht sagen.

Alle Versionen stehen zur Zeit kostenlos zum Download bereit, auch von uns gibt es eine Empfehlung für den tollen RSS-Reader. Wer ab dem 1. Juli nicht auf eine Synchronisation zwischen seinen Geräten verzichten möchte, schaut sich Newsify oder Feedly an. (via)

Kommentare6 Antworten

  1. Ziczac sagt:

    Ah, da bin ich gestern schon drüber gestolpert, dass die plötzlich kostenlos waren. Ich bin ja eher ein Fan von Newsify, aber nicht zwangsläufig von Feedly. Da nun Newsify auf Feedly setzt und ich Feedly schon vorher für den Desktop benutzt habe, nutze ich es auch erst einmal. Wobei ich da positiv überrascht bin, weil sich quasi nichts ändert. Aber nach dem gReader-Debakel, würde ich gerne einen kostenpflichtigen Service benutzen. Feedly hat noch kein Geschäftsmodell.

    Schade ist, dass Newsify (derzeit) nur auf ein Anbieter setzt (Digg soll ggf. auch kommen). Von daher finde ich den Ansatz von Reeder besser, auf mehrere Anbieter zu setzen und dem User zu erlauben, sich den besten auszusuchen. Denn die Karten werden nach dem gReader-Aus neu gemischt, viele Anbieter kommen hoch und bieten teilweise sinnvolle Features an. Doch werden sich nicht alle halten können, geschweige denn kann man jetzt schon absehen, wer für einen selbst am besten ist (sind ja noch alle Beta-Phase). Und wer sich am Ende durchsetzt, steht in den Sternen. Daher braucht man Lieblingsreader höchste Flexibilität. Aber das kann sich bei Newsify ja noch ändern.

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    Apferatscher antwortet:

    Wenn sich praktisch nichts ändert (Newsify schaut genau so aus und funktioniert genau so wie vorher),warum willst Du dann auf einen kostenpflichtigen Dienst umsteigen? Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen.

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    Ziczac antwortet:

    Da nichts dauerhaftes im Leben kostenlos ist, hat Feedly nur drei Möglichkeiten:

    1. Feedly wird ein Werbung-finanzierter Service. Das macht sich aber schlecht mit offenen APIs. Denn über meinen News-Reader sehe ich keine Werbung. Oder man sammelt Nutzerdaten und verkauft die. Ggf. in Kombination mit Zwangswerbung in den Feeds.

    2. Aus “free” wird Freemium. Da Feedly im jetzigen Stadium die Wünsche von 95% der User abdeckt, kann ich mir schwer vorstellen, wie 5% der User durch Premiumdienste den kompletten Service finanzieren sollen.

    3. Verkauf von Feedly und damit die Einstellungen des Dienstes, Integration in Dienstleistungen des Käufers und unabsehbaren Konditionen.

    Das Problem ist, dass Feedly kein Geschäftsmodell hat. Sie versuchen derzeit so schnell wie möglich, möglichst viele Kunden zu bekommen. Das ist in der Startup-Szene immer ein Zeichen dafür, dass man auf Investoren-Suche ist und in möglichst kurzer Zeit, viel Medienaufmerksamkeit und Nutzerzahlen vorweisen kann. Dann bekommt man Kapital. Die Investoren versuchen dann, den Wert der Firma schnell zu steigern, um sie dann Gewinnbringend zu verkaufen. Dabei geht es nicht darum, dass Feedly Gewinn bringt. Dafür hat es kein Geschäftsmodell. Das ist vergleichbar mit Facebook oder besser Instagram. Das kann gut gehen oder komplett in die Hose.

    Ich möchte lieber einen Dienst, der ein ehrliches Geschäftsmodell hat, dem organisches Wachstum und langfristige Entwicklung wichtiger sind. Meine RSS-Reader sind so ziemlich die von mir am häufigsten genutzten Apps täglich. Dienste, wie FeedWrangler, Feedbin oder Newsblur kosten mich im Monat überschaubare $2 und verdienen ihr Geld mit der (Weiter-)Entwicklung und Instandhaltung des Services. Je mehr User dabei sind, je höher die Unterhaltskosten werden, desto mehr Geld kommt auch wieder rein. Ich finde das sehr fair. Und ich muss mir weniger Sorgen machen, dass mein täglich mehrfach genutzter Dienst, irgendwann über Nacht eingestellt wird, weil es nicht ins Portfolio passt oder nicht rentabel ist.

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    Ziczac antwortet:

    Das ist übrigens auch der Grund, warum ich Hipstamatic jeder 89-Cent-Foto-App vorziehe. Wenn ich will, dass der Entwickler weiterhin die App qualitativ supportet, kann ich nicht erwarten, dass das auf Basis von einmalig 89 Ct basiert.

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  2. Darkwing24 sagt:

    Zur Info: das Update von Reeder ist bereits seit gestern Abend verfügbar.

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    Apferatscher antwortet:

    Welches Update? Mac/iPhone/iPad? Bei mir wird noch nichts angezeigt.

    [Antwort]

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