Savedroid: Kostenlose Spar-Management-App will helfen, sich einfach Wünsche zu erfüllen

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Mel 05. September 2017, 18:04 Uhr

Endlich die große Weltreise machen oder das schicke Rennrad kaufen? Wer Geld ansparen will, um sich Wünsche erfüllen zu können, kann einen Blick auf Savedroid werfen.

Savedroid

Savedroid (App Store-Link) ist eine kostenlose App für das iPhone, die mit dem Slogan „Spar dich glücklich“ wirbt und zur Installation auf dem Gerät mindestens iOS 9.0 oder neuer sowie etwa 100 MB an freiem Speicherplatz einfordert. Die Anwendung kann komplett in deutscher Sprache genutzt werden.

„Erfülle deine Wünsche! Ohne ans Sparen zu denken - das macht Savedroid für Dich!“, so bewerben die Entwickler von Savedroid ihre eigene Anwendung im deutschen App Store. „Entscheide selbst, wie und wann Savedroid für Dich Geld zur Seite legen soll - ganz individuell an Dein Leben und Dein Budget angepasst. So kannst du dir endlich Deine Wünsche erfüllen, auf die Du schon lange hin fieberst.“

Um allerdings überhaupt in Savedroid loslegen zu können, ist es vorab notwendig, sich entweder mit einem Facebook-Account oder einer E-Mail-Adresse anzumelden bzw. ein Konto zu erstellen. Im zweiten Fall erhält man per E-Mail einen sechsstelligen Code, den man dann in der App einzugeben hat, um das Konto freizuschalten. Danach fragt Savedroid noch nach persönlichen Informationen wie Vor- und Nachname und Postleitzahl, und will auch, dass man den Geschäftsbedingungen zustimmt.

An diesem Punkt jedoch sorgt Savedroid bereits zum zweiten Mal für Stirnrunzeln. Nachdem ich persönlich bereits die Angabe von Vor- und Nachname sowie meiner Postleitzahl als fragwürdig empfunden habe, ist die Bestätigung der AGB der Punkt gewesen, an dem ich mich aus der App ausgeklinkt habe. So heißt es dort neben einer abzuhakenden Box, „Hiermit stimme ich den Wirecard AGB zu und erkläre, dass ich in eigenem wirtschaftlichen Interesse handle. Weiterhin erteile ich Wirecard ein Lastschriftmandat, um meine Sparbeträge zu übertragen.“

Savedroid arbeitet mit externer Bank zusammen

Mit anderen Worten: Man gestattet der App per Fingertipp die Möglichkeit, Geldbeträge auf ein Savedroid-Sparkonto zu übertragen. Im Einrichtungsprozess kann man vorab festlegen, welche Sparregeln gelten sollen - neben klassischen Regeln wie „Wenn du Geld erhältst, dann spare davon 5%“ gibt es auch witzige und kreative Einfälle wie „Wenn du dein Handy über 30 Minuten am Tag benutzt, dann spare 3 Euro“ oder „Wenn Donald Trump tweetet, dann spare 0,50 Euro“. Die Regeln lassen sich dabei vom Nutzer individuell anpassen, ebenso wie der zu erreichende Geldwert.

Die Macher von Savedroid geben an, dass die Daten des Nutzers „absolut geschützt, dank TÜV-zertifiziertem Datenschutz“ sind: „Sämtliche Zugangs- und Nutzerdaten werden nur auf Servern in der EU gespeichert - natürlich verschlüsselt“, heißt es in der App Store-Beschreibung. „Deine Ersparnisse sind einlagegesichert, dank unserer deutschen Partnerbank Wirecard Bank“. Auch wenn das Sparen durch die direkte Abwicklung der beteiligten Bank einfach und automatisch geschieht, sollte man sich vorab überlegen, ob man seine Daten einem fremden Anbieter anvertraut und möchte, dass automatisch Abbuchungen erfolgen.

savedroid
Entwickler: Savedroid AG
Preis: Kostenlos

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Kommentare4 Antworten

  1. KA sagt:

    Die Idee ist gar nicht so schlecht!
    Und irgendwie muss der Sparbetrag ja aufs Sparkonto kommen!
    Da macht ein Sepa-Lastschriftmandat natürlich Sinn!

  2. Jan Tietje sagt:

    Das gibt es bei den Sparkassen schon lange! Heißt „Klicksparen“ und ist in die Banking-Apps integriert: http://www.klicksparen.de

  3. Christian sagt:

    Grundsätzlich keine so unkreative Idee. Eine gute und einfache Methode ist aber häufig auch, einfach einen Dauerauftrag mit einem Sparbetrag X zu Beginn eines Monats einzurichten – beispielsweise auf ein Tagesgeld Konto – nach dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn“. Ja, Verzinsung kann man vergessen – zumindest auf dem Tagesgeld Konto. Alternativ vielleicht einen ETF besparen – geht bei der comdirect schon ab 25€ monatlich.

  4. Reg sagt:

    Eigene Daueraufträge sind da verlässlicher.

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