Smarte Türklingel ausgepackt: Die Ring Video Doorbell im Kurz-Check (im Angebot)

Fabian Portrait
Fabian 03. August 2017, 10:13 Uhr

Vor einiger Zeit haben wir das Thema bereits angerissen, nun ist erstmals eine smarte Türklingel bei uns gelandet. Wir stellen euch die Ring Video Doorbell vor.

Ring Video Doorbell montiert

Update am 3. August: Das ging schneller als gedacht. Die Ring Video Doorbell ist jetzt auch bei Amazon gelistet und gleich im Angebot. Das Non-Pro-Modell in Silber bekommt ihr inklusive Prime-Versand schon für 155 Euro.

Vor ein paar Monaten habe ich mich bereits gewundert, als die Ring Video Doorbell aus dem Portfolio des Smart Home Online-Shops Tink.de geflogen ist. Wenig später folgt die Erklärung: Der US-amerikanische Hersteller will den Verkauf in Europa selbst in die Hand nehmen und sein Portfolio ab sofort auch direkt in Deutschland anbieten. Nicht nur im hauseigenen Shop, sondern auch bei bekannten Händlern. Gravis und Co. dürften in naher Zukunft mit den smarten Türklingeln versorgt werden, bei Cyberport könnt ihr die smarte Türklingel in den beiden erhältlichen Versionen schon jetzt mit kurzer Lieferzeit vorbestellen.

  • Ring Video Doorbell für 199 Euro (zum Shop)
  • Ring Video Doorbell für 279 Euro (zum Shop)

Ich persönlich interessiere mich ja schon länger für eine entsprechende Lösung, der offizielle Deutschlandstart von Ring kam mir daher sehr gelegen. Als Testgerät habe ich zunächst die mit 199 Euro etwas günstigere Ring Video Doorbell erhalten, später möchte ich aber gerne die Pro-Version installieren, die ein paar zusätzliche Funktionen bietet, dazu aber später mehr.

Der große Vorteil der Non-Pro-Version: Die Türklingel muss nicht zwingend fest mit den Kabeln der bestehenden Klingel verdrahtet werden, sondern kann innerhalb des WLAN-Radius frei an der Wand montiert werden. Die Stromversorgung erfolgt in diesem Fall über einen integrierten Akku, der alle paar Monate aufgeladen werden muss. In meinem Fall eine prima Möglichkeit, das System auszuprobieren.

Ring Video Doorbell

Die Installation ist denkbar einfach: Auf der Rückseite der Ring Video Doorbell wird ein kleiner Knopf gedrückt, um den WLAN-Modus zu aktivieren. Über diesen und die App des Herstellers verbindet man die Kamera mit dem heimischen WLAN. Viel mehr gilt es nicht zu tun, auch wenn es natürlich noch verschiedenste Einstellungen gibt.

So kann man beispielsweise festlegen, ob man nur beim Klingeln oder auch bei Bewegungen in einem frei einstellbaren Radius benachrichtigt werden möchte. In beiden Fällen kann man über die Push-Mitteilung in den Live-Video-Modus wechseln und sogar eine Gegensprechanlage nutzen, selbst wenn man nicht Zuhause ist - die Verzögerung ist sowohl über WLAN als auch im mobilen Datennetz absolut gering. Der große Vorteil bei einer festen Verdrahtung der Ring Video Doorbell: Die herkömmliche Türklingel läutet weiterhin wie gewohnt mit, außerdem wird der Akku nicht benötigt.

Ring Video Doorbell App

Und hier kommen wir direkt zur Video Doorbell Pro, die über keinen integrierten Akku verfügt und damit ein bisschen schlanker ist, dafür aber auch verdrahtet werden muss. Als Bonus gibt es eine 1080p- statt nur "nur" 720p-Auflösung und vier austauschbare Blenden in verschiedenen Farben. Außerdem funkt die Pro-Version auch im 5 GHz-WLAN und bietet noch mehr Möglichkeiten zur Anpassung der Bewegungserkennung. Alle Unterschiede könnt ihr hier nachlesen.

Ich bin jedenfalls gespannt auf die heiße Phase, wenn die Ring Video Doorbell Pro an meiner Hauswand installiert ist, ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Die Vorstellung, nicht immer aus dem Dachgeschoss bis nach ganz unten laufen zu müssen, nur weil "irgendjemand" an der Tür klingelt, finde ich schon klasse. Oder dem Paketboten zu sagen, bei welchem Nachbarn er das Paket doch gerne abgeben darf, wenn man selbst nicht zuhause ist. Ich bin gespannt, wie sich die smarte Türklingel in der Praxis schlagen wird.

Ring - Always Home
Entwickler: Ring.com
Preis: Kostenlos

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Kommentare35 Antworten

  1. Sven-Erik sagt:

    Danke Fabian für den Test! Eine Frage hätte ich mal allgemein, zu hause haben wir eine Fritzbox 7490 und 2 Fritzfone C5, lt Avm kann man ja auf die Fones das Bild einer Türkamera beim klingeln übertragen, klappt das auch mit der Doorbell? Das wäre ein wichtiges Feature für uns. Live aufs iPhone brauche ich nicht incl Monatskosten.

  2. mimo sagt:

    „Die Vorstellung, nicht immer aus dem Dachgeschoss bis nach ganz unten laufen zu müssen, nur weil „irgendjemand“ an der Tür klingelt, finde ich schon klasse. “

    Sich bewegen ist ja auch total ungesund. Habe mit letzens die ferngesteuerte Kloschüssel gekauft (incl. App natürlich) damit ich nicht immer aufstehen muss zum Scheißen.

    • googie sagt:

      😄
      Würde mir auch gerade einfallen, wenn der Postbote ein Päckchen bringen will, ihn über die Sprechanlage zum Nachbarn zu schicken…

    • iwama sagt:

      Wenn Du aber nicht Zuhause bist, kannst Du dem Postboten darüber mitteilen, dass er die Lieferung beim Nachbarn abgeben soll…
      Ich glaube, dass der Dochbodenbezug sich eher auf „Klingelstreiche“ bezieht als auf den Postboten…
      Wobei es auch etwas missverständlich geschrieben ist… 😂

    • Fabian sagt:

      Ich bewege mich lieber an der frischen Luft, als in der eigenen Bude 😉

  3. Geiger sagt:

    Und was läutet bei der Akku Variante?
    Ich sehe in der abgebildeten Packung keinen Klingelton-Empfänger!
    Oder muss zwangsläufig immer ein Phone oder pad mit entsprechender App als Empfänger online sein?

    • iDau sagt:

      Hab ich mich auch schon gefragt – ist das der Taster oder der Gong oder Beides?

    • Fabian sagt:

      Wenn du keine Verdrahtung hast, kannst du dir für 35 Euro einen Ring Chime kaufen. Quasi eine mit dem Ring verbundene Türklingel für die Steckdose.

      • iDau sagt:

        Ok dann mal anders gefragt – wenn ich einen Taster und einen damit verdrahteten Gong habe, was davon ersetzt dann das Ding?

        Grundsätzlich würde ich mich für einen Gong interessieren, der verdrahtet auf einen ganz normalen Taster reagiert und mit eigenen Sounds bespielt werden kann – sowas scheint’s aber nur als Funk-Klingel zu geben 😕

  4. frenne sagt:

    Wird das Gerät an die Wand geschraubt oder geklebt? Ich finde 200€ oder mehr die jeder im Vorbeigehen abrupfen kann auf Dauer etwas zu teuer…

    • Fabian sagt:

      Es wird eine Montageplatte fest mit der Wand verschraubt. Das eigentliche Ring wird dann mit Torx-Schrauben an der Platte befestigt. Kann theoretisch natürlich auch von jedem abmontiert werden, aber das gilt denke ich mal für alle anderen Dinge wie Bewegungsmelder, Lampen und Kameras auch.

    • Sebastian sagt:

      Die Doorbell kann fix montiert werden. Sollte Sie dennoch gestohlen werden, wird sie von Ring kostenlos ersetzt.

  5. igeek sagt:

    Wo kann man denn so ein Testgerät bekommen? 😉

  6. Ghandalf sagt:

    Funktioniert diese Klingel auch mit mehreren Empfängern (Handys) gleichzeitig ? Also kann JEDER im Haus sehen, wer klingelt ?

  7. Phranckb sagt:

    Gerade für 154,83€ bei Amazon zu haben

    http://amzn.to/2uYRFmU

  8. HugoFiffi sagt:

    Gibt es schon den deutschen Webshop der Firma Ring? In den USA ist nämlich schon die Ring Video Doorbell 2 verfügbar!

  9. fubo08 sagt:

    Ihr tut ja gerade zu so, als wäre das was total neues?!
    Mein DoorBird macht das selbe schon seit 1,5 Jahren an meiner Tür.
    Ok, es geht „erst“ bei der Pro Variante los, es gibt keine mit Akku. Aber dafür ist es ein deutscher Hersteller mit Servern in Deutschland!

  10. icarus sagt:

    Gibt es sowas auch für mehrere Wohnungen in einem Haus? Und könnte man damit auch die Tür öffnen?

  11. der ich sagt:

    Ist das Teil auch bezüglich Feuchtigkeit für draußen gut geeignet, denn Deutschland und Wetter und Regen ☔️…

    • Fabian sagt:

      Ich glaube in den USA ist das Wetter zum Teil noch extremer, da würde ich mir keine Gedanken machen. Bei extremer Kälte wäre aber wohl eine Verdrahtung besser als das Teil über den Akku laufen zu lassen. Denke ich mir zumindest 😉

  12. Mike sagt:

    Moin. Danke für den test. Kannst du mir verraten ob bei Bewegung auch Bilder in der App gespeichert oder per Mail versandt werden. WEil: Manchmal schläft man ja auch, wenn grad jemand nachts einbrechen will 😉

    • Fabian sagt:

      Dafür brauchst du das Premium-Abo von Ring. Der erste Monat ist kostenlos beim Kauf der Kamera dabei, danach zahlt man 3 Euro pro Monat oder 30 Euro pro Jahr. Mehr Infos dazu findest du hier: https://ring.com/video-recording

      • Mike sagt:

        Danke dir, hatte inzwischen auch mit dem Support Kontakt. Das Abo macht es natürlich wieder teuer. Da stellt man sich die Frage ob man (sofern es nur um Überwachnung geht) nicht einfach eine Überwachungskamera neben die alte Klingel setzt. Weil da hat man alle Benachrichtigungsarten ohne Folgekosten. *grübel…

  13. Mike sagt:

    Noch eine Nachfrage: Kann es sein dass da gar kein Adapter notwendig ist, also der Strom über den Klingeldraht und den Akku bezogen wird? Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=3RIVK7Dd2fY

    • Fabian sagt:

      Wenn du einen Klingeldraht hast, kannst du die alte Klingel abbauen und einfach durch Ring ersetzen. Ring bekommt dann Strom und lässt deine Klingeln im Haus läuten. Ganz einfach 😉

      • Mike sagt:

        Krass Strom für Klingel UND Kamera nur über das Drähtchen. Das ist natürlich der Kaufgrund. Hast du noch einen Tipp zur Funktionalität (erste Frage). Danke dir.

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