The Side Winder will Probleme lösen: Wie Apple das MacBook-Netzteil verschandelte

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Fabian 13. Oktober 2017, 11:58 Uhr

Früher war selbst das MacBook-Netzteil ein Stück Design. Mittlerweile hat sich das leider geändert. Auch ich bin nur wenig begeistert.

The Side Winder Netzteil

Bis vor einem Jahr konnte ich alle MacBook-interessierten Freunde mit einer ganz kleinen Sache beeindrucken: Dem MagSafe-Adapter, der wohl schon etliche MacBooks vor dem Absturz vom Tisch gerettet hat. Dass Apple im Zuge der Umstellung auf USB-C auf eben dieses Extra verzichten muss, war bereits vorher abzusehen. Aber auch sonst hat man beim Netzteil wirklich nachgelassen.

Während man das Kabel bei der MagSafe-Edition noch problemlos um zwei kleine Plastikclips aufrollen und danach befestigen konnte, gibt es diese Möglichkeit bei den neuen USB-C-Netzteilen nicht mehr. Das Kabel muss manuell um das Netzteil gewickelt werden, was weniger praktisch und vor allem weitaus unästhetischer ist. Ebenfalls ärgerlich: Die in manchen Fällen sehr nützliche Netzteil-Verlängerung ist nicht mehr im Lieferumfang enthalten und muss bei Bedarf für 25 Euro bestellt werden.

The Side Winder hat bei Kickstarter viele Unterstützer gefunden

Spätestens bei Verwendung der Verlängerung ist das Kabel-Chaos im Rucksack oder in der Reisetasche aber vorprogrammiert. Genau diesem Problem will sich ein bereits erfolgreich finanziertes Kickstarter-Projekt annehmen, das ihr noch eine knappe Woche unterstützen könnt: The Side Winder.

Es handelt sich um eine kleine Spindel für alle MacBook Pro und MacBook Air Modelle, in die das Netzteil eingelegt wird, bevor man "am Rad" dreht und die beiden Kabelende, im aktuellen Fall also die zusätzliche Netzteil-Verlängerung sowie das USB-C-Kabel, ordentlich aufrollt.

The Side Winder

Praktisch: The Side Winder erlaubt es, dass Kabel nicht ganz abrollen zu müssen, sollte die Distanz zwischen MacBook und Steckdose das nicht erfordern. Auf der anderen Seite muss man leider auch anmerken: Der zusätzliche Komfort macht das Netzteil zu einem deutlich größeren Klotz.

Falls euch The Side Winder trotzdem gefällt, könnt ihr ihn bei Kickstarter für 25 US-Dollar "vorbestellen". Leider auch bei diesem Projekt schade: Die exorbitant hohen Versandkosten in Höhe von 22 US-Dollar, die aus dem günstigen Zubehör schon fast einen teuren Spaß machen. Inklusive Einfuhrumsatzsteuer kommt man auf einen Preis von knapp 50 Euro, was zumindest meine Schmerzgrenze übersteigt.

Aber wer weiß? Vielleicht lässt Apple seine kreativen Köpfe ja in den kommenden Jahren noch mal mit dem Netzteil spielen und verkauft uns das dann irgendwann als die große Revolution?

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Kommentare5 Antworten

  1. Ollli sagt:

    Noch besser wäre es doch, wenn man das MacBook wireless laden könnte. Beim den neuesten iPhones ist das doch auch möglich.

  2. Mauenheimer sagt:

    Vermutlich würde das das Problem nicht lösen: Das verhältnismäßig schwere/träge macBook liegt auf einer Ladematte, die fest mit einem Kabel verbunden ist. Wenn man nun über das Kabel stolpert, fegt man ziemlich sicher beides vom Tisch…

  3. axeld sagt:

    „Aber auch sonst hat man beim Netzteil wirklich nachgelesen.“ Sollte vermutlich „nachgelassen“ heißen…

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