Umsatz Pro 2014: Einfach gemachte Buchhaltung für Kleinunternehmen und Freiberufler

Kategorie , - von Mel am 01. Feb '14 um 15:16 Uhr

Wer den Schritt in die Selbständigkeit wagt, sieht sich mit vielen Änderungen konfrontiert – zumindest im Finanzbereich kann man sich die Arbeit mit Umsatz Pro 2014 erleichtern.

Umsatz Pro 2014 1 Umsatz Pro 2014 2 Umsatz Pro 2014 3 Umsatz Pro 2014 4

Auch ich stand vor einiger Zeit vor dem Problem, eine passende Buchhaltungssoftware für meine freiberufliche Tätigkeit zu finden. Durch einige Recherchen stieß ich dann auf Umsatz Pro, eine Finanz-App eines unabhängigen deutschen Entwicklers. Unter dem Pseudonym MOApp entwickelt der Berliner Michael Göbel seit nunmehr 10 Jahren hilfreiche Mac-Applikationen für den Alltag von Freiberuflern, Selbständigen und Kleinunternehmen – und das in absolut verständlicher Form, gewürzt mit einer Prise Humor. Umständliches Fachchinesisch wird außen vor gelassen, ebenso wie endlos lange Beschreibungen.

Mit dem neuen Geschäftsjahr ist nun auch eine neue Version der bekannten Umsatz-App veröffentlicht worden. Je nach den eigenen Bedürfnissen des Nutzers lassen sich drei verschiedene Varianten des Programms laden. Die kleinste von allen, Umsatz Mini 2014 (Mac Store-Link), kann im deutschen Mac App Store zum Preis von 28,99 Euro erworben werden. Für die um einige Funktionen erweiterten Versionen Umsatz Standard 2014 und Umsatz Pro 2014 werden 49,00 Euro bzw. 79,00 Euro fällig, sie können allerdings derzeit nur über die Website des Entwicklers bezogen werden. Dort findet sich auch eine Übersicht hinsichtlich der Versions-Unterschiede und Funktionen.

Auf meinem Mac befindet sich seit kurzem Umsatz Pro 2014, das auch auf der MOApp-Website kostenlos als Demo ausprobiert werden kann. Hat man außerdem nicht mehr als 20 Posten pro Abrechnungszeitraum einzupflegen, ist die Nutzung sogar dauerhaft gratis. Mit Umsatz Pro 2014 lassen sich in einer Tabellenansicht einzelne Buchungen, sprich Einnahmen und Ausgaben, übersichtlich anlegen und auswerten. Unterstützt werden dabei sowohl verschiedene Umsatzsteuer-Sätze als auch Kontenrahmen, falls man dem Steuerberater schon vorab einiges an Arbeit ersparen will. Neben einem bereits vorinstallierten Kontenrahmen SKR 04 kann man über einen separaten Download auch ein Set von SKR 03 oder SKR 07 (für Österreich) einpflegen.

Viele Möglichkeiten zur Auswertung in Umsatz Pro 2014

Aber was wäre eine Buchhaltungssoftware ohne Mechanismen zur Auswertung? Hier bietet Umsatz Pro 2014 nicht nur eine Option zur Umsatzsteuer-Voranmeldung mit passenden Kennzahlen zur bequemen Übernahme in Elster-Online-Formulare, sondern auch die Möglichkeit, jederzeit Berichte auszugeben. Neben einer einfachen Umsatzauflistung gibt es Monatsansichten mit einer Auflistung aller Einnahmen und Ausgaben, sowie eine Steuerliste mit Steuerbeträgen, Voranmeldungen und Zahlungen, sowie eine für den Jahresabschluss wichtige Gewinnermittlung mit allen nach Konten sortierten Einnahmen und Ausgaben. In der Umsatz Pro 2014-App kann man diese sogar als CSV-, XML-, PDF-, Excel- oder DATEV-Datei exportieren und damit laut Developer „den Steuerberater beglücken“. Die kleineren Versionen der App unterstützen diesen Export nur teilweise, hier gilt es genau auszumachen, welche Funktionen man benötigt. Ich jedenfalls kann erfreut berichten, dass meine Steuerberaterin bei der Einreichung meiner Berichte für 2013 in Papier- und Dateiform keine Beschwerden geäußert hat.

Natürlich stellt sich für jeden Nutzer auch die Frage, wie die angelegten Informationen gesichert werden, um einen Super-GAU bei Datenverlust zu verhindern. In der Umsatz Pro 2014-Applikation gibt es daher unter anderem die Möglichkeit, automatisierte Backups auf einem NAS-Server oder in der Dropbox zu speichern. Auch ich nutze die letztere der beiden Optionen und habe bislang keine Probleme erfahren.

Alle Funktionen von Umsatz Pro 2014 in diesem Artikel genauer aufzuführen, ist sicherlich nicht in aller Kürze möglich, allerdings profitieren auch User, die ihre Abschreibungen und eine Inventarliste verwalten, ein Kassenbuch führen wollen oder eine Winston-Schnittstelle benötigen, von der großen Version der App. Neben einer Unterstützung für offene Posten und dem Anlegen von mehreren Benutzern oder Firmen lassen sich auch CSV-Formate importieren, ebenso wie Daten aus Dritt-Apps wie GrandTotal, MoneyMoney oder der Rechnungs-Applikation Bill. Letztere stammt ebenfalls vom MOApp-Entwickler und kann zum Preis von 25,99 Euro im Mac App Store erworben werden (Mac Store-Link). In allen Umsatz-Versionen ist außerdem das eBook „Buchhaltung für Selbständige“ integriert, dass aber auch ohne App hier bezogen werden und als kleines Manual für buchhalterisches Hintergrundwissen dient. So oder so – Buchhaltung muss sein. Die Ausgaben für eine der Umsatz-Apps lassen sich übrigens problemlos steuerlich absetzen.

Kommentare14 Antworten

  1. Brado sagt:

    Sry hab jetzt nicht durchgelesen. Gibt es sowas auch fürs iPad ?

    Danke….

    [Antwort]

    Lilly antwortet:

    “Lesen gefährdet die Dummheit”

    [Antwort]

  2. Lilly sagt:

    “Lesen gefährdet die Dummheit”

    [Antwort]

  3. Brado sagt:

    Lilly eine humane Antwort würde schon reichen. Manche Menschen arbeiten. Lesen während der Pause einfach mal kurz durch. Und Doppel Post hilft da dir auch nicht weiter. Danke dir….

    [Antwort]

    Cachehuepfer [iOS] antwortet:

    Nein, DIESE App. Gibt es nicht für’s iPad (wurde auch nicht im Artikel erwähnt).
    Vielleicht wird ja noch eine iPad Variante oder so vorgestellt…

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    ulrichboldt antwortet:

    Und weil manche Menschen hart arbeiten müssen, dürfen sie andere, wohl weit weniger hart arbeitende Menschen, einfach so beschäftigen …

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  4. Kosmonowt [Mobile] sagt:

    Hallo,
    Ab dieser stelle möchte ich nochmal das Programm steuerTipps anpreisen, welches mir sowohl bei Buchhaltung als auch bei Umsatzsteuererklärung uswusf hilft. Für etwa denselben Preis erhältlich – und um einiges mächtiger. Aber auch großartig für die buchhaltung.

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  5. Cachehuepfer [iOS] sagt:

    Habe da auch noch eine frage (zur Synchronisierung)
    Da man ja eh ein Backup in der Dropbox macht, kann dies dann auch in einem Freigegeben Ordner gespeichert werden?
    Also so, das jetzt ZWEI Leute damit Arbeiten können, und das dann so praktisch “synchronisiert” wird..?
    (Oder hab ich das falsch verstanden mit “in Dropbox speichern” verstanden? Kenne mich auch nicht so gut mit Dropbox aus)
    Danke schonmal :-)

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    Mel antwortet:

    Puh, so eine Konstellation habe ich zumindest noch nicht gehabt. Was du in der Pro-Version des Programms aber auf jeden Fall machen kannst, ist die Verwaltung von mehreren Benutzern oder Firmen. Du strebst aber eher einen einzigen Account an, der dann von mehreren Personen verwaltet wird, oder? Normalerweise legt man einfach den Account an und konfiguriert den Ort, an dem das Backup und der Sync stattfindet, beispielsweise der Dropbox-Ordner. Danach ist es meiner Ansicht nach egal, wie viele Menschen mit dem Programm arbeiten, denn der Speicherort wurde ja festgelegt. Oder soll von verschiedenen Rechnern auf einen Account zugegriffen werden?

    Schreib ansonsten doch einfach mal den Entwickler an, der müsste dir dazu mehr sagen können – und antwortet meiner Erfahrung nach immer blitzschnell und kompetent.

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    Cachehuepfer [iOS] antwortet:

    Ok, trotzdem vielen Dank für die Rückmeldung/Antwort. :-)

    [Antwort]

  6. Peters sagt:

    Zu erwähnen währe noch, dass die Software nur ein Jahr vollständig zu verwenden ist. Danach muss dann eine neue Version gekauft werden. Erwähnt wird das nicht.

    Der Entwickler fühlt sich durch Anfragen per E-Mail genervt und regiert sehr rüde! Für eine Software die man als Gewerbetreibender benutzt ist so etwas nicht tragbar.

    AGB oder einen Softwarelizenzvertrag gibt es nicht

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    Mel antwortet:

    Ich kann nur sagen, dass meine Erfahrungen mit E-Mail-Kommunikation durchweg positiv sind.

    Und ja, es stimmt, dass die App jährliche kostenpflichtige Versions-Sprünge macht. Allerdings können Käufer, die eine Version nach Juli des Jahres gekauft haben, das große Update zum neuen Jahr kostenlos bekommen, auch alle Besitzer der App bekommen das Jahresupdate günstiger.

    Abgesehen davon werden mit jedem Jahresupdate neue Funktionen nachgereicht, z.b. in diesem Jahr u.a. ein DATEV-Export. Auch andere Finanzsoftware fordert eine jährlichen Obolus – ein Beispiel ist das WISO Steuer-Sparbuch. Und: Als Freiberufler/Selbständiger kann man die Kosten für die App komplett absetzen. Daher kann ich die Kritik nicht ganz nachvollziehen.

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    Peters antwortet:

    Die App macht nicht nur “kostenpflichtige Versions-Sprünge “.

    Sie funktioniert nach einem Jahr einfach nicht mehr!

    Es lassen sich keine Buchungen mehr für eine neues Jahr anlegen. Somit kann sie nicht mehr verwendet werden!!!!

    Das erwähnt der Entwickler an keine Stelle.

    Selbst beim Nachfragen per E-Mail will er damit nicht so richtig rausrücken. Er drückt sich um einen exakte Antwort. So reagiert dann der Entwickler “.. antwortet man nicht mehr, in der Hoffnung, dass sie es kapieren, dass man sehr gut ohne sie leben kann..”. Das geht überhaupt nicht!

    Mel – es geht ja wohl nicht ums absetzen oder um die Kosten. Der Entwickler verschweigt einen wichtigen Punkt und will einem im Prinzip ein Abo unterjubeln. So geht das nun mal nicht.

    ABG und Softwarelizenzvertrag gibt es von diesem Herrn auch nicht. Das ist schon nicht mehr seriös.

    [Antwort]

    Mel antwortet:

    Ich kann mich auch nur wiederholen: Ich habe sowohl was das Programm, als auch den Mail-Support angeht, nur gute Erfahrungen gemacht. Das, und nichts anderes, habe ich bislang auch so kommuniziert.

    Da “der Herr” seine Apps auch seit Jahren im Mac App Store vertreibt, kann er nicht sehr unseriös sein – Softwarelizenzvertrag hin oder her. Wer das unbedingt braucht, um nachts ruhig schlafen zu können, nutzt dann halt ein anderes Programm. Jeder so, wie er mag.

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