Abseits von Apple: Wissenschaftlicher Taschenrechner NumWorks soll Lust auf Mathe machen

Während meiner Schuljahre zählte der Mathematik-Unterricht fortlaufend zu den größten Qualen. Vielleicht wäre es mit NumWorks anders gelaufen?

NumWorks 1

Auch wir wagen zwischendurch immer wieder gerne einen Blick über den Tellerrand und schauen uns gerne in der innovativen und höchst interessanten Technik- und Gadget-Welt um. So flatterte uns nun eine Pressemitteilung von NumWorks ins E-Mail-Postfach, in der der neue wissenschaftliche Taschenrechner des selben Namens vorgestellt wurde. Der Hersteller verspricht mit dem neuen grafischen Rechner nichts Geringeres, als „grafische Taschenrechner zu revolutionieren“.

So heißt es in der Pressenachricht, „Ergonomisch, offen, aufrüstbar und proaktiv, wurde der NumWorks Grafikrechner im Jahr 2017 mit den Technologien von 2017 entworfen. Es macht das mathematische Lernen für Lehrer, Studenten und Geeks einfacher. NumWorks ist für alle gedacht, die einen Taschenrechner benötigen, der die gehobenen Anforderungen von Matheaufgaben in Oberstufe und Universität erfüllt.“

Wie NumWorks berichtet, ist der überraschend große Markt für wissenschaftliche Taschenrechner – mit geschätzten vier Millionen verkaufter Exemplare pro Jahr allein in den USA – gegenwärtig zwischen zwei großen Unternehmen aufgeteilt, die ihre Geräte bereits in den 1990ern designten. Dabei handelt es sich aller Voraussicht nach um die Firmen Casio und Texas Instruments, die mit ihren Grafikrechnern auch im Onlinehandel, beispielsweise bei Amazon, sehr präsent sind. NumWorks will mit dem eigenen Produkt einen neuen Weg gehen und legt neben einem verständlichen Menü und Bedienung Wert auf Transparenz: Der Rechner setzt auf Open Source und baut darauf, das System kontinuierlich mit Hilfe der Community weiterzuentwickeln.

Nur 170 Gramm schwer und gerade einmal 1 cm Dicke

NumWorks 2

Der NumWorks-Taschenrechner verfügt über ein hierarchische Tastatur mit drei großen thematischen Zonen (Navigation, erweiterte Funktionen, numerische Tasten), um für Übersicht und einfache Navigation zu sorgen, sowie ein Farbdisplay mit 262.144 Farben. Im Lieferumfang des nur 170 Gramm schweren und mit 1,02 cm dünnsten Grafikrechners am Markt befindet sich außerdem ein gelbes MicroUSB-Kabel, um den integrierten Akku des Taschenrechners aufladen zu können. Dieser soll mit einer Ladung über eine Nutzungszeit von mehr als 20 Stunden verfügen.

Auf der Website von NumWorks kann der gleichnamige Taschenrechner in einem Online-Simulator mit mehreren vorinstallierten Programmen ausprobiert werden, darunter trigonomische Funktionen, Statistik und Arithmetik. Dort lässt sich selbiger auch kaufen: Abgesehen vom Preis von 79,99 Euro gibt es einen kostenlosen 48-Stunden-Versand in alle europäischen Länder.

Kommentare 7 Antworten

  1. Taschenrechner, der nach 20h Nutzung, geladen werden muss. juchhu noch ein Gerät, dass ständig ans Netz muss….für den schulischen Einsatz so völlig ungeeignet und die meisten anderen nutzen wohl eher ein tablet oder pc

    1. In NRW ist die Nutzung eines grafischen Taschenrechners in der Oberstufe Pflicht, auch wenn jedes Handy das mit entsprechender App besser könnte.

      1. @mayqueen

        vermutlich hast Du Recht, wenn Du sagst, dass die meisten Handys mit der entsprechenden App das genauso gut oder besser hinbekommen würden. Mich würde das Smartphone aber irgendwann mit anderen Apps vom Wesentlichen abhalten.

        Rechne deshalb mit einem TI-NSpire CX CAS, den habe ich mir zugelegt, um lineare Gleichungen zu lösen. Im Nachhinein betrachtet ist die Funktionalität für mich ein wenig überdimensioniert aber er lenkt mich auch nicht ab. Zudem lässt er mich Sequenzen grafisch verfolgen.

        Um jedoch auf den Punkt zu kommen, ein kleiner wissenschaftlicher Casio hätte es auch getan.

    2. 20Std Betriebszeit ?
      Damit ist das Gerät vollkommen disqualifiziert….. zumindest stimmt der Werbetext …. Technik von 2017, da scheint man solche Laufzeiten problemlos an den Kunden zu bekommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de