Besseres Schreiben mit Google Docs: Einführung von Grammatikvorschlägen

Die neue Funktion basiert auf künstlicher Intelligenz.

Wenn die nächste Deadline vor der Tür steht oder bereits angeklopft hat, kommt der obligatorische Rechtschreib- und Grammatik-Check oftmals zu kurz. Dieses Problem kennen wohl so ziemlich alle Menschen, die regelmäßig Texte verfassen, zudem gibt es Debatten darüber, welche Wortwahl richtig oder im jeweiligen Fall angemessen erscheint. Google will kreativen Schreibern nun unter die Arme greifen und plant eine Einführung von Grammatikvorschlägen in Google Docs.

Google Docs (App Store-Link) ist das Pendant zu Apples Pages und agiert als Textverarbeitungs-App, die sich auch in einer Webversion auf jedem Rechner nutzen lässt und darüber hinaus das gemeinschaftliche Arbeiten von mehreren Personen an einem Dokument erlaubt. Nachdem Google die angekündigten Grammatikvorschläge bereits im letzten Jahr in Google Cloud Next eingeführt hat, soll diese Funktion nun auch ihren Weg in Google Docs finden. Eine Rechtschreibprüfung hat Google bereits seit mehreren Jahren in die eigene Textverarbeitungs-Anwendung integriert.

„G Suite Basic-, Business- und Enterprise-Kunden werden beim Eingeben in ihre Dokumente eingebettete, kontextabhängige Grammatikvorschläge sehen, genau wie die Rechtschreibprüfung“, heißt es dazu von Seiten Googles in einem Artikel. „Wenn Sie einen Grammatikfehler gemacht haben, erscheint während des Schreibens unter der Phrase eine geschwungene blaue Linie. Sie können den Vorschlag annehmen, indem Sie mit der rechten Maustaste darauf klicken.“

Maschinelle Übersetzung und automatische Vorschläge

Google führt im Artikel Beispiele wie die Wörter „affect“ und „effect“ oder auch „their“ und „there“ an, aber auch Anwendungsbeispiele wie die korrekte Verwendung von Präpositionen oder der richtigen Zeitform, bei denen die Grammatikvorschläge helfen können. „Weil diese Technologie direkt in Google Docs integriert ist, brauchen Sie sich nicht auf Dritt-Apps verlassen, um diese Arbeit zu erledigen“, berichtet das Google-Team.

Um die Grammatikvorschläge umzusetzen, bedarf es, anders als bei simplen Rechtschreibprüfungen, komplexerer Technologien. „Wir verwenden eine maschinelle Übersetzung, um ein Modell zu erstellen, das die Komplexität und Nuancen der Grammatikkorrektur berücksichtigt“, so Google. „Durch die maschinelle Übersetzung können wir Fehler erkennen und Korrekturen vorschlagen, wenn die Arbeit erledigt ist. Wir haben eng mit Linguisten zusammengearbeitet, um die Regeln für das maschinelle Übersetzungsmodell zu entschlüsseln, und verwendeten dies als AI-basierte Grundlage für automatische Vorschläge in Ihren Dokumenten.“ Die neue Funktion wird ab heute in Google Docs ausgerollt werden.

Google Docs
Google Docs
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

Kommentare 2 Antworten

  1. Früher konnten die Menschen ohne elektronische Unterstützung wesentlich besser schreiben. Das betrifft sowohl die Rechtschreibung als auch Grammatik und Stil.
    Gerade eben treibt mich die Rechtschreibprüfung wieder in den Wahnsinn, wenn in meinem Kommentar daher Fehler sind oder sonstiger Unsinn steht, war es jene.

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