CES 2019: Netatmo zeigt intelligente Videotürklingel mit HomeKit

Markteinführung im zweiten Halbjahr geplant

Der Markt der wirklich smarten Türklingeln ist aktuell noch relativ überschaubar: Amazon ist mit Ring auf dem Markt vertreten, Google bietet seit dem vergangenen Jahr seine Nest Hello auch in Deutschland an. Im zweiten Halbjahr 2019 gibt es für die beiden etablierten Hersteller einen neuen Konkurrenten: Netatmo hat seine smarte Türklingel auf der CES vorgestellt. Der zurückhaltende Name: Netatmo Intelligente Videotürklingel.

„Mit der Intelligenten Videotürklingel wird kein Besucher und kein Paket mehr verpasst. Sie ist zudem die beste Antwort auf den wachsenden Bedarf an Lösungen zur Sicherung des Hauseingangs“, sagt Fred Potter, Gründer und CEO von Netatmo. „Wie bei unseren anderen Produkten haben wir auch die Intelligente Videotürklingel basierend auf Überlegungen entwickelt, die ein bestmögliches Smart-Home-Erlebnis garantieren: Es ist ein nützliches und zuverlässiges Produkt mit durchdachten Benachrichtigungen, das den Datenschutz unserer Kunden gewährleistet und das nicht veraltet.“

Kein Abo und keine weiteren Kosten

Natürlich beherrscht auch das Modell von Netatmo alle Funktionen, die man von einer smarten Türklingel erwarten kann: Wenn jemand an der Tür klingelt, erhält man einen Videoanruf auf dem Smartphone und kann auf den Besuch reagieren. Zudem gibt es auch Alarmmeldungen, wenn vor der Haustür Bewegungen erkannt werden. Dabei setzt Netatmo auf seine bereits in anderen Produkten eingebaute Personenerkennung zurück.

Was wir aber noch bemerkenswerter finden: Netatmo verzichtet bei seiner Videotürklingel kommt auf ein Abo und weitere Kosten. Videos werden auch nicht in der Cloud gespeichert, wie es bei Google und Amazon der Fall ist. Stattdessen kann man die aufgezeichneten HD-Videos auf einer microSD-Karte speichern oder alternativ in die eigene Dropbox oder auf einen eigenen FTP-Server hochladen.

Auch die Installation soll einfach sein: Die Netatmo Videotürklingel ersetzt eine bestehende verdrahtete Türklingel und lässt weiterhin den Gong im Haus läuten. Spannend wird allerdings, ob es Netatmo schafft, das Produkt mit den hier in Deutschland üblichen Klingeltrafos kompatibel zu machen, die meist nur 6 bis 12 Volt Spannung liefern. 

Auch eine HomeKit-Unterstützung ist mit dabei

Mit der Integration in HomeKit kann die Kamera nicht nur intelligente Benachrichtigen senden und per Siri gesteuert werden, sondern erlaubt auch Automation mit anderen HomeKit-Produkten. So kann man beispielsweise bestimmtem Lampen aufleuchten lassen, sobald sich jemand der Tür nähert. Ebenso wird es eine Anbindung an den bekannten Internet-Dienst IFTTT geben.

Nur eines will uns Netatmo zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht verraten: Den Preis. Die Videotürklingel wird sicherlich etwas mehr Kosten, als die Ring-Produkte und möglicherweise auch die Nest Hello überbieten – dafür aber eben ohne Folgekosten.

Kommentare 6 Antworten

  1. Warum werden diese Art Klingeln fast immer nur für Einfamilienhäuser konzipiert? Es gibt so viele Zweifamilienhäuser und ich habe keine Lust aber auch keine Fläche um mir zwei einzelne Klingeln anzubringen.
    Ein weiteres Problem ist oft auch die Anbindung an einer bestehenden Installation im Altbau, Stichwort Eindrahtlösung aus den 50/60ger Jahren, je eine Ader für eine Klingel und eine gemeinsame für den Türöffner.

  2. Wird man hiermit auch den Türöffner bedienen können und übers Smartphone aufdrücken können?
    Diese Funktion unterstützt zur Zeit ja leider kaum ein Gerät bis auf Doorbird und ein Abus System

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