Am vergangenen Freitag hat Apple die AirPods 5 ausgeliefert. Auch wir haben die Kopfhörer der fünften Generation ausprobiert und wollen euch heute von unseren Erfahrungen berichten. Wie schlagen sich die AirPods im Alltag, welche Verbesserungen gibt es im Vergleich zu den Vorgängern und wie unterscheiden sich die beiden Modelle?
Apple verkauft die AirPods 5 in zwei verschiedenen Varianten. Für 149 Euro bekommt ihr das Basis-Modell, die Premium-Version kostet „nur“ noch 169 Euro. Wir blicken kurz zurück: Die AirPods 4 ohne ANC haben 149 Euro gekostet, die AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung gab es für 199 Euro.
AirPods 5 deutlich besser ausgestattet als die vierte Generation
Prinzipiell kann man sagen, dass die AirPods in diesem Jahr rund 50 Euro günstiger geworden sind. Denn bisher war nur das teurere Modell mit einer aktiven Geräuschunterdrückung ausgestattet. Die gibt es nun auch bei der Basis-Variante, die ja nur 149 Euro kostet. Definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.
Aber was bekommt man für 20 Euro mehr noch alles geboten? Das Premium-Modell für 169 Euro bietet zusätzlich nicht nur ein kabelloses Ladecase zum Aufladen auf Qi-Ladeflächen, sondern auch eine „Wo ist?“-Integration für das Case, Touch-Flächen zur Lautstärkesteuerung an den „Stängeln“ und eine etwas bessere Akkulaufzeit. Das sind vier Dinge, die ich für den kleinen Aufpreis auf jeden Fall mitnehmen würde.
AirPods Pro 3, Anker Sleepbuds oder doch die AirPods 5?
An Kopfhörern mangelt es bei mir, vor allem natürlich beruflich bedingt, nun wirklich nicht. Ausgerechnet das Top-Modell von Apple habe ich in der ganzen Zeit nicht wirklich lieb gewonnen. Obwohl Apple die Silikon-Aufsätze der AirPods Pro 3 verbessert haben will, halten die In-Ears in meinen Ohren deutlich weniger gut. Insbesondere auf einer Seite fallen die Kopfhörer immer wieder heraus.
Daher bin ich für meinen Alltag, ganz egal ob tagsüber im Zug oder auch mal abends im Bett, schon vor einiger Zeit auf die Soundcore Sleep Buds A30 umgestiegen. Die Kopfhörer von Anker bieten zwar nicht unbedingt den allerbesten Klang, tragen sich aber absolut wunderbar. Selbst mit einem Ohr auf dem Kissen liegend stören die kleinen Kopfhörer kaum. Nicht zu vergleichen mit AirPods, egal welche. Zwei Dinge fehlen mir bei den Schlafkopfhörern im Alltag aber trotzdem: Es sind keine Mikrofone integriert und der Wechsel zwischen Geräten ist müßig.
Im Apple-Kosmos sind die AirPods einfach unschlagbar
Genau hier sind die AirPods 5 natürlich eine Macht. Man muss sich einfach um nichts kümmern. Einmal mit dem iPhone gekoppelt, verbinden sich die AirPods Tage später automatisch mit dem Mac mini, wenn man am Schreibtisch sitzt, sie einsetzt und Apple Music startet. Und unterwegs mal eben für ein Zoom-Meeting auf das MacBook umschwenken? Ebenfalls absolut kein Problem. Es macht einfach Spaß, dass man sich nicht um den Gerätewechsel kümmern muss.
Während man vor ein paar Jahren quasi gar nichts einstellen konnte, sind in den iOS-Einstellungen mittlerweile einige interessante Optionen für die AirPods zu finden. Adaptiver Wechsel zwischen Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus, Anpassung der Steuerung an den Stängeln, ein 3-Band-Equalizer oder Live-Übersetzungen. Es gibt ziemlich viel zu entdecken, wobei das natürlich nicht nur explizit auf die AirPods 5 zutrifft.
Aber wie klingen sie denn nun, die AirPods 5?
Für mein wenig geschultes Ohr klingen die AirPods 5 in den Standardeinstellungen ziemlich ordentlich. Der Klang ist klar, der Bass eher dezent gehalten. Stimmen lassen sich auch in rockigeren Liedern noch sehr gut heraushören. Solltet ihr in dieser Hinsicht noch eine genauere Beschreibung wünschen, schaut am besten bei Audio-Experten wie HiFi.de vorbei.
Und was den eher dezenten Bass angeht, ist der oben bereits erwähnte Equalizer eine gute Lösung. Was ich dabei richtig klasse finde: Die aktuelle Wiedergabe wird mitsamt der Frequenzen im Equalizer visualisiert. So kann man noch einfacher und besser erkennen, wie sich Veränderungen auf die Wiedergabe auswirken.
Und dann wäre da ja noch die Geräuschunterdrückung, die laut Apple Maßstäbe für Open-Ear-Kopfhörer setzen soll. Ich kann nach einigen Fahrten in der Straßenbahn bestätigen: Hier hat Apple wirklich nicht übertrieben. Wenn man bedenkt, dass das Design der AirPods relativ offen ist und man sich keine In-Ears tief ins Ohr steckt, die schon passiv sehr viel ausblenden, dann ist das Ergebnis wirklich richtig gut. Vor allem dann, wenn gleichzeitig noch ein bisschen Musik läuft. Die Umwelt kann man dann wirklich sehr gut ausblenden. Die fehlende passive Isolierung macht sich dafür im Transparenzmodus sehr positiv bemerkbar. Hier fällt es kaum noch auf, dass man überhaupt einen Kopfhörer im Ohr trägt.
Ich glaube, wir werden gute Freunde
Ich hatte ja bereits angemerkt, dass ich mich mit den Silikonstöpseln der AirPods Pro 3 in den vergangenen Monaten nicht wirklich anfreunden konnte. Und je länger ich die AirPods 5 jetzt verwende, desto besser gefallen sie mir. Ja, nach Stunden der Nutzung macht sich das harte Design durchaus etwas bemerkbar. Und es lässt sich auch nicht anpassen – entweder sitzen die AirPods 5 gut oder ihr könnt sie direkt wieder zurückgeben.
Nur eine Sache ist mir bei den AirPods 5 ein bisschen seltsam vorgekommen: Der rechte Ohrhörer lässt sich deutlich schlechter aus dem Case entnehmen, vor allem wenn der linke Stöpsel noch im Ladecase steckt. Mein Workaround: Einfach immer den linken Kopfhörer als erstes entnehmen, das funktioniert deutlich besser.
Ich erinnere mich noch gut daran, dass die allerersten AirPods in meinem rechten Ohr immer wieder rausgerutscht sind und sich auch merklich härter angefühlt haben. Das hat sich bei der fünften Generation definitiv geändert. Und so werde ich die AirPods 5 wohl neben meinen Schlafkopfhörern für den Einsatz im Alltag behalten – und meine AirPods Pro 3 abgeben.
- AKTIVE GERÄUSCHUNTERDRÜCKUNG – Die AirPods 5 bieten verbesserte Aktive Geräuschunterdrückung, um Umgebungsgeräusche zu reduzieren.
- HÖR, WAS UM DICH HERUM PASSIERT – Adaptives Audio kombiniert die Aktive Geräuschunterdrückung und den Transparenzmodus für das beste...




Würde sie mir gerne zulegen, aber leider halten sie in meinen Ohren einfach nicht. Nicht die Ohren an sich, aber meine Gehörgänge sind einfach zu weit/groß. Ich bleibe erstmal bei den Pro 2.
Wie findest du denn die Lautstärkensteuerung?
Ich finde sie recht hakelig?
Man muss wirklich von unten bis oben durchstreifen, sie ist also nicht so sensibel wie auf meinen Airpods Pro (2).
Bei dir auch so?
Genau das Szenario wie bei mir. Die AirPods Pro halten nicht lange. Ich muss den Sitz immer wieder korrigieren und „nachdrücken“. Aus diesem Grund habe ich mir die AirPods 4 mit ANC gekauft und war sofort begeistert. Halt und Klang können überzeugen. Beim Sport halten die AirPods perfekt und das Gefühl keine verschlossenen Ohren zu haben empfinde ich auch als angenehmer. Sollten die 4er sich irgendwann mal verabschieden, werden die 5er folgen.
Wenn die AirPods in den Ohren nicht gut sitzen und herausfallen, dann kann man sich Otoplastiken dafür machen lassen. Diese werden anstelle der Silikonaufsätze an die AirPods montiert. Es gibt dafür 2 Wegen: Entweder macht der Hörgeräteakustiker die Passform, so wie sie das auch für Hörgeräte machen, für die Teile, die man dann selbst an einen Hersteller für Otoplastiken schickt oder der Hörgeräteakustiker erledigt das komplett. Diese Otoplastiken werden für fast jeden In-Ear-Kopfhörer gemacht. Zuletzt habe ich dafür 165 € gezahlt. Aber es lohnt sich. Der Klang wird besser und die Geräuschunterdrückung auch.
Das ist preislich schon ne Hausnummer aber wenn es passt lohnt es sich am Ende wahrscheinlich schon. Werde ich mir mal für später abspeichern. Danke für den Tipp
Ergänzung: Ich denke, dass die Otoplastiken nur für Kopfhörer gemacht werden können, die auch Aufsätze haben.
Kurze Praxis-Frage: Was machst Du mit den Plastiken, wenn die AirPods 2 gerade in Deinem Ohr sind?
… gerade nicht …
Ich begreife nicht ganz, was dieses „adaptive Audio“ sein soll. Es kombiniert die Geräuschunterdrückung mit der Transparenz, und was bewirkt das nun ?
Musst Du einfach mal anschalten und durch die Stadt laufen. Es passt die Geräuschunterdrückung an die Umgebung an. Mal mehr, mal weniger…