Fliegender Zollstock: Ist das digitale Maßband wirklich alltagstauglich?

Mit dem iPhone einen Winkel messen? Überhaupt kein Problem. Was der „Fliegende Zollstock“ noch kann, haben wir für euch getestet.

Fliegender Zollstock 2

Die aktuell 1,99 Euro teure Applikation „Fliegender Zollstock“ (App Store-Link) tummelt sich gerade in der Top 10 der meistgekauften Applikationen. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um einen digitalen Zollstock, der zudem auch als Maßband, Winkelmesser und Goniometer fungiert. Wie genau das funktioniert und ob der digitale Zollstock alltagstauglich ist, haben wir für euch herausgefunden.

Das ganze klingt nach Magie – ist es aber nicht. Die Applikation macht von der Größe des Geräts sowie vom Gyroskopsensors Gebrauch und ermittelt dadurch die Länge oder den Winkel. Bevor ihr die erste Messung startet, müsst ihr iPhone oder iPad kalibrieren, in dem ihr es in verschiedenen Postionen auf den Tisch legt oder senkrecht oder waagerecht aufstellt.

Wer nun einen Abstand messen möchte, hat diverse Möglichkeiten. Ihr könnt das iPhone auf den Tisch oder Boden legen, richtet das digitale Lineal aus, hebt dann das iPhone an und schiebt es möglichst ohne viel Bewegung weiter. Beim Absetzen wird die Strecke gemessen und das Ergebnis angezeigt. Wer möchte kann auch ohne digitales Lineal messen, wenn es sich um größere Abstände handelt.

Fliegender Zollstock 2

Des Weiteren kann der „Fliegende Zollstock“ Winkel messen. Dazu legt man das iPhone wieder an die entsprechende Stelle und schiebt es dann entsprechend weiter. Auch hier kann man das Gerät entweder nach rechts oder links verschieben, zudem kann es auch geneigt werden. So können Winkel auf Oberflächen oder auch zwischen Oberflächen gemessen werden. Über das kleine Fragezeichen-Symbol lässt sich zudem eine Anleitung aufrufen, um möglichst genaue Ergebnisse zu erzielen.

Sind die Ergebnisse zufriednestellend?

Doch wie genau sind die Messergebnisse denn jetzt? Laut Angaben der Entwickler liegt die Fehlerquote selten über 3 Prozent. In unserem Test hat die Winkelmessung wirklich sehr gut funktioniert, das digitale Maßband hat hingegen immer wieder ungenau Werte angezeigt. Bei einem Abstand von 25 Zentimetern wurde mir beispielsweise 27 Zentimeter angezeigt.

Der „Fliegende Zollstock“ funktioniert ganz gut, eignet sich allerdings nur für eine grobe Einschätzung. Einen richtigen Zollstock kann die Applikation nicht ersetzen, wer auf korrekte Messungen angewiesen ist, sollte definitiv zum herkömmlichen Maßband greifen. Wer hingegen nur eine ungefähre Zahl benötigt, kann mit dem „Fliegenden Zollstock“ eine gute und relativ genaue Messung nur mit Smartphone oder Tablet anfertigen.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, könnte sich auch MagicMeasure ansehen. Mit der App können Möbel, Fenster und andere Gegenstände ausgemessen werden. Mit der App RoomScan könnt ihr sogar einen Grundriss einfach per App erstellen.

So funktioniert „Fliegender Zollstock“


(YouTube-Link)

Kommentare 10 Antworten

  1. Bezieht sich die Angabe „funktioniert gut“ offenbar nur auf den reinen Vorgang des Messens? Die Messungenauigkeit von bis zu 3% disqualifiziert die App, sie funktioniert dann doch wohl nicht – oder wie oder was?

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