Hanx Writer: Schauspieler Tom Hanks kreiert iPad-Texteditor im Schreibmaschinen-Stil

Dass der gute Tom Hanks nicht nur filmisch eine gute Figur macht, sondern mit seiner App Hanx Writer jetzt auch im App Store vertreten ist, hätte ich so nicht erwartet.

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Hanx Writer (App Store-Link) ist just im deutschen App Store erschienen und kann dort zunächst gratis auf das iPad geladen werden. Für die Installation der Neuerscheinung sollte der potentielle User 23 MB an Speicherplatz auf dem Apple-Tablet freihalten und zudem auch mindestens über iOS 7.0 oder neuer verfügen.

In einer kleinen Einleitung begrüßt der Schauspieler Tom Hanks seine neuen Nutzer mit einem kurzen Statement, warum er sich dazu entschieden hat, eine App wie Hanx Writer in Zusammenarbeit mit dem Developer-Team von hitcents.com zu kreieren. So wie es scheint, ist der gute Mann seit jeher ein großer Freund, wenn nicht gar ein Liebhaber von klassischen Schreibmaschinen. In der heutigen Welt ist das „Klack-Klack“ der Anschläge mittlerweile völlig verloren gegangen, und so entschied sich Hanks, ein Schreibmaschinen-Gefühl auf neumodischen Geräten wie dem iPad zu vermitteln. Das Ergebnis ist Hanx Writer.

In der App findet sich daher eine Auswahl von „Hanx Writers“, einer Sammlung von verschiedenen Schreibmaschinen mit unterschiedlichen Features, die dem User durch ihre speziellen Eigenschaften das Gefühl geben sollen, eine echte Schreibmaschine unter den Fingern zu haben. Die Prime Select gibt es kostenlos, die 707 und die Golden Touch können per In-App-Kauf erstanden werden. Alternativ lässt sich ein Gesamtpaket, in dem auch der Komfort durch zusätzliche konfigurierbare Hintergründe, Titelseiten, Textausrichtung und der Verwendung von mehreren Dokumenten – in der Gratis-Version kann nur ein Dokument bearbeitet werden – deutlich erhöht wird, zum Preis von 4,49 Euro erstehen.

Hanx Writer kann noch kein Deutsch

Bei meinen ersten Versuchen mit der Prime Select-Schreibmaschine war ich überrascht über die fließende und einfache Bedienung der Tastatur. Besonders spannend wird es, wenn man die Lautstärke des iPads auf das Maximum erhöht und die knackigen Anschläge sowie das liebliche „Kling!“ am Ende jeder Zeile quasi in Original-Lautstärke vernimmt.

Nutzer aus Deutschland müssen allerdings leider mit dem amerikanischen Tastaturlayout Vorlieb nehmen, bei dem die „z“- und „y“-Tasten vertauscht sind. Und im Zuge dessen wurde auch auf die Einbindung von Umlauten von ä, ö und ü verzichtet, so dass man beim Tippen auf die Abwandlung „ae“, „ue“ und „oe“ angewiesen ist. Für wirklich professionelle Texte eignet sich der Hanx Writer daher im deutschsprachigen Raum noch nicht wirklich – aber ich bin mir sicher, dass auch der Erfinder die App mit einem Augenzwinkern sieht.

Für neumodischen Komfort beim Anfertigen von Texten sorgt aber eine Möglichkeit, falsch geschriebene Wörter durch eine „Delete“-Taste, anders als bei Original-Schreibmaschinen, zu entfernen und zu überschreiben. Die kleinen TippEx-Blättchen, die man sonst in die Schreibmaschinen zum Löschen von Fehlern eingelegt hat, sind überflüssig. Wer selbst auf dieses Feature aus nostalgischen Gründen verzichten will, findet eine passende Auswahlmöglichkeit in den Einstellungen. Nach einigen Probesätzen mit Hanx Writer kann ich nur sagen: Respekt, Mr Hanks – es macht Spaß!

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