iOS 27: Alle Neuerungen in Apples überarbeiteter Health-App

iOS 27: Alle Neuerungen in Apples überarbeiteter Health-App

Neue Apple Watch-Sensoren liefern mehr Daten

Drei iPhone-Screenshots von Apple Health in iOS 27

Mit iOS 27 steht der bisher größte Umbau der Apple Health-App an. Apple will die Anwendung auf iPhone und iPad nicht mehr nur als digitales Gesundheitsarchiv positionieren, sondern als persönlichen Begleiter, der Daten auswertet und daraus konkrete Empfehlungen ableitet. Möglich wird das vor allem durch die Kombination aus neuen Sensoren der Apple Watch und Apple Intelligence. Die überarbeitete Health-App soll Ende 2026 starten und zunächst auf Englisch verfügbar sein.

Die Grundlage für viele der neuen Funktionen bilden die Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4. Apple hat dafür das eigene „Health Sensing System“ überarbeitet. Größere Elektroden sollen bei EKG-Messungen für besseren Hautkontakt sorgen, neu angeordnete Fotodioden verbessern die optische Messung und effizientere grüne LEDs ermöglichen eine kontinuierliche Herzfrequenzmessung. Die neuen Modelle erfassen die Herzfrequenz laut Apple rund um die Uhr alle fünf Sekunden und bestimmen die Herzfrequenzvariabilität (HRV) noch häufiger.


Apple Intelligence wird zum Gesundheits-Coach

Readiness-Score auf drei Apple Watches
Auf den neuen Apple Watches gibt es den Readiness-Score.

Aus den gesammelten Messwerten soll künftig deutlich mehr entstehen als eine Sammlung von Diagrammen. Der neue Bereich „Insights“ nutzt Apple Intelligence, um aktuelle Gesundheitsdaten zusammenzufassen und daraus persönliche Hinweise abzuleiten. Wer beispielsweise an seiner Ausdauer arbeitet, könnte den Vorschlag bekommen, Intervalltraining in den morgendlichen Lauf einzubauen. Auch Themen wie Fitness, Herzgesundheit und Trainingsbereitschaft sollen automatisch berücksichtigt werden.

Ein neues Bereitschaftssystem soll zeigen, wie belastbar der Körper an einem bestimmten Tag ist. Der Wert reicht von 0 bis 10 und berücksichtigt unter anderem Aktivitäten, Vitalwerte und Schlaf. Je nach Ergebnis empfiehlt die Health-App beispielsweise Erholung, Schonung oder ein intensiveres Training. Zusätzlich bekommt der Bereich „Vitals“ neue Tages- und Nachtansichten. Die HRV wird dabei stärker in den Mittelpunkt gerückt und soll unter anderem Aufschluss darüber geben, wie gut sich der Körper von Belastungen und Stress erholt.

Besonders ambitioniert ist der neue Bereich „Longevity“. Apple will dort verschiedene Gesundheitsbereiche wie Herz, Schlaf, psychisches Wohlbefinden, Bewegung, Stoffwechsel, Gehör und Ernährung zusammenführen. Die eigenen Werte werden dabei mit aktuellen klinischen Leitlinien verglichen. Ergänzend berechnet die App ein sogenanntes „Gesundheitsalter“. Dafür werden unter anderem VO₂max, Ruheherzfrequenz, HRV, Schlafdaten und Blutwerte herangezogen. Man soll dadurch erkennen können, welche Gewohnheiten die eigene Gesundheit besonders beeinflussen.

Bluttests und neue Bewegungsanalysen

Sensoren der Apple Watch Series 12
Die Sensoren wurden in der Apple Watch Series 12 und Ultra 4 nochmals verbessert. Fotos: Apple.

Auch Laborwerte bekommen einen größeren Stellenwert. Nutzer und Nutzerinnen können Ergebnisse manuell hinterlegen oder medizinische Unterlagen synchronisieren. In den USA arbeitet Apple zudem mit Quest zusammen: Ein Bluttest für 119 US-Dollar soll mehr als 50 Biomarker abdecken und anschließend mit den Daten der Apple Watch kombiniert werden. Parallel kommen neue Bewegungstests direkt aufs iPhone. Mit Hilfe der Kamera können unter anderem VO₂max, Kraft, Beweglichkeit, Gleichgewicht und Bewegungsabläufe analysiert werden. Die Tests laufen auf dem Gerät, ohne dass die dabei aufgenommenen Videos gespeichert werden, und können anschließend passende Trainingspläne liefern.

Auch die Zyklusverfolgung erhält neue Funktionen und soll künftig stärker auf die Perimenopause und Menopause eingehen. Bei der Geräteunterstützung macht Apple allerdings Unterschiede: Die neue Health-App richtet sich an User eines Apple-Intelligence-fähigen iPhones, während bestimmte neue Funktionen – darunter die häufigeren Herzfrequenz- und HRV-Messungen sowie der Bereitschaftswert – die Apple Watch Series 12 oder Ultra 4 voraussetzen. Der Start ist für Ende 2026 geplant, ein konkretes Datum hat Apple bislang nicht genannt. Weitere Infos zu Apple Health gibt es auf der offiziellen Website von Apple.

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

Kommentare 13 Antworten

    1. Was nützt der EU „Datenschutz“ wenn deutsche Behörden zu blöd oder unwillig sind, erfasste Daten (der Bürger) vor Web-Attacken zu schützen. Das interessiert die meist nicht, siehe Berlin kürzlich. Ein IT-Security Spezialist hat denen vor 2 Jahren schriftlich per Gutachten bestätigt, daß genau so ein Angriff droht. Aber die wollten das Geld nicht raus tun. Waren ja nur Ausweis- und Kontodaten von Bürgern.

  1. Als ob man für diese Funktionen, welche heute alle in Apps wie Gentler,Bevel, Athlytics und co. ausgelesen werden, die neue AppleWatch braucht. So langsam wird es unglaubwürdig. Mal ganz davon abgesehen , dass wir in der EU sowieso nichts erhalten

  2. Mir kommt in diesem Beitrag auch viel zu kurz was in die EU kommt. Anstatt das mal klar aufzustellen gibt’s hier nur ein Werbetext für neue Funktionen, die wahrscheinlich keiner nutzen kann. Schade!

    1. Leider war das zu erwarten, von den 3 Redakteure (die 4te liest man ja eh fast nie hier) kommt selten wirklich ausgearbeitete eigene Artikel. Der Blog wird leider immer uninteressanter, mit den viel zu vielen Pressetexten. Da kann man auch jede x Beliebige KI fragen was an neuen Funktionen so kommt. Die leistet genau so gute Arbeit, wird sogar besser wenn man dann direkt danach fragt was davon in der EU kommen wird. Denn dann wird eben der Rotstift angesetzt.

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