iPIN2: Passwort-Safe nach fast zehn Jahren komplett aktualisiert

Ausgestattet mit einem fairen Abo-Modell

Einen Schönheitspreis hat iPIN sicherlich nicht gewonnen, trotzdem hat sich die von uns im Januar 2012 erstmals vorgestellte Anwendung in den vergangenen Jahren einen festen Platz auf meinem iPhone gesichert. Ich habe dort die PINs meiner Bezahlkarten eingetragen, was vor allem bei den weniger häufig genutzten Karten sehr praktisch ist. iPIN wurde seit jeher für einen Festpreis von rund 5 Euro angeboten, nun ist der Nachfolger im App Store gelandet.

iPIN2 (App Store-Link) ist eine Universal-App für iPhone, iPad und Mac und kann zunächst einmal kostenlos heruntergeladen werden. Zu meiner Freude können Backups aus iPIN direkt in iPIN2 übertragen werden, so waren alle meine Einträge direkt wieder verfügbar. Aber wie sieht es nun mit dem Bezahlmodell aus?


In der kostenlosen Variante von iPIN2 können 10 Einträge erstellt werden. In der Pro-Version gibt es diese Einschränkung nicht, zudem wird damit die Synchronisation per iCloud oder über das lokale Netzwerk ermöglicht. Die Kosten: 4,99 Euro pro Jahr. Aus meiner Sicht ist das ein fairer Deal, ich persönlich kann in diesem Fall sogar gut ohne ein Abo leben und nutze iPIN2 damit kostenlos. Alternativ kann man natürlich auch weiterhin die alte Version von iPIN nutzen.

Was ist sonst alles neu? Einzelne Einträge können jetzt als Favorit markiert und so noch schneller gefunden werden. Auf dem iPad kann iPIN2 im Multitasking genutzt werden, auf macOS funktioniert sogar ein AutoFill mit Passwörtern aus der App. Was sich sonst noch alles getan hat, könnt ihr auf der Webseite von iPIN2 nachlesen.

Ich werde die Anwendung auf jeden Fall auch in Zukunft nutzen. Optisch immer noch eher schlicht gehalten, gefällt mir vor allem die Anzeigen von PINs und anderen geschützten Daten. Der Eintrag wird innerhalb einer Animation aus anderen PINs, Wörtern und kryptischen Zeichen versteckt und verschwindet nach einigen Sekunden. Ich würde behaupten, dass die richtige PIN so nicht einfach „über die Schulter“ ausgespäht werden kann.

‎iPIN2 - Password Safe
‎iPIN2 - Password Safe
Entwickler: IBILITIES, INC.
Preis: Kostenlos+

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Kommentare 17 Antworten

  1. Ich verwende iPin seit Jahren (iOS und macOS) und bin sehr zufrieden. Die App macht genau das, was ich brauche. Es war eine grosse Arbeit, alle Accounts sauber zu erfassen.
    Ich finde Einmalkäufe sympathischer als Abomodelle. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich auf iPin2 umsteigen werde. Der Preis mit 5 Franken pro Jahr ist ok, die neuen Funktionen sind für mich nicht relevant. Mit dem alten Design von iPin1 kann ich gut leben.

  2. Ich nutze iPIN ebenfalls seit vielen Jahren.
    Habe die neue Version gestern ausprobiert: Optisch tatsächlich deutlich ansprechender. Auch die paar zusätzlichen Funktionen/Einstellungen sind praktisch.
    Leider ist es mir nicht gelungen, die eigenen (mit großer Mühe) erstellten Icons auf beiden Geräten (iPhone und iPad) zu übernehmen. Die Synchronisation zw. den Geräten („Air-Synchronisation“) übernimmt die eigenen Icons nicht. Auch die Synchronisation grundsätzlich zw. den den beiden Geräten (die unter der alten iPIN-Version problemlos klappte) funktioniert bei mir nicht.

    1. versuche es mit iCloud Synchronisation mit dieser geht es. Habe die Testversion aktiviert und es problemlos hingekriegt mit der Synchronisierung

    2. Mach es halt so, wie es in den FAQ beschrieben ist. Klappt einwandfrei.

      (Im alten iPin unter Backup & Restore ein Backup erstellen, rechts oben auf den Pfeil tippen und „öffnen in“ iPin2″ wählen…)

  3. Seit Jahren bin ich zufriedener Nutzer von iPin unter iOS und Windows. Die Funktionen sind top, das Design ist Geschmacksache, mich stört es nicht. Die neue iPin2-App ist zwar von den Funktionen erweitert worden, das Design modernisiert, aber der Preis in Höhe von 4,99 € im jährlichen Abo geht gar nicht. Der Preis steht in keinem Verhältnis zu dem, was an der App verbessert wurde. Zu einem einmaligen Preis von 10 € wäre ich noch zu einem Umstieg bereit gewesen, so aber nicht. Hier ist der Entwickler auf dem besten Weg, die Kunden zu vergraulen – schade.

    1. sehe ich auch so. Die neuen Funktionen sind nicht weltbewegend und ich brauche diese nicht wirklich. Sicherheitstechnisch hoffe ich, dass die alte Version nach wie vor brauchbar ist!?

    2. Wollte fast das identische schreiben. Danke für die abgenommene Arbeit.
      Es wird immer schlimmer… Ich glaube tatsächlich, dass ein Einmalkauf von 10 Euro kaum Wellen geschlagen hätte, auch wenn es 100% teurer wäre wie der damalige Preis. Aber 5 Euro pro Jahr ist quasi eine 100% Erhöhung und zwar jedes Jahr 🤦‍♂️. Egal wie fair die Höhe des Abos ist, es ist ein Abo. Was bekomme ich denn als Gegenleistung dazu, was ich früher durch den Einmalkauf nicht bekommen habe? Wird jetzt jedes Jahr ein Feuerwerk von Features gespült? Kann ich 5 Euro zurückverlangen, wenn sich innerhalb des Jahres nichts tut? Wohl nicht.

      Aber gut. Angebot und Nachfrage werden das schon regeln.

  4. Ich halte fest dass die App in zehn Jahren fünf Euro gekostet hat und jedem hier viel Freude bereitet hat! Mich mit eingeschlossen. Es kann doch kein normal denkender Mensch glauben, dass man davon auch nur irgendwie leben kann oder seine Fixkosten für die Entwicklung damit deckt. Fünf Euro pro Jahr sind hier für mehr als angemessen. Ich hab schon updated. Herzlichen Dank an den Entwickler!

    1. 1. falsche Schlussfolgerung
      Er wird auch nicht mit dem Abo leben können, sehr wahrscheinlich nicht. Die Frage ist auch, ob er das will oder muss. Wissen wir nicht.
      2. falsche Interpretation der Aussagen hier
      Keiner hat etwas gegen eine neue kostenpflichtige Version. Selbst 10 Euro wurden dafür wohlwollend akzeptiert. Das entspricht mindestens mal 2 Jahre.
      3. richtige Schlussfolgerung
      Du findest das Abo und die Gebühren i.O. Viele andere nicht. Daher wird es der Markt regeln.
      Die Aussagen „wird doch keiner glauben, dass man damit leben kann“ treffen mich nicht, denn es gab auch eine Zeit, da hat man seltsamerweise genau das können. Abos hat es früher auch nicht gegeben. Und wie schon erwähnt, die wenigsten Entwickler müssen davon leben, was vielen mit einer App eh nicht gelingt.
      Sie sollen auch nicht umsonst arbeiten, was uns Kritiker immer vorgeworfen wird. 10 Euro einmalig für so PW-App ist maximal in Ordnung. Mehr aber auch nicht. Wie viele Apps für 10 Euro kennst Du? Ich denke, da sind wir in einem ordentlichen und nicht unfairen Bereich.
      btw – ist eh nicht meine Haupt PW App, sondern Enpass wegen vieler fehlender Feature, aber nutze die App für ein paar Banksachen. Geht das irgendwann nicht mehr, dann 🗑

  5. Ich finde mieten entsetzlich.
    Zahle gerne für jedes Update wenn ich meine, es lohnt sich für mich. Aber in lebenslange zwanghaft genommen zu werden und ansonsten meine Daten zu verlieren oder kompliziert ex- und importieren zu müssen…
    Nur weil startups sich üppige ceo Jahresgehälter zumünzen wegen einer App… gerne wenn soviel Geld eingespielt wird – aber ich möchte etwas verlässlich besitzen und nicht MIETEN. wer sagt mir denn, dass die Miete so bleibt und Nocht nächstes Jahr erhöht wird. Und Funktionen diwngegradet werden und wieder extra Miete kostet. Man schaue sich nur um und hat all das schon mehrfach erlebt. Tado und co. Haben es vorgemacht. Ich benötige als Freiberufler verlässliche und faire Angebote. Sogenannte Abos: vergesst es. Auf gar keinen Fall.

  6. Hallo Zusammen,

    an dieser Stelle und leider etwas verspätet, gerne ein Kommentar (oder auch „Hintergrundinformationen“) direkt vom Entwickler zum Thema Abo-Modell … dass das Thema „die Gemüter erhitzten“ wird habe ich befürchtet bzw. erwartet.

    Wie viele andere Entwickler auch, sah ich mich gezwungen, auf ein Abo-Modell umzusteigen. iPIN ist nun über 11 Jahre alt und die Pflege und Weiterentwicklung für neuere Betriebssystemupdates und die Implementierung neuer Features ist sehr zeitaufwendig und auch kostenintensiv – von der kompletten Neuentwicklung mal ganz abgesehen. Die Neuentwicklung hat über ein Jahr gedauert und mehr als 1.500 Stunden „verschlungen“. Durch reines “Neukundengeschäft” ist dieser Aufwand auf Dauer leider nicht mehr zu erbringen.

    Zum Abonnement selbst: dieses muss nur einmal erworben werden und kann dann auf allen Betriebssystemen (iOS, macOS, iPadOS) genutzt werden (wenn das Abo einmal auf einem Gerät erworben wurde auf allen weiteren Geräten “Einkäufe wiederherstellen” wählen). Ferner ist das Abonnement für Family Sharing freigegeben, so dass alle Mitglieder der Familie (bis zu 6 Personen) das Abo nutzen können. Läuft das Abo aus, hat man natürlich weiterhin Zugriff auf die Daten. Leider sind diese „Details“ im AppStore nicht wirklich auf den ersten Blick ersichtlich.

    Im Vergleich zu anderen Anbietern sind wir mit 4,99€ im Jahr herausragend günstig und wir werden auch so günstig bleiben – 1Password beispielsweise verlangt diesen Preis pro Monat.

    Natürlich ist Abo nicht jedermanns Sache und auch meine Abos sind „handverlesen“. Für gute Software, die über Jahre gepflegt und weiterentwickelt wird, schliesse ich aber gerne Abos ab … vermutlich weil ich weiss, dass dahinter jede Menge Arbeit steckt und ich diese Arbeit gerne honoriere.

    Und noch ein letzter Punkt: Abo ist in meinen Augen eine offene und ehrliche Sache, da man dem Benutzer nicht vorgaukelt, die Weiterentwicklung könne mit einer Einmalzahlung über Jahre hinweg finanziert werden. Alle paar Jahre eine neue Version iPIN2, IPIN3 etc. herauszubringen und die Nutzer jeweils mit einer Einmalzahlung „zur Kasse zu bitten“ ist in meinen Augen im Grunde nur ein „verstecktes Abo“.

    Und noch ein allerletzter Punkt: Ich mache die App-Entwicklung (nebenberuflich), vorwiegend weil es mir Spass macht – nicht, weil es mich reich macht. Der App-Hype ist längst vorbei und auch wenn sich iPIN die letzten Jahre tapfer in den Top 150 Apps (Gekauft) im AppStore behaupten konnte, kann man davon nicht leben. Zudem: da ich nicht jede Zeile Code selbst schreiben kann, entstehen Kosten. Die nächsten Einnahmen werden in die Weiterentwicklung investiert – insbesondere in die WebApp.

    Bei Fragen einfach melden – gerne auch über die Support Email Adresse support@ibilities.com

    Beste Grüße
    Frank

  7. Bin auch ein Gegner von Abos, ABER: Frank hat viel Wahres gesagt. Seit vielen Jahre nutzte ich iPin und habe bislang noch nichts Geeigneteres für mich gefunden. Ich war echt in Sorge, dass die iPIN-App eingestellt wird, und habe noch vor 10 Minuten an iPIN per Mail geschrieben, dass sie die App ja nicht vom Markt nehmen sollen. Auch habe ich geschrieben, dass ich kein Abo abschließen werde und lieber einen vernünftigen Update-Preis bezahlen würde. Und gerade jetzt habe ich diese Seite entdeckt und bin froh, dass es weiter geht und missmutig über die Abolösung. Ich habe mich gerade dieser Tage um einen neuen Passwortmanager bemüht, da ich in Sorge war, dass iPIN mit iOS 15 nicht mehr läuft. Wenn ich aber die Preismodelle der anderen sehe, dann wird mir dabei fast allen schwarz vor den Augen: Alle sind bei einem Abomodell angelangt, das aus meiner Sicht jenseits von Gut und Böse ist. Ich bezahle keine 50 Euro im Jahr für einen Passwort-Manager. Da habe ich schon wesentlich günstigere und für mich wichtigere Abos gekündigt, weil ich Abos nicht mag und mir der Preis zu unverschämt war.
    ABER: ich mach jetzt eine Ausnahme und schließe das iPIN-Abo ab. 5 Euro IM JAHR sind aus meiner Sicht wirklich zumutbar für eine tolle Leistung. Ich springe also über meinen Schatten und bin mir sicher es derzeit nicht zu bereuen.

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