Mmhmm: Evernote-Gründer will neue Video-App auf den Mac bringen

Kostenlose virtuelle Kamera-App

Der Schöpfer vom Orga-Tool Evernote, Phil Libin, hat ein neues Unternehmen gegründet, das auf den Namen „Mmhmm“ hört. Im Grunde genommen handelt es sich bei der Firma um einen Video-Kommunikations-Dienst, das laut der Redaktion von Bloomberg auch bereits 100 Millionen US-Dollar aus Finanzierungsrunden eingesammelt habe. Mmhmm soll sich unter anderem zusammen mit den Videokonferenz-Softwares Zoom und Google Meet sowie mit Cisco Webex Meetings, YouTube, Twitch und weiterer Video-Streaming-Software nutzen lassen, aber bald auch als unabhängige Software fungieren.

Als eines der Alleinstellungsmerkmale von Mmhmm soll eine Funktion gelten, die es einem Sprecher im Video-Client ermöglicht, weiter vor eingeblendeten Folien zu sprechen. Diese können in Mmhmm direkt erstellt, oder auch aus MS PowerPoint, Apple Keynote oder PDFs importiert werden. Bei anderen Videokonferenz-Diensten muss für diese Zwecke eine Bildschirmfreigabe gestartet werden, um eine Präsentation für andere Konferenzteilnehmer sichtbar zu machen. Auch andere Features wie Effekte, Hintergründe und Screen-Sharing von Smartphones sind Bestandteil von Mmhmm. „Video war schon immer die ausdrucksstärkste Art zu kommunizieren, aber es war nicht die einfachste“, so Libin gegenüber Bloomberg.


„Mmhmm arbeitet mit einer virtuellen Kamera, die als Vermittler zwischen der Kamera des Computers – und in den kommenden Wochen auch des Smartphones – und dem jeweiligen Videodienst fungiert. Laienhaft ausgedrückt, nimmt es die vorhandene Videosoftware und fügt seine eigenen Extras hinzu.“

So erklärt Bloomberg die neue Videochat-Software von Mmhmm. Aktuell ist die Anwendung nur für Mac- und Windows-Rechner verfügbar, allerdings soll wie oben bereits erwähnt, bald auch eine mobile Version für Smartphones erscheinen.

„Zum Beispiel gibt Mmhmm einem Redner die Möglichkeit, im Nachrichtensprecher-Stil vor den Folien weiter zu sprechen, anstatt sich auf eine Screenshare-Funktion für Präsentationen zu verlassen. Die Software ermöglicht es Moderatoren auch, Textfolien innerhalb der App zu erstellen, anstatt sie zu importieren, und voraufgezeichnete Nachrichten mit Live-Diskussionen flüssig zu mischen. Benutzer können eine Funktion einschalten, die ihre Seite des Videos aufzeichnet, so dass Moderatoren das, was sie gerade gesagt haben, noch einmal abspielen und mit dem Clip interagieren können, Punkt für Punkt.“

Mit Hilfe dieser neuen Funktionen sollen sich Videokonferenzen eher wie Moderationen anfühlen und auch langwierige Update-Meetings der Vergangenheit angehören. So können beispielsweise Einzelpersonen ihre Präsentationen aufzeichnen und ihre Kollegen und Kolleginnen können sie dann ansehen, wann es ihnen zeitlich passt – und das sogar in 1,5-facher Geschwindigkeit. Auch Live-Meetings sollen dadurch kürzer und produktiver werden. Phil Libin geht davon aus, dass ihm die Nutzung von Mmhmm jeden Tag etwa 90 Minuten an Zeit einspart. Wenn ihr mehr über Mmhmm wissen wollt, schaut euch auf der offiziellen Website des neuen Videochat-Dienstes (https://www.mmhmm.app) um oder klickt euch abschließend in das YouTube-Video von Phil Libin.

Fotos: Mmhmm.

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Kommentare 1 Antwort

  1. Hm, bin mir sicher, dass ich einen Beitrag geschrieben habe… :-/
    Also nochmal: Ich finde die App super, aber als Abo leider nicht zu akzeptieren… Für die wenigen Male, die ich die App nutzen würde. Schade!

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