Modern Combat 5 im Test: Gamelofts Meisterwerk hat nur einen Schönheitsfehler

Darauf haben alle Action-Fans gewartet: Gameloft hat heute Modern Combat 5: Blackout im App Store veröffentlicht. Wir haben das Spiel auf einem iPad Air für euch getestet.

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Ihr wisst genau, was es mit Sandstorm, Black Pegasus, Fallen Nation und Zero Hour auf sich hat? Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt euch für einen sofortigen Download von Modern Combat 5: Blackout (App Store-Link) qualifiziert und dürft mit eurem iPhone oder iPad direkt in den App Store wechseln. Dort steht der neue Ego-Shooter ab sofort als Universal-App für 5,99 Euro zum Download bereit. Alle anderen können sich in unserem Testbericht umfassend über das neue Action-Spektakel informieren, ein ausführliches Video findet ihr hier.

Die erste Überraschung hat Gameloft bereits vor einigen Wochen gelüftet: Modern Combat 5 kommt ohne In-App-Käufe aus, was sich vor allem im Multiplayer-Modus positiv bemerkbar macht. Schließlich kann man sich dort keine Vorteile mehr durch den Einsatz von Geld erschaffen, sondern muss sich seine Waffen und Fähigkeiten genau wie alle anderen Spieler im Laufe der Kampagne erarbeiten.

Die Kampagne umfasst sechs Kapitel in Venedig, San Marco oder Tokyo mit insgesamt 73 Missionen, die zwischen 20 Sekunden oder fünf bis zehn Minuten dauern. Nach rund zwei Stunden Spielzeit kommen wir in der Kampagne auf rund 60 Prozent Fortschritt, wobei wir bislang nicht alle Missionen mit drei Sternen bewältigt haben. Zudem kann man sehr viel Zeit im Multiplayer-Modus verbringen, dazu aber später mehr.

Modern Combat 5 ist kinoreif inszeniert

Direkt zum Start von Modern Combat 5 wird deutlich, wie viel Mühe sich Gameloft bei der Inszenierung gegeben hat. Man fühlt sich wie in einem Kinofilm, es gibt immer wieder Zwischensequenzen mit Dialogen im Originalton und deutschen Untertiteln. In den Leveln selbst folgt man zwar einem festgelegten Pfad, trifft dort aber immer wieder auf neue Überraschungen und kleine Details, die das Spiel zu einem Erlebnis machen.

So kann man nicht nur Glas oder dünne Wände zerschießen, sondern auch Bäume zum Umfallen bringen oder Autos explodieren lassen. Besonders gut gefallen hat mir eine Mission im vierten Kapitel, wo man mit einem Helikopter über San Marco fliegt und mit dem Maschinengewehr nicht nur die Feinde vom Himmel holen, sondern auch die Ziegel von den Dächern ballern kann.

Vor allem auf dem aktuellen iPhone 5s, iPad Air oder iPad mini mit Retina-Display sieht Modern Combat 5 einfach beeindruckend aus. Um das zu schaffen, setzt Gameloft zahlreiche grafische Spielereien ein. Zum Beispiel eine verbesserte Interaktion von Partikeln mit der Umgebung, verbesserte Wassereffekte, Schatten in Echtzeit, Luftverzerrung durch Mündungshitze beim Schießen oder gezielte Tiefenunschärfe, um den Fokus auf bestimmte Objekte oder Charaktere zu legen.

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Eine weitere Neuerung sind die vier spielbaren Soldatenklassen, jede mit ihrem eigenen Upgradesystem: Sturmeinheit, Schwere Einheit, Aufklärer und Scharfschütze. Die Klassen können sowohl in der Einzelspielerkampagne als auch in den Mehrspielermodi benutzt werden. Auch bei den Missionen selbst hat sich Gameloft einiges einfallen lassen. So gibt es neben den Story-Missionen auch Spezialeinheiten-Missionen. Dabei handelt es sich um besonders abwechslungsreiche, kurze und mit sehr genauen Zielvorgaben versehene Zusatzmissionen, bei denen man mal Räume sichern, Gebiete stürmen oder Scharfschütze spielen muss.

Während es in Modern Combat 5 mit der Kugelkontrolle des Scharfschützen, praktischen Scan-Drohne und einer möglichen Wiederbelebung neue Gameplay-Features gibt, bleibt bei der Steuerung alles beim Alten: Mit dem linken Daumen bewegt man sich durch die Gegend, während man mit dem rechten Daumen zielt, schießt und Waffen wechselt. Mit einem der nächsten Updates will Gameloft eine Unterstützung der iOS-Gamecontroller einbinden, zum Start gibt es das noch nicht.

Online-Zwang trübt das Gesamtbild

Was können wir noch zu Modern Combat 5 sagen? Es geht mal wieder darum die Welt zu retten, dieses Mal vor einem Bösewicht mit Chemiewaffen. Das sollte man doch irgendwie hinbekommen, oder nicht? Spannender als die Geschichte dürfte der Multiplayer-Modus ausfallen, den wir mangels Mitspieler vor dem offiziellen Start im App Store leider noch nicht wirklich ausprobieren konnten.

Online spielt man in Modern Combat 5 mit jeweils sechs gegen sechs Spielern, wobei man sich mit seinen Freunden in Trupps zusammenschließen und die eigene Taktik in einem Chat besprechen kann. Insgesamt bietet der Online-Modus vier verschiedene Möglichkeiten: Capture the Flag, VIP, Free for All und Team Battle. Zudem gibt es zeitlich begrenzte Events, in denen man attraktive Preise gewinnen kann. Die Belohnungen sind in unterschiedlichen Stufen erhältlich, um sowohl fortgeschrittene Spieler als auch Einsteiger zur Teilnahme an den Events zu motivieren.

Modern Combat 5 ist der perfekte Mobile-Shooter. Fast. Denn wie in der Überschrift schon angedeutet, gibt es einen Schönheitsfehler. Der Action-Kracher lässt sich nur mit einer aktiven Internet-Verbindung spielen. Wer also keinen Empfang oder kein WLAN hat, kann nicht zocken. Gameloft begründet den Online-Zwang mit der Notwendigkeit, um den Level-Fortschritt zwischen Einzel- und Mehrspieler jederzeit zu synchronisieren. Dennoch wäre es wünschenswert, wenn man für den Fall der Fälle auch in einer Art „Flugmodus“ könnte – so schwer dürfte eine entsprechende Umsetzung ja eigentlich nicht sein.

Kommentare 27 Antworten

  1. Neben dem Fortschrittssystem ist der Onlinezwang auch für einen fairen und sauberen Multiplayer sowie den Kampf gegen Piraterie nötig. Man hat ja gesehen was die letzten Tage über los war…

      1. Es geht auch gecrackt!!!
        Trotz onlinezwang!!
        Gameloft ist scheisse und der onlinezwang ist einer der gründe weshalb gewisse leute gamesloft hassen

  2. Online Zwang hört sich so negativ an. Vorteil dürfte wohl sein das cheaten schwer sein wird wenn eigene Fortschritte ausschließlich auf den Gameloft Servern zu erreichen ist. Sicherlich, offline spielen ist nicht aber ich persönlich nehme das für ein gutes Spiel in Kauf. Gerade der Verzicht heutzutage auf Inn-app Käufe macht dieses „Manko“ mehr als weg!

    1. Cheaten spielt doch nur bei Multiplayer eine Rolle, und dass hier eine online Verbindung bestehen muss, ist klar.

      Aber im Einzelspielermodus ist das doch vollkommen unerheblich. Wer hier cheatet, „schadet“ ausschließlich sich selbst, das kann jedem anderen also egal sein.

      Auf einem mobilen Gerät will ich auch unterwegs spielen, daher ist der Onlinezwang nicht akzeptabel. Wenn mich ein Spiel zwingt, zu Hause zu spielen, zumal ein Shooter, für den die Touch-Steuerung eh nicht optimal ist, dann nehme ich doch besser die PC-Variante des Spiels. Da hat man dann doch mehr davon.

  3. Da ich eh nur ein WiFi-iPad habe juckt mich der Online Zwang null. Benutze das iPad sowieso nur zuhause auf der Couch oder im Bett. Und da hab ich eh WLAN.

    Und wer will schon so ein Spiel auf dem kleinen iPhone vernünftig zocken?

  4. Was soll der Online-Zwang? Das sind mobile Geräte, auf denen solche Spiele gespielt werden. Ich zum Beispiel wollte das Spiel gern im Urlaub spielen und da habe ich keinerlei Verbindung zur Online-Welt. Damit wäre der Kauf wohl überflüssig. Schade!

      1. Das tue ich zu Genüge. Dennoch gönne ich mir in meinem wohlverdienten Italienurlaub gänzlich ohne Verbindung in die virtuelle Welt auf der Terrasse am Pool auch gern mal ein Spielchen. Und da hatte ich mich auf Modern Combat gefreut. Leider zu früh!

  5. Ich kapier echt nicht was ihr alle habt, jeder der ein Smartphone besitzt ist automatisch immer online damit, also scheiss drauf, das Spiel ist jedenfalls richtig geil und macht voll Bock zu zocken, gerade auf iPad Air yeah

  6. Der online Zwang an sich stört mich nicht, doch immer wieder unterbricht die Verbindung beim spielen. Super nervig! Außerdem fehlen mir die Speicherpunkte. Es ist ziemlich doof, wenn man immer wieder die gleichen vier Minuten neu spielen muss, weil es keinen gescheiten Speicherpunkt gibt.
    Die Spielorte finde ich bis jetzt auch nicht so mega..
    Bis jetzt bin ich noch nicht so begeistert.

  7. Wie kann ich denn meinen ingame Namen ändern? Der nimmt jetzt meinen Facebook Namen. Auch wenn ich die Facebook Verbindung wieder entferne. Den Namen ändern Button aus der Hilfe gibt es nicht

  8. ich bin ziehmlich enttäuscht von mc 5
    habe es schon nach 2 3/4 Stunden durchgespielt
    und der online Modus ist unbrauchbar da einen die Spieler mit höheren Leveln überrennen
    ich denke ich werde es zurück geben
    wie seht ihr das?

  9. Der Multiplayer hat sich erheblich verschlechtert, also nicht von der performance sondern von dem design.

    sehr schade

    + Überarbeitete Materials
    + Neue Waffen und Perks

    +/- Mittelmäßige Kampagne

    – Online Zwang
    – Lobby und multiplayer design

  10. es ist nich tnur ein ONLINEzwang sondern ein WLAN zwang !!!! im mobilen handynetz geht das spiel auch nicht „verbindungsfehler“ ein mobilegame das sich nur zuhause im wlan spielen lässt ?!?! wo liegt hier der Fehler ??? MOBILE Game ?!?!?!?! Gameloft aufwachen. leider habe ich diesen Mangel erst nach Kauf gesehen…. da ich zuhause nicht am Handy spiele habe ich 6 euro zum fenster rausgeworfen !!! DANKE !

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