Navionics Ski: Das Must-Have für alle Skifahrer kostet nur 89 Cent

Wer wissen möchte, wie viele Kilometer man wirklich auf der Skipiste unterwegs ist, sollte einen Blick auf Navionics Ski werfen.

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An einem Tag auf der Skipiste kommen so einige Kilometer zusammen. Wie viele Meter man tatsächlich zurückgelegt hat, kann man dabei nur schwer einschätzen. Wer genau das dokumentieren will, sollte sich die Universal-App Navionics Ski (App Store-Link) genauer ansehen. Die vor rund zwei Wochen veröffentlichte App kostet nur 89 Cent und lässt sich sogar auf dem iPad nutzen, ist dort aber wohl eher zur Auswertung interessant. Zuhause ist Navionics Ski auf dem iPhone.

Ich habe die App in Österreich einmal einem kleinen Praxis-Test unterzogen und war schwer begeistert. Hat man die Tracking-Funktion scharf geschaltet, zeichnet Navionics Ski alle Bewegungen und Abfahrten auf. Dabei erkennt die App, ob man gerade den Berg herunter fährt oder sich im Lift nach oben bewegt.

Zunächst befindet man sich in einer Kartenansicht, die ich allerdings kaum beachtet habe. Hier sind unter anderem Routenplanungen möglich, interessanter fand ich aber die Datenauswertung, die gleich mehrere Info-Bildschirme zur Verfügung stellt. In der Hauptübersicht sieht man wichtige Informationen wie Höchstgeschwindigkeit, Anzahl der Abfahrten, gefahrene Strecke und zwei Diagramme mit Höhenmetern und Geschwindigkeit.

Navionics Ski bietet hervorragende Auswertung

Wirklich interessant wird es aber in den Detailansichten. So zeigt Navionics Ski in einer Übersicht folgende acht Felder an: Geschwindigkeit, gefahrene Strecke, Höchsthöhe, Höhendifferenz, Skizeit und Abfahrten. Klasse: Die App trennt Abfahrten und Auffahrten im Lift voneinander und zeigt zum Beispiel an, wie viele Minuten man auf der Piste und in der Gondel verbracht hat.

Es besteht sogar die Möglichkeit, sich in Navionics Ski jede einzelne Abfahrt inklusive Name der Pisten, den gefahrenen Metern, der Zeit, den Höhenmetern und der Höchstgeschwindigkeit anzeigen zu lassen. Das iPhone verschwindet dabei einfach in der Jackentasche und man kann alle Daten am Ende des Tages auswerten, die man auch als kmz-Datei für Google Earth exportieren kann. Der Akku-Verbrauch hält sich dabei in Grenzen: Ich hatte nach sieben Stunden Ski-Spaß ohne mobiles Internet und bei ausgeschaltetem WLAN noch über 40 Prozent Akku übrig, obwohl ich mir die Daten zwischendurch immer wieder angeschaut habe. Im Zweifel hätte ich aber auch noch den Tizi Flachmann dabei gehabt, um das iPhone auf der Hütte zu laden.

In Sachen Auswertungen von Skifahrten macht man mit Navionics Ski jedenfalls nichts verkehrt, zumal es auch einige spannende Zusatz-Features wie Routenplanung, Kartendarstellung, Schneebericht oder Reiseführer gibt. Hier mögen spezielle Apps zwar eine bessere Figur machen, als kostenlosen Bonus kann man das aber durchaus mitnehmen. Wer sich von euch in diesem Winter noch auf die Piste wagt, sollte sich Navionics Ski daher laden – im Vergleich mit einem Skipass ist der Preis der App ja wirklich mehr als angenehm.

Kommentare 22 Antworten

  1. „Es besteht sogar die Möglichkeit, sich in Navionics Ski jede einzelne Abfahrt inklusive Name der Pisten, den gefahrenen Metern, der Zeit, den Höhenmetern und der Höchstgeschwindigkeit anzeigen zu lassen.“

    Woher können die Namen der Pisten? Sind die gängigen Skigebiete in der App gespeichert?

    1. Die Namen der Pisten kann man sich nach dem ersten Start laden, ist nicht viel (Europa ca. 23 MB). Man kann auch neue Pisten hinzufügen und Fehler bearbeiten. Es sollten die meisten bekannten Skigebiete dabei sein.

    1. Nein, es geht nur das im Text angegebene Format. Ob man das danach noch irgendwie konvertieren kann, weiß ich nicht.

      Die Synchronisierung geht über den Anbieter selbst.

  2. Wo ist der Unterschied zu den beiden alten Versionen?
    Hatte sowohl die Europe als auch US Ski gekauft.

    Diese dürften dann wohl in Zukunft nicht mehr groß weiterentwickelt werden… 🙁

    Es ist nicht so, dass ich kein Geld für Weiterentwicklungen bzw. neue Appversionen ausgebe (Entwickler müssen auch von was leben).
    Eine neue kostenpflichtige App aber ohne Anpassung an iOS 7 finde ich gelinde gesagt recht unverschämt…
    (zumal das Interface schon zu iOS 6 Zeiten eher nicht erwähnenswert war)

    Dann lieber beim Klassiker Ski Tracks bleiben.

  3. Hey,

    Danke für den Artikel, aber SkiTracks verwende ich seit zwei Winter, und ich kann bis auf die Namen der Pisten keinen Unterschied feststellen.
    Daher ist die Frage berechtigt. Woher kennt die App die Nr. der Pisten? Hat die für jedes Skigebiet ein Pistenplan hinterlegt?

    Grüße
    STR

    1. SkiTracks habe ich nicht ausprobiert. Die App hier hat eine eigene Datenbank, die beim ersten Start für die verschiedenen Kontinente geladen werden können.

    2. Darf die App GPS verwenden? Wenn ja, vermutlich Kombination von „geo fences“ und eingegebenen GPS-Plan (also nicht Pisten eingegeben, sondern die Bereiche der Pisten).
      Aber das ist nur eine Vermutung. Vielleicht gibt es eine ganz andere Lösung.

        1. Höhenmeter über GPS? Wie? Es kann eigentlich nur die geographische Position auf einer Kugel ermitteln und dann anhand eines Plans die Höhe vermuten, aber nicht ermitteln. Die Geschwindigkeit kann es per GPS auch nicht direkt ermitteln, sondern auch nur vermuten durch unterschiedliche Lage und vermuteten Höhenunterschied (allerdings vermutlich durch mehr als zwei Stützpunkten ermittelt).

  4. Ich würde mich mal über einen Test der Oakley Airwave 1.5 freuen! Hab das Ding letztens im Apple Store gesehen u mich gefreut, dass nun jemand die Idee umgesetzt hat, die ein Kumpel u ich schon vor 5 Jahren im Skiurlaub hatten! 😉

      1. Die Idee in eine Skibrlle ein HUD einzubauen, so dass man nicht immer den Pistenplan rausholen muß! 😉 Und die Geschwindigkeitsanzeige ist natürlich auch nett, zumal die Brille ein eigenes GPS hat. Auch die Anzeige wo der Kumpel steckt hatten wir uns damals schon ausgedacht… Im Skilift kommen uns immer die besten Ideen! 😉

        Sorry fürs Doppelposting, der Beitrag eben ist mir an die falsche Stelle gerutscht.

  5. Die Idee in eine Skibrlle ein HUD einzubauen, so dass man nicht immer den Pistenplan rausholen muß! 😉 Und die Geschwindigkeitsanzeige ist natürlich auch nett, zumal die Brille ein eigenes GPS hat. Auch die Anzeige wo der Kumpel steckt hatten wir uns damals schon ausgedacht… Im Skilift kommen uns immer die besten Ideen! 😉

    1. Ich kann dir schonmal verraten, dass die Oakley ein tolles Teil ist. Muss man aber selbst anprobieren, mir war sie zum Beispiel zu groß. Sieht zwar toll aus, drückt aber auf die Nase. Wie gesagt, mehr dazu nächste Woche, wenn ich mir nicht die Hände breche 😛

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