Oquonie: Höchst verwirrendes Indie-Puzzle mit handgezeichneten Schwarz-Weiß-Grafiken

Wir haben ja schon so einiges an abgefahrenen Games angesehen und rezensiert – etwas Vergleichbares zu Oquonie ist uns aber auch noch nicht unter gekommen.

OquonieOquonie (App Store-Link) ist eine Universal-App, die zum Preis von 2,69 Euro geladen werden kann. Für das Game kooperierte der Entwickler David Mondou-Labbe mit dem Illustrator Rekka Bellum, der in Oquonie für die ungewöhnlichen Schwarz-Weiß-Grafiken verantwortlich ist. Auf euren iPads, iPod Touch und iPhones, die mindestens iOS 6.1 installiert haben sollten, müssen für den Download 56,5 MB freigehalten werden.

Um ehrlich zu sein, ist es kein einfaches Unterfangen, Oquonie näher zu beschreiben, denn ein solches Spiel habe ich in meiner Zeit bei Appgefahren auch noch nicht erlebt. Nach der Installation des als „Puzzle“ in der mehr als kurzen App-Beschreibung im Store deklarierten Games steht man vor so einigen Fragezeichen. Ein Tutorial gibt es nämlich nicht, und auch aus der App-Beschreibung lässt sich nur erahnen, was Sinn und Zweck dieses Titels ist.

Nach einiger Spielzeit habe ich nun aber doch essentielle Dinge herausgefunden. Das vom Illustrator Rekka Bellum erschaffene Puzzle-Universum besteht aus handgezeichneten Schwarz-Weiß-Grafiken, die jeweils kleine Räume mit 3×3 Kacheln Fußbodengröße und zumeist zwei hinteren Seitenwänden bilden. In ihnen bewegt man sich mit merkwürdigen Figuren, die je nach Umgebung und Welt unterschiedlich sind.

Gesteuert wird die Figur von Raum zu Raum über einfache Fingertipps am Rande des Bildschirms, anhand derer sich der Charakter, meist eine ulkige Tierform, in die entsprechende Richtung bewegt. Auf diese Art und Weise navigiert man sich zwischen Türen und offenen Durchgängen durch ein Labyrinth von kleinen Räumen – immer auf der Suche nach bestimmten Gegenständen und einer kurzen Unterhaltung mit anderen Kreaturen. Leider bieten diese kaum nützliche Hilfe, denn sie sprechen in einer verwirrend wirkenden Symbolsprache. Ab und an findet der Spieler an den Wänden der Räume platzierte Pläne, die aber auch keinen großen Aufschluss darüber geben, wie weiter zu verfahren ist.

Insgesamt lässt Oquonie viele große Fragezeichen zurück. Das Prinzip des Spiels, in zugegeben hübsch illustrierten kleinen Räumen umherzuwandern und sowohl nach Objekten als auch dem Ausgang zu suchen, erfordert einiges an Konzentration und Orientierungssinn. Leider vermissen es die Entwickler, zumindest kleine Hinweise oder Hilfestellungen zu geben, um Anfängern den Einstieg zu erleichtern. Aber vielleicht ist das auch gar nicht gewollt, und die Developer lachen sich im stillen Kämmerlein ins Fäustchen über hochgradig verwirrte Gamer…

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