Parrot Disco: App-gesteuertes Flugzeug ist bis zu 80 km/h schnell

Der französische Hersteller Parrot ist für seine Drohnen bekannt. Auf der CES in Las Vegas wurde kein neuer Quadrocopter, sondern ein kleines Flugzeug vorgestellt.

Parrot Disco Drohne

Ihr wollt euch von der Masse absetzen und nicht mit einem Quadrocopter durch die Gegend fliegen, die es auf dem Markt schon massenweise gibt? Dann hat Parrot noch in diesem Jahr das passende Produkt für euch auf Lager: Die Parrot Disco ist ein Nurflügler, der laut Hersteller-Angaben bis zu 80 Kilometer pro Stunde schnell werden kann, ohne die Stabilität zu verlieren. Gesteuert wird natürlich per iPhone oder iPad.

„Poesie und technologische Kraft sind vereint in einer ultraleichten flügelförmigen Drohne, die dank integrierter Frontkamera immersive Flüge ermöglicht“, schreibt Parrot in einer Pressemitteilung. Was leider noch nicht verraten wird: Erscheinungsdatum und Preis der rund 700 Gramm schweren Drohne mit integrierter 14 Megapixel Kamera.

Im Vergleich mit den sonst üblichen Quadrocoptern ergeben sich durch die Bauform und Technik bei der Parrot Disco natürlich einige Unterschiede. Die Drohne kann nicht auf der Stelle schweben, sondern bewegt sich wie ein Flugzeug durch die Luft. So werden deutlich höhere Geschwindigkeiten erreicht, gleichzeitig bleibt die Reichweite via WLAN aber unverändert. Sinnvoll erscheint daher de Nutzung des Parrot Skycontrollers, der eine deutlich größere Reichweite bietet, aber auch zusätzlich kostet.

Parrot Disco Flug

Parrot Disco bleibt bis zu 45 Minuten in der Luft

Ein Vorteil ist stattdessen die deutlich längere Flugzeit. Während ein Quadrocopter oft nach 15 oder 20 Minuten wieder landen muss, bleibt die Parrot Disco bis zu 45 Minuten in der Luft. Hier profitiert man wohl von dem großen Tragflächen mit einer Spannweite von über einem Meter, die die Drohne schon fast wie ein Stealth-Kampfflugzeug erscheinen lassen.

Man darf davon ausgehen, dass Parrot bei der Bedienung erneut viel Wert auf Benutzerfreundlichkeit gelegt hat. Deutlich wird das bereits anhand von einigen bekannten Details: Um zu starten, muss die Drohne lediglich geschüttelt und dann in die Luft geworfen werden, wo zunächst ein Autopilot die Steuerung übernimmt. In der Luft kann die Flugbahn per GPS vorbestimmt werden, zur Landung muss nur ein passender Button gedrückt werden und die Parrot Disco segelt sanft zu Boden.

Ein günstiger Spaß wird die Parrot Disco wohl nicht, wir rechnen mit einem Kaufpreis von über 400 Euro, auch wenn es bisher keine offiziellen Angaben gibt. Aktuell können wir euch nur einen Blick auf das folgende Video bieten, dort gibt es aber beeindruckende Aufnahmen der Drohne.

Kommentare 22 Antworten

  1. 2000,-€ vermute ich mal. Gibts dann mit dem neuen Iphone im Bundle der Deutschen Bank in zusammenarbeit mit der Telekom zu Monatsraten von 125,-€

  2. So langsam wird der Einsatzbereich „professionell“.

    Ich sehe einige Probleme damit – unter anderem braucht es Regulierungen, damit sowas nicht in die Kriegsgebiete gelangt, denn durch Verstärker kann man damit durchaus Stellungen auskundschaften.

    1. Wie naiv bist Du denn? Als ob Armeen mit so einem Spielzeug arbeiten würden, Verstärker hin oder her… Da gibt es längst professionelle Produkte die schon lange vom Militär genutzt werden. Und auch dieses Fluggerät von Parrot fällt unter bereits geltende gesetzlich Bestimmungen (Versicherungspflicht, Luftverkehrsgesetz etc.), und die von Herrn Dobrindt angekündigten Gesetzesänderungen werden sicherlich auch hier greifen, auch wenn es kein Quadrokopter ist.

      1. Es geht eben nicht um die Armeen sondern Rebellen, die meistens kaum Ausrüstung und Ausblidung besitzen. Durch so einfache Geräte kann ein relativ hoher Schaden zugefügt werden.

        Frühere Partisanen-Einheiten haben auch vor allem durch die Auskundschaftung der tatsächlichen Armeen Widerstand geleistet.

        1. Da hast Du recht, aber wo willst Du die Grenze ziehen? Dann dürfen in gewisse Länder auch keine Autos mehr exportiert werden, die könnten auch von Rebellen für militärische Zwecke missbraucht werden. Ich erinnere mich da an einen Artikel über den Toyota Land Cruiser, der massenhaft vom IS genutzt wird.

          1. Wenn es nach mir ginge, dann gebe es tatsächlich mehr Embargos.

            Eventuell sollte man Sicherheitsvorkehrungen treffen, die zivile Geräte unschädlich machen, wenn diese zweckentfremdet werden (oder den Besitzer wechseln).
            ZB ein Backdoor Signal welches den Einsatz ziviler Ausrüstung in einem bestimmten Umkreis sperrt/abschaltet.

            Man bewegt sich da natürlich immer auf der Schwelle des Überwachungsstaats, wenn man derartiges einführt.

        2. Nein er hat nicht recht, denn selbst „Rebellen und Terroristen“ haben heut zu Tage jedes Hightech Spielzeug und jede Waffe die die Armee hat und vieles kauft die Armee selbst, hab letztens erst eine Reportage gesehen wo es darum ging. Wenn du genug Geld hast bekommst alles, ned umsonst hat Amerika 2012 um 10200Millionen$ Waffen exportiert. Da interessiert sich echt kein Schwein für so a Spielzeug ^^
          Hier no a paar Infos dazu wenns wem näher interessiert;
          https://en.wikipedia.org/wiki/Arms_industry

          1. Waffen sind etwas anderes als Dronen. Die Militärdrohnen haben nicht umsonst Selbstzerstörungsmechanismen, damit der Feind sie nicht wiederverwerten kann.

            Die Kosten dieser Dronen kann man außerdem nicht mit diesem – durchaus brauchbaren – Spielzeug vergleichen. So etwas können sich selbst kleine Einheiten leisten – und zB im Falle von Syrien sind bei Weitem nicht alle so gut finanziert wie der IS. Dass es hunderte solcher Gruppierungen gibt, vergisst man schnell, da keiner darüber berichtet.

          2. Das sehe ich anders als du, aber unterschiedliche Meinungen schaden ja nicht, im Gegenteil sie regen zum nachdenken an.
            Geld regiert die Welt und Kriege sind nichts anderes als Geldschaffung und selbst wir verdient bestes mit dem Verkauf von Waffen, Deutschland ist nicht umsonst der 4t größte Exporteur. (Auch Drohnen, Panzer, Bomben) Auch ist es fraglich wer Terroristen sind, in vielen Ländern ist es die USA die ins Land kommen um dort ihr System zu nähren. Das Geld für Waffen einstreifen, wohl wissend das es Blutgeld ist, mich wundert es nicht das wir nun bekommen was wir seit Jahrzehnten gesät haben. Und ich glaube eben nicht das es nun plötzlich anders sein soll, nur weil die Waffe nun Drohne heißt.

  3. Wer sich für rc Fluggeräte interessiert sollte sich die Dinger selber bauen. Das ist echt kein Hexenwerk! Dann hat man nur die Hälfte an Kosten aber mindestens das doppelte an Qualität… Und 80km/h ist jetzt auch nicht wirklich schnell, da fliegen meine Copter ja schon schneller!

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