QuadLock: Die wohl beste Fahrrad-Halterung fürs iPhone

Für alle aktuellen iPhones verfügbar

Bis vor kurzem habe ich während meiner Touren mit Trekkingrad oder Mountain Bike immer mein Garmin-GPS in einer Lenkerhalterung aufs Rad geschnallt und bin losgefahren. Bedingt durch meine wieder aufgeflammte Leidenschaft fürs Geocaching befindet sich mein iPhone XR trotzdem in meiner Tasche, um unterwegs während der Radtouren noch das ein oder andere Döschen zu heben. Warum also zwei Geräte mitschleppen, wenn Kartenmaterial und Routen-Tracking auch das iPhone übernehmen kann? 

Das Problem an dieser Sache: Es bedurfte einer praktischen, abnehmbaren und zugleich gut schützenden Halterung für das iPhone am Fahrradlenker. Mittlerweile kann ich sagen: Mit dem Zubehör von QuadLock bin ich nicht nur fündig geworden, sondern habe zumindest für mich auch eine perfekte Lösung gefunden. Das australische Unternehmen QuadLock bietet schon seit einiger Zeit modulare Halterungen und passendes Zubehör für den Einsatz auf dem Schreibtisch, im Auto, am Arm, an der Wand, sowie auf dem Fahrrad oder Motorrad an. Die unterstützten Geräte reichen vom iPhone 5/SE bis hin zum iPhone 11 Pro Max.


Ich hatte nun die Möglichkeit, mir zwei Fahrradhalterungen samt einem passenden Case und einer Regenhülle – vom Hersteller niedlich als „Poncho“ bezeichnet – für das iPhone XR anzusehen und an meinen Rädern auszuprobieren. Der Hersteller bietet verschiedene Varianten an Halterungen an, beispielsweise die klassische Variante des minimalistischen „Stem Mounts“, der mittels Gummibändern oder Kabelbindern (beides im Lieferumfang enthalten) am Vorbau des Lenkers befestigt wird. Diese Version eignet sich vor allem für sportlichere Räder wie MTBs oder Rennräder, die über einen entsprechend langen Vorbau verfügen. 

Spritzwasserschutz mit optionalem „Poncho“

Bei meinem Trekkingrad erwies sich der Stem Mount nicht als geeignet, so dass ich dort auf den „Out Front Mount“, der über einen kleinen Verängerungsarm verfügt, gesetzt habe. Dieser wird direkt an der Lenkerstange angebracht und mit einer Torx-Schraube fest angebracht. Anders als beim Stem Mount löst man das iPhone samt angelegtem QuadLock-Case dann nicht mittels einer Drehbewegung aus der Halterung, sondern drückt einen kleinen blauen Button, und dreht das Case dann ebenfalls mit einer Viertel-Umdrehung heraus. In der Praxis haben sich bei meinen Ausflügen beide Halterungen als äußerst stabil und wackelfrei erwiesen. Auf meinem MTB mit kleinem Stem Mount am Vorbau habe ich zunächst die beiden mitgelieferten Gummiringe zur Montage verwendet, und war zugegebenermaßen zunächst skeptisch, ob die Halterung auch bei Fahrten durch den Wald und in unebenem Gelände auf ihrem Platz bleiben würde. Einige Ausfahrten später kann ich jedoch sagen: Alles hält bombenfest, nicht verrutscht, wackelt oder klappert.

Eine der für mich praktischsten Features des QuadLock-Portfolios ist das perfekt passende zugehörige Case für das iPhone, das sich mit der oben bereits erwähnten Vierteldrehung schnell und einfach an der Halterung an- und ablegen lässt. Das schwarze Case liegt nicht allzu dick auf und verfügt über eine kleine Wulst an der Vorderseite, die sich leicht über die Ränder des iPhones legt und so für ausreichend Schutz sorgt. Alle Bedienelemente wie Kameralinse, Lightning-Port und Stummschalter sind weiterhin zugänglich. Wasserfest ist das Case allerdings nicht, so dass man bei regnerischem Wetter auf den QuadLock Poncho zurückgreifen sollte. Dieser besteht aus einer transparenten Schutzhülle, die über die Frontseite des iPhone-Cases gezogen wird und bietet damit Schutz vor Wasser von oben. Bei einem Regenschauer ist man so ausreichend geschützt – ins Wasser fallen sollte das iPhone aber trotzdem damit nicht. „Spritzwasserschutz“ ist hier das richtige Wort. Die Bedienung mit den Fingern ist auch mit angelegtem Poncho weiterhin möglich, allerdings sollte man sich auf eine etwas trägere Bedienung einstellen. Für den Notfall ist der Poncho aber ein unverzichtbarer Helfer – und passt aufgrund seiner geringen Maße auch in jede Radtrikot- oder Jackentasche. 

Ich habe das QuadLock-Zubehör vor allem auf kombinierten Rad- und Geocaching-Touren sehr schätzen gelernt. Mittels Google Maps oder einer anderen Navigationslösung findet man schnell den Weg, und kann dann später auf die entsprechende Geocaching-App umsteigen. Am Versteck des Caches lässt sich das iPhone für die Suche im Gelände dann schnell vom Rad abdrehen, so dass man die restlichen Meter zu Fuß im Gebüsch zurücklegen kann. Bequemer und praktischer geht es kaum. Dank des QuadLock-Cases und eventuell angelegtem Poncho muss man beim Geocachen auch keine Angst haben, dass das iPhone schnell Schaden nimmt. 

Variables System mit jeder Menge Zubehör und Ersatzteilen

Wenn ich überhaupt Kritik an dieser absolut durchdachten und hochwertigen Lösung äußern soll, ist es zum einen das nicht immer ganz einfache Einsetzen des iPhones in das Case. Durch die oben bereits beschriebenen überlappenden Wülste auf der Front und das verhältnismäßig steife Material braucht es etwas Zeit und Gefummel, bis das iPhone sicher verstaut ist. Dafür weiß man aber auch, dass das Gerät absolut sicher und perfekt im Case liegt. Weitere Kritik könnte man zudem an der Preisgestaltung äußern: Ein sogenanntes „Bike Kit“, in dem die kleine Stem Mount-Halterung, das passende Case für das iPhone-Modell und der Poncho enthalten ist, kostet im Webshop von QuadLock für mein iPhone XR 59,95 Euro. Für viele Radler, die einfach nur ihr iPhone am Fahrrad befestigen wollen, dürfte dieser Preis zu hoch angelegt sein. Bei Amazon gibt es schließlich Lenkertaschen und Fahrradhalterungen schon für ca. 15 bis 30 Euro. 

Ich jedoch habe mit dem QuadLock-System wohl die perfekte Lösung für meine Zwecke gefunden. Angesichts der Tatsache, dass man mit dem Bike Kit gleich drei perfekt zueinander passende Zubehörteile bekommt, die sich zudem auch mit anderen Halterungen und Accessoires erweitern lassen, halte ich dieses System für eines der ausgereiftesten und besten am Markt. Selbst Kleinteile, die vielleicht mal verloren oder kaputt gehen können, lassen sich auf der Website von Quadlock problemlos nachbestellen. Und wenn es dann doch mal ein neues iPhone-Modell wird, kauft man sich lediglich das Case und gegebenenfalls den Poncho neu hinzu, und kann die Halterung am Rad installiert lassen. Ich hoffe, dass mir dieses sichere und praktische Zubehör noch eine ganze Weile auf meinen Radtouren Gesellschaft leisten wird. Alle Halterungen und weiteres Zubehör gibt es auf der Website von QuadLock – dort lässt sich auch spezifisch nach dem eigenen iPhone-Modell oder anderen Smartphones suchen oder ein eigenes Bike Kit zusammenstellen.

Kommentare 14 Antworten

      1. Ich nutze ebenfalls SP Connect und benutze es meistens wegen Pokemon im Sommer. Mir ist letztens die Powerbank runtergefallen und das Telefon ist am Lenker geblieben. Bei mir ist es auf einem Mountainbike und ich kann dir auch sagen das es im Wald am Lenker bleibt. Es ist bei mir auf der Achse mit dem Micro Stem Mount fixiert, das einzige ist das ich mir manchmal es weiter nach vorne wünsche weil ich doch ein wenig zu weit nach unten schaue und nichts mehr von vorne sehe. Gesprochen hab ich mal mit einem der es auf dem touren Rad verwendet aber mit der Halterung die weiter nach vorne steht und der meinte das es für ihn zu viel vibriert, gesehen hab ich das aber noch nicht

  1. Hatte es mal beim iPhone5, eigentlich gut. Trägt nicht so dick auf und hält wirklich bombenfest. Problem war, dass Staub durch die Schlitze in der „Einrastvorrichtung“ kam und im Laufe der Zeit schön gescheuert hat. iPhone sah nicht so prickelnd aus. Also ab und zu mal rausnehmen und aus-/abwischen.

  2. Na ganz ehrlich, halte von sowas nix, da so teil sicher in eine Hülle gehört und am sicheren Platz aber nicht an Rad ok wer Geld zu verschenken hat ok, fahre viel selber viel Rad aber sowas no go, mir viel zu unsicher. Schöne Weihnachtszeit allen.

    1. Wenn du mit dem Rad unterwegs bist, wo bewahrst du dann dein iPhone auf? Oder lässt du es grundsätzlich zuhause?

      Mit der hier beschriebenen Lösung ist das iPhone 1. sicher in einer Schutzhülle verstaut und 2. mit dem Poncho noch zusätzlich gegen Schmutz und Regen geschützt.

      Bei einem Radunfall kannst du dir auch einen Displaybruch oder ein kaputtes iPhone einholen, wenn sich das Gerät in der Jacken-/Hosentasche oder gar im Rucksack/Messenger befindet. Je nach Aufprall und Unfallhergang.

  3. Ich habe Quadlock und SP Connect getestet und SP Connect hat klar gewonnen. Viel unauffälliger, keine Gummistrippen, die porös werden und meiner Meinung nach sogar ein etwas stabilerer Halt.

  4. Ich nutze QuadLock seit Dem iPhone 6 und bin mega zufrieden. Kann ich nur empfehlen! Es gibt einfach für jeden Zweck die passende Halterung. Und inzwischen mache ich mir die im 3D-Drucker selbst, wenn ich mal was besonderes brauche wie z.B. eine Halterung für‘s iPhone an meinem Selfie-Stick für die 360°-Kamera.

  5. Morpheus labs bietet als einziger die Möglichkeit das Gerät im 45Grad Winkel zu montieren. Sollte man nämlich irgendwelche Teile wie Display oder Fahrsteuerung am Lenker haben sind die Aufbauten von Sp und Quadlock nicht hoch genug. Hab Morpheus und Sp Connect. Morpheus ist für mich der beste bis auf die doch massive Halterung.

  6. Ich benutze QuadLock schon ewig, meine Frau auch. Wir haben an allen Fahrrädern, also Klapprad, Tourenrad oder Ebike die Halterungen dran und die Schutzhülle bleibt immer am Handy.
    Es stimmt, die Hülle für das 5/5s/SE hatte konstruktionsbedingt das Problem, dass Steine und Dreck reinrutschten. Das ist jetzt behoben.

    Die 30% auf alles letzte Woche hätte man echt erwähnen können.;)

    Was ihr nicht erwähnt habt, es gibt die Halterung neuerdings auch mit Lademöglichkeit über Funk, kenne den Fachbegriff gerade nicht, die war uns zwar zu teuer, aber die Idee, gerade fürs Auto, fand ich sehr überzeugend.

    Zum Thema Auto, auch hier habe ich die Halterung eingesetzt. Schade, dass es sie nicht bei Amazon gibt. Das Modell mit Saugfuß ist unglaublich gut. Da es im Auto weniger wackelt als auf dem Fahrrad wurde der Mechanismus zum lösen stark vereinfacht und die Saugkraft ist so stark, dass sie noch nie abgegangen ist.

  7. Ich finde die Hülle optisch hässlich und müsste dann regelmäßig die Hüllen wechseln. Das ist für mich nichts. Ich nutze auf meinen Fahrrädern lieber einfache schnelle Klemmsysteme.

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