Splid für iOS und Android: Einfache App zum Teilen von gemeinsamen Ausgaben

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Freddy 28. November 2017, 12:12 Uhr

Ausgaben mit Freunden aufteilen? Das ist per App wirklich kein Problem.

splid

In den letzten Tagen habe ich nach einer App gesucht, mit der sich Ausgaben aufteilen lassen. Eigentlich nutze ich dafür Splittr, allerdings war die Voraussetzung, dass die App auch mit Android funktioniert. Zudem soll die App auf meinem iPhone X schön aussehen, demnach angepasst sein. Diese beiden Kriterien grenzen den Kreis der Apps stark ein.

Folgende Kandidaten sind angetreten - und gescheitert: Splitr (nur für iOS), Splitwise (nicht fürs iPhone X optimiert, nur in englischer Sprache verfügbar), tabbt (nicht fürs iPhone X optimiert). Aber eine App habe ich dann doch noch gefunden: Splid (App Store-Link, Android-Version).

Splid gibt es für iOS und Android

Splid ist für das iPhone verfügbar, für das 5,8 Zoll große X-Display angepasst und für Android verfügbar (noch in einer Beta-Version). Und die Applikation kann nicht einfacher sein. Man legt eine Gruppe an, die sich entweder alleine oder mit mehreren Personen verwalten lässt. Mit einem Einladungscode kann man einer Gruppe beitreten. Der Gratis-Download erlaubt das Verwalten einer Gruppe, für 1,09 Euro lassen sich zwei Gruppen gleichzeitig anlegen und für 2,29 Euro werden alle Begrenzungen aufgehoben.

Ausgaben werden einfach mit Titel und Betrag hinterlegt, natürlich kann man angeben, wer die Ausgabe getätigt hat und wer davon profitiert. Ebenso lassen sich Zahlungen erfassen sowie neue Personen anlegen. In einer gesonderten Anzeige werden zudem alle Ausgaben aufgelistet. Natürlich rechnet Splid alle Ausgaben und Zahlungen so zusammen, dass am Ende des Tages nur die nötigsten Ausgleichszahlungen getätigt werden müssen.

Da Splittr immer noch nicht für Android verfügbar ist (aber in Arbeit), ist Splid die gewählte Applikation, die sowohl mit iOS als auch Android funktioniert. Und zwar einfach, kostenlos (bei einer Gruppe) und zuverlässig. Die Android-Version ist zwar noch eine Beta-Version, funktioniert aber, vermisst werden aber noch Push-Mitteilungen.

Splid – Abrechnen mit Freunden
Entwickler: Nicolas Jersch
Preis: Kostenlos*

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Kommentare13 Antworten

  1. DB sagt:

    Gestern geladen, macht einen guten Eindruck! Darf bleiben und wird in dem bevorstehen Urlaub getestet 🙂

  2. Pitti sagt:

    Aus der App-Beschreibung:
    „Oder aktiviere den Sync, damit ihr gemeinsam eintragen könnt. Ganz einfach und ohne Anmeldung.“

    Wie funktioniert das? Welche Daten werden erhoben, wohin geladen etc.? Wo sind die Datenschutzbestimmungen des Entwicklers? Bitte erstmal nähere Informationen einholen, bevor man eine App empfiehlt, nur weil sie für das Display des X „optimiert“ wurde…

    • Ole Martin sagt:

      @Pitti: Als Entwickler einer App, die für uns kostenlos ist, würde ich auf diesen Tonfall nicht reagieren. Mach dich doch selber schlau, wenn du Sorgen hast, dass man dir deine hochbrisanten Daten klaut… Leute gibts… 🙄

      • Pitti sagt:

        Erstens lieber Ole Martin, „kostenlos“ ist hier die große Frage, Daten sind die Währung des 21. Jahrhunderts. Zweitens gibt die Webseite des Anbieters zu dem Thema nichts her und drittens erwarte ich von Seiten wie diesen, dass vor Appempfehlungen auch die kritischen Punkte hinterfragt werden und nicht nur darauf achtet, dass die App für das X „optimiert“ ist. Viertens wurde mit meinem Kommentar nicht der Entwickler angesprochen.
        Wo hast du Lesen und Verstehen gelernt?

        Leute gibt’s, die denken nicht und meinen, sie müssen einem von der Seite anmachen. Unglaublich.

    • Freddy sagt:

      Wenn du Gruppen alleine verwaltest, passiert das offline. Wenn du Gruppen mit mehreren Personen gemeinsam verwalten möchtest, geht das nur online. Welche Server da genutzt werden weiß ich nicht, allerdings stammt der Entwickler aus Deutschland. Man muss kein Konto anlegen.

      • Pitti sagt:

        Wäre aber gut zu wissen, denn die Server könnten ja auch im Ausland stehen. Unabhängig davon ist es nicht legal Daten abzugreifen, ohne dass hierüber entsprechend informiert wird. Wie erfolgt die Identifikation ohne Konto, was genau wird gespeichert, welche Gerätedaten etc. verwendet? Das sind alles Fragen, die vom Entwickler auf der Homepage oder in der App beantwortet werden müssen. Schade, dass sich hierüber offenbar die meisten heutzutage überhaupt keinen Kopf mehr machen.

        • Fischeropoulos sagt:

          Aber mal ehrlich, diese Daten sind doch wirklich uninteressant. Es gibt im Grunde keine Personen bezogen Daten die hier nützlich wären. Wenn man jetzt ein Konto anlegen müsste, dann würde ich es verstehen, so aber nicht.

          • MischiZ sagt:

            Mal ehrlich, alle Daten sind heutzutage offenbar interessant, sonst würden Firmen diese nicht erheben. Mal ein bisschen von hier, mal ein bisschen von dort. Diese ständigen Abschwächungen bringen gar nichts.
            Fakt ist, diese App bzw. dieser Entwickler verstößt offensichtlich gegen Datenschutzbestimmungen und die App wird hier empfehlen. Das nenne ich unseriös.

          • Fischeropoulos sagt:

            Ich habe den Entwickler mal angeschrieben, bin gespannt was er schreibt.

          • Fischeropoulos sagt:

            Hier die Antwort:

            „Hallo Angelo,

            vielen Dank für deine Mail und vor allem für den netten Artikel auf appgefahren.de, den ich gerade gesehen habe. Schön, dass euch Splid gefällt!

            Für den Zugriff auf die Fotos benutze ich die von Apple bereitgestellten UI-Komponenten. Das heißt, meine App bekommt nur Zugriff auf das eine Foto, das du als Nutzer auswählst. Ich habe auch gerade gesehen, dass dazu aber offenbar nicht mehr um Erlaubnis gebeten wird. Das war früher anders und ich vermute, Apple hat das iOS-weit geändert und erlaubt nun den sofortigen Zugriff, solange man dazu Apple’s Komponenten benutzt.

            Vielleicht noch ein paar allgemeine Bemerkungen zu Splid und Datenschutz:

            1. Das Grundkonzept von Splid ist bereits so angelegt, dass ein besonders hoher Schutz deiner Daten gewährleistet ist. Zum Beispiel kannst du deine Gruppen auch gänzlich offline lassen. In dem Fall bleiben deine Daten vollständig auf deinem Telefon. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal und steht im Gegensatz zu anderen Apps wie z. B. Splittr und Splitwise, die die Daten immer übertragen.

            2. Ich verzichte komplett auf das Anlegen eines Kontos mit einer E-Mail-Adresse. So wird nicht nur der Missbrauch deiner E-Mail-Adresse ausgeschlossen, sondern auch die Zuordnung deiner Daten verhindert. Was ich als Entwickler an Daten erhalte ist im Prinzip nur eine Sammlung aus Bezeichnungen, Beträgen und die Namen der beteiligten Personen. Da es sich bei den Namen meistens nur um die Vornamen handelt, ist es fast unmöglich irgendetwas unredliches mit diesen Daten anzustellen. Ich als Entwickler weiß sogar noch nicht einmal, welche Gruppen vom gleichen Gerät/Nutzer erstellt worden sind.

            3. Ich stehe zudem im Kontakt mit einem Juristen, um an einer Datenschutzerklärung zu arbeiten, die leider noch fehlt. Auf http://www.splidapp.com/privacy gibt es bereits eine vorläufige Erklärung, die ich mit meinen begrenzten Ressourcen selber zusammengeschustert habe. Diese ist jedoch unvollständig und wird in Kürze überarbeitet. Da ich als Einzelkämpfer auf zwei Plattformen jedoch viele Dinge gleichzeitig um die Ohren habe (darunter auch sicherheitsrelevante Dinge), kann das noch bis Januar dauern. Dafür bitte ich um euer Verständnis.

            Seid bitte allgemein versichert, dass ich den Schutz meiner Nutzerdaten von vornherein ernst genommen habe und auch weiterhin ernst nehmen werde. Bei weiteren Fragen schreibt mich gerne an.

            Nochmals allerbesten Dank für den netten Artikel und viele Grüße aus Berlin
            Nico“

            Ich habe ihm noch geschrieben, dass ich den Artikel nicht verfasst habe 😉

    • Manuel sagt:

      Was mich besorgt: Möchte man ein Gruppenbild hinzufügen, kann man ein Foto aus der iPhone-Foto-Mediathek wählen, ohne dass man den Zugriff auf die eigenen Fotos bestätigen muss.

      Das heißt, die App hat offenbar ab dem ersten Start Zugriff auf meine Fotos, ohne nach einer Berechtigung zu fragen.
      In den Datenschutz/Fotos Einstellungen taucht die App demnach auch gar nicht auf.

      Wie kann die App die Fotos-API überhaupt nutzen, ohne die Berechtigung zu erfragen?

  3. cahuito sagt:

    hatte bislang Splitr installiert, aber nie wirklich benutzt, weil ich reine iOS-Eingaben immer umständlich finde.
    hierüber dann aber Splitwise entdeckt, dass auf iPhone und iPad und Mac (Browser) funktioniert, übrigens auch auf deutsch. SUPER !

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