User-Test: Quickoffice Mobile Suite für das iPhone

Unser Nutzer Sascha hat uns einen weiteren Test zukommen lassen. Diesmal hat er die App Quickoffice Mobile Suite fürs iPhone getestet.

Jeder iPhone-Nutzer kennt es: Dokumente – ob nun Word, Excel oder Powerpoint – zu öffnen funktioniert mehr oder minder gut. Geht es aber darum, diese zu bearbeiten oder gar direkt am Gerät zu erstellen, dann sieht es schlecht aus. Richtige Testberichte gibt es wenige und viele Apps versprechen eine Lösung, geben sich aber schon in den einfachsten Funktionen geschlagen. Quickoffice Mobile Suite drückt mit aktuell 3,99 Euro zwar ein wenig auf den Geldbeutel, behauptet jedoch die größtenteils teurere Konkurrenz in den Schatten zu stellen.

Nach dem Öffnen des Programms findet man sich in einer klassischen Ordneransicht wieder, in welcher alle Dateien als Liste angezeigt werden. Eine Menüleiste am unteren Rand lässt einen Dateien und Ordner erstellen, Dateien als eMail versenden, verschieben und löschen.

Öffnet man nun eine Word- oder Exceldatei, werden in selbiger Leiste kompakt und übersichtlich alle Tools angezeigt. Fotos lassen sich zwar nicht bearbeiten, allerdings ebenfalls in einem Viewer betrachten. Durch die Anzahl der unterstützten Dateiformate dürfte Quickoffice schnell die meisten Verwaltungsapps überflüssig machen. Unterstützt werden: .txt, .doc, .docx, .xls, .xlsx, .ppt, .pdf, .iwork, .html, .png, .tif, .jpg, .gif, .bmp, .mp3 und viele weitere.

Die Bedienung von Word und Excel ist einfach und übersichtlich gehalten, wodurch sich schnell auch umfangreichere Dateien erstellen und bearbeiten lassen – natürlich wahlweise auch im Landscapemodus. Der Funktionsumfang kann dabei zwar nicht den großen Programmen für Windows und Mac das Wasser reichen. Für eine allgemeine Verwaltung reicht es aber allemal. Zumal nicht unterstützte Formatierungen nicht gelöscht werden, am heimischen PC also auch nach Überspeichern der Datei weiterhin vorhanden sind.

Der Funktionsumfang von Word ist recht umfangreich. Folgende Optionen stehen dem User zur Verfügung: Fett, Kursiv, Unterstrichen, Schriftgröße (8-72), Schriftart (7 integriert), Textfarbe, Markierung, Textausrichtung (Links, Rechts, Zentriert), Aufzählungen, Suche innerhalb der Datei, Copy & Paste. Der Funktionsumfang in Excel ist ebenfalls recht groß: über 100 Rechenfunktionen, Fett, Kursiv, Schriftgröße (8-72), Schriftart (7 integriert), Textfarbe, Hintergrundfarbe, Zellenränder, Zahlenformate, Textausrichtung (Links, Rechts, Zentriert), unbegrenzte Anzahl Arbeitsblätter, Zellen/Spalten einfügen, unbegrenzte Anzahl Zellen/Spalten, Suche innerhalb der Datei, Copy & Paste.

Die Ladezeiten sind auch bei größeren Bilddateien (>4mb) noch sehr gering und selbst das Zoomen funktioniert flüssig und ohne Nachladen. Die gesamte App lässt sich zusätzlich mit einem Pincode verriegeln und integriert sich in die eMail-App, wodurch Dateianhänge direkt geöffnet werden können.

Unverständlich ist es dagegen, warum es noch noch keine Integration in iTunes gibt. Dateien lassen sich nur bei vorhandener WLAN-Verbindung über den Browser auf das Gerät spielen, oder durch eMail-Anhänge speichern. Für Leute, welche über kein WLAN verfügen ist das natürlich ein K.O.-Kriterium. Auch das Erstellen und Bearbeiten von Powerpoint-Dateien ist momentan noch nicht möglich. Die Entwickler haben allerdings bereits ein kostenloses Update angekündigt, welches dies nachliefern soll.

Für 3,99€ (ehemals ganze 14,99€) bietet Quickoffice eine komfortable Officelösung für das iPhone, welche nicht an den Funktionsumfang der PC-Versionen herankommt, alles in allem aber doch durch ihre Übersichtlichkeit überzeugt. Updates erscheinen in regelmäßigen Abständen und mit der bald verfügbaren Powerpointumsetzung ist man unterwegs auch für umfangreichere Dateien sehr gut gerüstet. Nur eine direkte Integration in iTunes wäre noch wünschenswert, um nicht an eine Internetverbindung gebunden zu sein.

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