Prynt Pocket: Kompakter iPhone-Drucker für Sofortfotos im Test

Freddy Portrait
Freddy 15. Januar 2018, 11:30 Uhr

iPhone-Fotos sofort ausdrucken? Das ist mit dem Prynt Pocket kein Problem.

Prynt Pocket

Die iPhone-Kamera macht einfach verdammt gute Fotos. Auf eine kompakte Digitalkamera verzichte ich oftmals, da das iPhone super Fotos knipst. Und wer die Fotos direkt ausdrucken möchte, kann einen kompakten iPhone-Drucker einsetzen. Einige bekannte Vertreter gibt es schon, unter anderem mit dem HP Sprocket oder Polaroid ZIP. Mit dem Prynt Pocket möchten wir euch einen weiteren iPhone-Drucker vorstellen, der Fotos im Format 5 x 7,6 Zentimeter drucken kann.

Im Gegensatz zu den anderen iPhone-Druckern erfolgt hier die Verbindung nicht via Bluetooth oder WLAN, sondern über eine Steckverbindung via Lightning-Anschluss. Kompatibel ist der Prynt Pocket dabei mit allen aktuelleren iPhone-Modellen, da sich der flexible Schieberegler an jede Größe anpasst. Die Abmessungen des Druckers betragen 84 x 71 x 48 Millimeter bei 164 Gramm. Der eingebaute Akku erlaubt bis zu 20 Ausdrucke pro voller Aufladung.

Der Sofortbilddrucker ist schnell einsatzbereit. Loben muss man hier auch die tolle Verpackung, aus der man alle beiliegenden Produkte einfach herausnehmen kann. Das spezielle Papier muss man in die dafür vorgesehene Kassette legen und in den eigentlichen Drucker schieben. Das iPhone wird dann auf den Lightning-Connector geschoben und fixiert, alle weiteren Einstellungen werden dann in der kostenlosen Prynt Pocket-App vorgenommen.

Prynt Pocket iphone

Die Prynt Pocket-App (App Store-Link) ist wirklich toll, allerdings muss man zwingend ein Konto mit E-Mail und Name anlegen - optional ist auch ein Facebook-Login möglich. Warum bei solch einem Produkt ein Account notwendig ist, erklärt sich mir nicht. In der App selbst könnt ihr aus eurer Bibliothek das Lieblingsfoto auswählen, es vorher noch beschneiden und mit kleinen Anpassungen verschönern und dann ausdrucken.

Prynt: Gedruckte Sofortbilder
Prynt: Gedruckte Sofortbilder
Entwickler: Prynt
Preis: Kostenlos

Zusätzlich bietet die Prynt Pocket-App eine besondere Möglichkeit. Es können kurze Videos in die Fotos eingebettet werden, die durch das Scannen des gedruckten Bildes mit dem iPhone abgespielt werden. So kann man nicht nur einen kurzen Schnappschuss ansehen, sondern das Bild zum Leben erwecken.

Der Prynt Pocket wurde so konzipiert, dass er mit eingelegtem iPhone mit einer Hand gehalten werden kann, um so schnell ein Foto knipsen zu können. Dazu gibt es ein kleines Rad, das den Zoom übernimmt sowie ein Auslöseknopf.

Prynt Pocket app

Doch wie gut ist die Qualität der ausgedruckten Bilder? Zuerst sollte klar sein, dass die Fotos im Vergleich zu herkömmlichen Fotos relativ klein sind. Der Druck an sich geht schnell vonstatten, die Qualität schwankt jedoch je nach Motiv. Mein Motiv einer Skilandschaft sieht ausgedruckt wirklich nicht schön aus, ein Selfie oder das abgebildete Riesenrad sind hingegen gelungen. Der Regenbogen war natürlich ein Testmotiv, bei einfachen knalligen Farben sieht der Druck wirklich klasse aus. Alle Fotos sind gleichzeitig Aufkleber, die sich in Alben oder auf Gegenstände kleben lassen. Beachten sollte man zusätzlich, dass hier die Zink-Drucktechnik zum Einsatz kommt, die auf Tinte verzichtet, da sich die Farbpigmente bereits im Zink-Papier befinden.

Prynt Pocket exm

Der Prynt Pocket ist ein guter iPhone-Drucker, der auf WLAN und Bluetooth verzichtet. Die zugehörige Applikation ist sehr lobenswert, auch die Druckanimation ist toll gemacht. Die Qualität der Fotos hängt stark vom gewählten Motiv ab. Achtet darauf, dass ihr euer iPhone nicht zu eng in die Vorrichtung klemmt, denn eine Möglichkeit diese wieder zu entriegeln gibt es erst, wenn das iPhone manuell entfernt wurde.

Der kompakte iPhone-Drucker, der auf Partys, Hochzeiten und Co. sicherlich eine gute Figur macht, ist jedoch nicht ganz günstig. Der Drucker mit 10 Seiten Papier kostet 169,99 Euro und ist in den Farben dunklegrau, lavender, grün und hellgrau verfügbar. Das 40er Nachfüllpack kostet bei Amazon 30 Euro, bei Prynt selbst nur 19,99 Euro (im Shop in der App, ab 30 Euro versandkostenfrei).

Prynt Pocket antrazit grau, kompakter iPhone...
  • Tragbare Sofortbildkamera: Drucke brillante Fotos von deinen Bildern, sozialen Netzwerken aus! Oder mache Echtzeitaufnahmen mit deiner Kamera und drucke in 5 x 7.62 cm-Format
  • Bearbeiten & verewigen: Benutze Filter oder passe das Licht an, füge ganz leicht Texte hinzu auf deinem Smartphone bevor du das Bild ausdruckst. Die Rückseite der Bilder sind selbstklebende...

Prynt Zink Papier, Nachfüllpapier für Prynt...
  • Selbstklebendes Fotopapier für Ihre Sofortbildkamera
  • Kompatibel mit Prynt Pocket und Prynt Case

(YouTube-Link, appgefahren bei YouTube)

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Kommentare25 Antworten

  1. Cupsurfer sagt:

    Toller Test, Freddy!

    Frage meinerseits:
    Wie gut sind die Bilder im Vergleich zum Drucker von HP?
    (Meines Wissens haben die doch auch eine Art iPhone-Drucker)

  2. Barkaribbean sagt:

    Wer druckt denn heute überhaupt noch Fotos aus? Wenn man bedenkt wie im heutigen digitalen Zeitalter und der Anzahl von Fotobüchern wie Pixum um nur den Testsieger aus dem letzten Jahr zu nennen, sind Fotodrucker meines Erachtens obsolet! Ich denke Freddy, das du das genauso siehst!

    • Freddy sagt:

      Wenn du keine Fotos druckst, ist das ok. Ich drucke auch eher selten Fotos. Aber zu speziellen Anlässen und passenden Situationen ist es schon praktisch. Zum Beispiel für ein Gästebuch auf der Hochzeit.

      • EiDi sagt:

        Das sehe ich genauso! Die Welt ist nicht nur mit Teens und Twens bevölkert! Gerade ältere Menschen freuen sich noch über ein reales Foto von der frischgeborenen Enkelin oder Enkel, oder von der Hochzeit, vom runden Geburtstag und und und! Gäbe es keinen Markt dafür, würden diese Geräte wohl kaum produziert! Und dies auch noch von diversen Herstellern.

  3. mimo sagt:

    Meiner Meinung nach für ein Gadget zu teuer (vor allem die Folgekosten). Für den professionellen Einsatz nicht zu nutzen. Dann lieben zur Drogerie um die Ecke und auf halbwegs vernünftigen Papier Printen lassen. Aber schließe mich an. Toller Test.

  4. Obst-Micha sagt:

    Ich finde die Ausdrucke extrem streifig. Bin ich etwa verwöhnt?
    Die wenigen Fotos, die es zum Papierabzug bringen sollen, müssen dann aber auch astrein aussehen. Da scheidet dieses Gerät offensichtlich schon mal aus.

  5. Polat38 sagt:

    Sorry aber was ist denn ein zink Papier? Brauch ich da keine Tinte oder ähnliches nachfüllen? Will mir so ein Gerät anschaffen. Kenne mich da aber wenig aus. Bin etwas von der älteren Generation 🧐😁

  6. Elja sagt:

    Ich hab den Canon Selphy. Der macht doppelt so große Fotos (10×15) via Thermosublimation (sehr gute Qualität) und hat auch WLAN. Alles Vorteile m.E. gegenüber dem PryntPocket. Für spontane Fotos auf Feiern oder wenn die Oma zu Besuch eine nahezu perfekte Lösung. Wir brauchen es häufiger für die Kids in der Schule.

    • EiDi sagt:

      Ich kann Dir in allen Punkten nur zustimmen, wie ich es ja auch schon in meinem Kommentar kurz erwähnt habe. Ich habe zwar noch das ältere Modell ohne WLAN, aber auch kabelgebunden ist der Drucker einfach nur geil.

    • Freddy sagt:

      Danke für die Infos. War mir vorher kein Begriff. Werde jetzt aber mal beim Hersteller nachfragen 🙂

    • Obst-Micha sagt:

      Wie lange bleiben die Prints denn Farbstabil? Thermosublimation hat diesbezüglich ja nicht den allerbesten Ruf.
      Hast du da Erfahrungswerte, die du mitteilen kannst?

      • Elja sagt:

        Hmm, ich verwende den Selphy schon seit vielen Jahren, inkl. Vorgänger. Allesamt von Canon. Ich hab ehrlich gesagt noch nichts von geringer Farbstabilität gehört. Ich würde sagen, sie verblassen sicher nach vielen Jahren ein wenig, wie auch die normalen Abzüge vom Negativ. Das ist aber völlig normal. Unter wikipedia-thermodruck hab ich auch nichts von diesem Nachteil gelesen. Im Gegenteil – dort heißt es: „Die Druckergebnisse sind von höchster Qualität und einem herkömmlichen Farbabzug vom Negativ sehr ähnlich.“ Ich habe mich damals extra für Thermosublimation entschieden, weil sie m.E. die beste Qualität liefern und keine Tinte eintrocknen kann. Jedoch ist das Papier dafür natürlich nicht ganz billig. Das sollte man bedenken.

      • EiDi sagt:

        Ich habe den Drucker ca. seit 3-4 Jahren! Ich kann bei den Ausdrucken bisher keine Veränderungen feststellen. Ich denke aber, dass sie dem gleichen Alterungsprozess, wie Fotos aus dem Labor unterliegen.

      • Elja sagt:

        Solltest du wirklich die Anschaffung eines mobilen Fotodruckers in Erwägung ziehen, solltest du dir den Selphy unbedingt mal anschauen. Keine Sorge, ich bin nicht von Canon, aber meine ganze Spiegelreflexausrüstung ist von denen und damals gab es nicht so viele Alternativen. Meine ältesten Ausducke sind ca. 10 Jahre alt. Die Farben sind ein wenig verblichen und das Papier leicht gewellt, weil es immer an der Fotowand hing. (Genau wie die gewerblichen Abzüge aus dem Labor.) Das Problem war eher die FarbECHTHEIT. Da muss man entweder etwas rumprobieren oder eine gewisse Toleranz mitbringen. Manche Fotos hatten einen leichten Grünstich. War aber so im Rahmen, dass es für mich gerade noch okay war. Da kann man aber sogar am Drucker Einstellungen ausprobieren, um mehr Farbechtheit hinzubekommen.

    • Freddy sagt:

      Das ging schnell und einfach. Der Canon Selphy ist schon demnächst bei uns im Büro für einen Test 🙂

  7. MentalistPro sagt:

    Sofortbilder, Schallplatten, Frotti-Schlüpfer – alles kommt irgendwann wieder und es wird immer eine Gruppe von Menschen geben die das gebrauchen können. Die Frage ist nur: Machen diese User genug Umsatz um das Produkt am Markt zu halten?

    Ja, Sofortbilder sind auf Party’s immer ein Renner. Da spielt Sinn oder Unsinn keine Rolle.

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