Tineco Floor One S5 im Test: Nass-Trocken-Sauger erledigt seine Aufgabe gut

Etwas zu teuer im Vergleich zur Konkurrenz

Wischen gehört bei mir definitiv zu der Arbeit, die ich einfach ungern mache. Etwas komfortabler wird es mit sogenannten Nass-Trocken-Sauger, die einfach zu bedienen sind und das Wischen erleichtern. Heute möchte ich gerne den Tineco Floor One S5 vorstellen, der ein wirklich gutes Wischergebnis abliefert.

Lieferumfang

Der Tineco Floor One S5 kommt mit einer Ladestation aus einfachem Plastik, einem Netzteil sowie einer Reinigungsbürste, einem zusätzlichen HEPA-Filter und einer Reinigungslösung. Der Sauger steht sicher in der Station und wird dort auch aufgeladen. Das sollte man vor der ersten Benutzung auch definitiv tun.


Insgesamt ist die Verarbeitung des Saugers gut, wobei hier wie gewöhnlich viel Kunststoff zum Einsatz kommt. Klapprige Teile gibt es nicht, die Tanks sitzen fest im Gerät und mit dem Handgriff kann man den S5 gut über den Boden bewegen.

Praxis-Einsatz

Zuerst muss man natürlich den Frischwassertank mit Wasser und optionaler Reinigungslösung füllen, hier sind maximal 800 Milliliter möglich. Der Schmutzwassertank kann dann bis zu 700 Milliliter aufnehmen, bevor er ausgeleert werden möchte. Per Sprache und Anzeige macht der Sauger darauf aufmerksam, wenn das Frischwasser leer oder der Schmutzwassertank voll ist.

Auf dem LED-Display wird zudem der Akkustatus angezeigt, gleichzeitig auch der gewählte Modus. Über einen farbigen Ring zeigt das Display an, wie stark der Boden verschmutzt ist. Rot spricht für eine hohe Verschmutzung, blau für einen weniger verschmutzen Boden. Im Auto-Modus passt der Sauger die Reinigungsstufe dann automatisch an, ihr könnt über die Taste am Handgriff aber auch manuell umschalten. Im Auto-Modus könnt ihr circa 35 Minuten am Stück reinigen, im Max-Modus sind es immerhin noch 28 Minuten.

Bürste geht bis zum Rand

Gut: Die Bürstenrolle des Tineco Floor One S5 geht zumindest auf einer Seite bis zum Rand. Rechtsseitig kann man so auch an Möbeln und Co saugen und alles aufnehmen, ohne manuell nacharbeiten zu müssen. Die Rolle kann man schnell entfernen und manuell reinigen, wobei der Sauger auch eine automatische Reinigung in der Station durchführt. Eine zusätzliche Ersatzrolle ist im Lieferumfang mit dabei.

Gutes Reinigungsergebnis

Da hier nur eine Rolle zum Einsatz kommt, „zieht“ der Sauger leicht nach vorne. Das macht die Handhabung sehr einfach, allerdings zieht man das Gerät auch zurück, um Bereiche mehrfach zu überfahren. Das ist nicht immer zwingend notwendig, bei leicht angetrockneten Resten aber unabdingbar. Müsli mit Milch ist überhaupt kein Problem, hier werden auch die Stückchen in den Tank gesaugt.

Die Wendigkeit ist in Ordnung, mit dem Handstück lässt sich der Sauger in die entsprechende Richtung navigieren, ganz so wendig wie andere Konkurrenz-Modelle ist der Tineco aber nicht. Das Wischen unter dem Sofa ist nur stark begrenzt möglich, da der Sauger nur leicht nach hinten geneigt werden kann, bevor die Hauptrolle abhebt und dann nicht mehr reinigt. Gut: Möchte man eine kurze Pause einlegen, kann man den S5 frei aufstellen, da er einrastet und von alleine steht.

Nach Abschluss des Vorgangs und der Selbstreinigung in der Station, sollte man den Schmutzwassertank leeren. Obwohl hier Gerüche über den HEPA-Filter nicht nach außen gelangen, würde ich das Schmutzwasser nicht länger im Tank belassen. Ein kleines Plastiksieb fängt größere Partikel auf, der Rest kann einfach ausgeschüttet werden.

Tineco-App zeigt ein paar Daten an

Die Tinece Life-App ist „nice to have“, wird in der Praxis aber nicht wirklich benötigt. In der App muss man seinen Sauger mit dem heimischen WLAN bekannt machen und kann dann den Zustand der Behälter und der Rolle einsehen, festlegen, ob man nur mit Wasser oder Lösung arbeitet, ein Protokoll öffnen, die Sprachausgabe auf Deutsch umstellen, die Lautstärke justieren oder ein Firmware-Update durchführen. Zur Nutzung der App muss man sich einen Account mit E-Mail und Passwort anlegen.

‎Tineco Life
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Preis: Kostenlos

Tineco Floor One S5 vs Tineco Floor One S5 Pro

Ein kurzer Blick Blick auf die erhältliche Pro-Version: Hier gibt es zusätzlich ein animiertes LCD-Display, das einfach etwas schöner und verständlicher ist, zudem gibt es einen weiteren Modus: Nur Saugen. So kann man noch zu nasse Stellen schnell trocknen. Ob euch diese Funktionen der Aufpreis von 100 Euro wert sind, müsst ihr selbst entscheiden.

Preis-Leistung und die Konkurrenz

Insgesamt bin ich mit dem Tineco Floor One S5 sehr zufrieden, die Reinigungsergebnisse sind top, die Handhabung einfach. So macht auch mir das Wischen mehr Spaß als mit der herkömmlichen Variante mit Wischmopp und Eimer.

Etwas Kopfschmerzen bereitet mir aber der Preis. Im Tineco Online-Shop wird der Floor One S5 mit 499 Euro gelistet, kauft man bei Amazon, muss man 519 Euro bezahlen. Und das ist mir persönlich etwas zu viel. Ich habe nämlich den Roborock Dyad lieben gelernt, der meiner Meinung nach etwas besser verarbeitet ist und mit seinen insgesamt drei Rollen einfach noch besser reinigt. Zudem ist dieser wendiger. Hier liegt der Preis bei 449 Euro, im Angebot gibt es den Roborock im Moment schon für 379 Euro bei OTTO oder 399 Euro bei Amazon.

Müsste ich mich entscheiden, würde ich definitiv zum Roborock Dyad greifen. Sicherlich wird der Tineco Sauger auch mal günstiger angeboten, zum aktuellen Zeitpunkt und mit Blick auf die Konkurrenz, ist der Floor One S5 aber einfach zu teuer.

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