Trello: Visuelles Organisations-Konzept jetzt auch offiziell in Deutschland gestartet

Apps zur Verwaltung von täglichen Aufgaben oder zum Projekt-Management gibt es zuhauf im deutschen App Store – Trello allerdings wagt einen ganz neuen Ansatz.

Trello

In den USA ist die Multi-Plattform-Anwendung mit einer Web-Version, für iOS, Android, Windows 8 und den Kindle Fire bereits seit längerem ein Erfolg, und auch hierzulande haben einige Nutzer auf die US-Version zurückgegriffen – bislang zählt man acht Millionen User. Seit dem 16. Juni dieses Jahres gibt es nun also auch eine deutsche Lokalisierung für die Trello-App (App Store-Link) und den offiziellen Lauch des Dienstes in Deutschland.

Trello lässt sich weiterhin kostenlos aus dem deutschen App Store herunterladen und kann mit seinen Basis-Funktionen gratis genutzt werden. Power-User oder Unternehmen zahlen pro Monat einen Betrag von 4,99 Euro pro Nutzer oder 44,99 Euro im Jahresabo. Für die Installation der 63 MB großen Universal-Anwendung ist mindestens iOS 8.0 auf dem iPhone, iPod Touch oder iPad notwendig. Neben einer Optimierung für das iPhone 6 gibt es in Trello auch Anzeige- und Bearbeitungsoptionen für die Apple Watch.

In einem Interview mit dem deutschen Magazin Wired erklärt Michael Pryor, Mitgründer des Entwicklungsstudios Fog Creek Software aus New York und verantwortlich für Trello, „Trello ist ein Tool, um visuell die Zusammenarbeit zu erleichtern. Es hilft dabei, ein Projekt gemeinsam besser zu erfassen, ob zu Hause oder im Büro.“

Trello ermöglicht eine Zusammenarbeit mit mehreren Nutzern

Diese visuelle Darstellung ist angelehnt an den englischen Begriff „trellis“, „Gitter“. Und in der Tat macht die Anwendung unter iOS von einem an die berühmt-berüchtigten Post-Its Prinzip Gebrauch, die von den Machern zusammengefasst als „Boards“ bezeichnet werden. Auf den Boards lassen sich Listen und Karten sammeln, verschieben und mit zusätzlichen Informationen wie Bilder, Checklisten oder Labels versehen.

Arbeitet man mit mehreren Nutzern an einer Aufgabe, was insbesondere im Beruf häufiger vorkommt, kann man weitere Nutzer zu einem Projekt hinzufügen. Dies geschieht entweder über die Kontaktliste des iPhones oder iPads, oder aber über eine Suche per E-Mail. Wer Benachrichtigungen für Trello aktiviert hat, bekommt akustische Hinweise, wenn andere Nutzer im Projekt aktiv waren.

In der Premium-Variante von Trello für 4,99 Euro/Monat bzw. 44,99 Euro/Jahr lassen sich neben weiteren Möglichkeiten zur Individualisierung mittels eigener Hintergründe auch größere Anhänge für die erstellten Karten einpflegen. In der Basis-Variante der App können Attachments bis zu 10 MB groß sein, zahlenden Nutzern wird der Upload von Dateien bis 250 MB gestattet.

In einer unübersichtlichen, überladenen Welt voller E-Mails, sozialen Netzwerken und Excel-Tabellen sieht Michael Pryor die eigene Anwendung als Möglichkeit, Struktur in den digitalen Alltag zu bringen. „Leute lieben Trello, weil es sehr anschaulich ist“, berichtet Pryor dem Wired-Magazin. „Das Prinzip orientiert sich an einer Tafel mit Post-it-Zetteln. Es kommt der Art entgegen, wie Menschen sich auch im wirklichen Leben etwas merken. Schauen Sie sich um: Am Kühlschrank, am Schreibtisch, am Monitor — überall hängen Zettel, die uns an etwas erinnern sollen.“

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