Ugreen Portable Monitor: Mobiles 16 Zoll-Display mit 165 Hz und USB-C ausprobiert

Ugreen Portable Monitor: Mobiles 16 Zoll-Display mit 165 Hz und USB-C ausprobiert

2,5K-Auflösung und Mini-HDMI integriert

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Es ist nun schon einige Monate her, dass wir erstmals über den Ugreen Portable Monitor berichtet haben. Mitte Mai dieses Jahres tauchte das tragbare 16 Zoll-Display erstmals in der Öffentlichkeit auf und konnte damals auch direkt im Onlinehandel bestellt werden. Bis ich jedoch an ein Testexemplar gelangen konnte, zogen so einige Wochen ins Land, ehe das Zubehör dann doch noch vor rund drei Wochen den Weg zu mir nach Deutschland fand. So kann ich nun auch endlich erste Eindrücke vom praktischen tragbaren Ugreen-Monitor mitteilen.

Der portable 16-Zoll-Bildschirm richtet sich vor allem an mobile Nutzer und Nutzerinnen. Das Display soll unterwegs für zusätzlichen Arbeitsraum sorgen und eignet sich ebenso für den Anschluss von Spielekonsolen. Mit seinem 16:10-Format und einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln bietet der Monitor etwas mehr vertikale Fläche als klassische 16:9-Modelle.


Beim Panel setzt Ugreen auf IPS-Technik. Die Bildwiederholrate von 165 Hz sorgt insbesondere bei Spielen und schnellen Bildwechseln für eine flüssige Darstellung. Gleichzeitig dürfte die hohe Pixeldichte bei Office-Anwendungen angenehm auffallen, da Texte und Benutzeroberflächen deutlich schärfer wirken als auf einem herkömmlichen Full-HD-Display.

USB-C als zentrale Verbindung

Bei den Anschlüssen setzt Ugreen auf maximale Flexibilität und bietet zwei voll ausgestattete USB-C-Ports sowie einen Mini-HDMI-Anschluss. Über USB-C lassen sich Bildsignal, Stromversorgung und Daten über ein einziges Kabel übertragen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das angeschlossene Gerät den DisplayPort-Alt-Mode unterstützt.

Wer den Monitor über HDMI betreibt, muss zusätzlich für die Stromversorgung über USB-C sorgen. Laut Ugreen reicht dafür ein Netzteil mit mindestens 15 Watt aus. Soll hingegen ein angeschlossenes Smartphone mit Strom versorgt werden, empfiehlt der Hersteller ein Netzteil mit mindestens 60 Watt. Gerade für mobile Setups sollte man daher das passende Netzteil beziehungsweise eine ausreichend leistungsfähige Powerbank einplanen.

Maximale Helligkeit von 500 Nits und HDR400

Auch beim Gehäuse bleibt Ugreen auf Mobilität fokussiert: Der Monitor ist lediglich 6,5 Millimeter dick und bringt rund 930 Gramm ohne weiteres Zubehör auf die Waage. Zum Lieferumfang gehören außerdem ein magnetischer Standfuß, mit dem sich verschiedene Aufstellwinkel realisieren lassen, sowie eine graue Schutzhülle mit einem weichen Innenfutter.

Bei der Bildqualität nennt Ugreen eine maximale Helligkeit von 500 Nits und Unterstützung für HDR400 beim Mini-HDMI-Anschluss. Das Panel deckt zudem den sRGB-Farbraum vollständig ab. Damit ist der Monitor für typische Einsatzbereiche wie Office-Arbeiten, Streaming und Gaming unterwegs ausgelegt. Für eine professionelle Bildbearbeitung bleibt allerdings ein speziell darauf ausgelegter Monitor aufgrund der höheren Anforderungen an Farbgenauigkeit und Kalibrierung die passendere Wahl.

Ich habe den Ugreen Portable Monitor nun seit rund drei Wochen bei mir vorliegen und konnte mir das tragbare Zubehör in dieser Zeit genauer ansehen. Beim Auspacken fällt direkt auf: Hui, das Display wirkt wertig. Graues mattes Aluminium umrahmt den Monitor, die Displayränder sind zudem sehr dünn. Was aber auch gleichzeitig meine Stirn runzeln ließ: Das Display könnte deutlich kompakter gestaltet werden, wenn Ugreen die große Aluminiumfläche an der Unterseite des Monitors weggelassen hätte. Andere Hersteller tragbarer Displays beweisen, dass es auch anders gelöst werden kann. Zwar gibt es beim Ugreen Portable Monitor auch einen integrierten Lautsprecher, der aber nur für den Notfall gedacht ist und wohl nicht die ganze untere Aluminiumfläche in Anspruch nimmt. Auch ein Akku ist nicht verbaut, so dass die große Frage bleibt: Warum dieser große breite Alu-Rahmen am unteren Bildschirmrand?

Monitor nur mit separatem Standfuß aufstellbar

Was ich außerdem mit gemischten Gefühlen betrachtet habe, ist der von Ugreen beigelegte Standfuß mit magnetischer Halterung. Wird dieser auf einem Schreibtisch genutzt, entsteht ein sehr ästhetisches und stabiles Monitor-Setup, bei dem der Monitor in seinem Winkel gekippt und im Hoch- und Querformat genutzt werden kann. Mit einem Eigengewicht von rund 400 Gramm ist der Ständer aber auch kein Leichtgewicht und muss als klobiges Accessoire ebenfalls mitgeführt werden, wenn man das Display unterwegs nutzen möchte. Einen eigenen kleinen Ständer auf der Rückseite des Displays sucht man beim Ugreen-Monitor leider vergeblich. Eine Lösung wie beispielsweise von der Nintendo Switch 2, um das Display bequem auch ohne die schwere Magnethalterung auf einem Tisch aufzustellen, hätte ich mir an dieser Stelle definitiv gewünscht. So könnte man den Monitor beispielsweise problemlos auch in der Bahn bei längeren Zugreisen verwenden, ohne die klobige Halterung mitnehmen zu müssen.

Im Lieferumfang des Ugreen Portable Monitors befindet sich neben dem Display-Panel selbst auch eine weiche graue Schutzhülle im Sleeve-Stil, die von innen weich gepolstert ist, ebenso wie ein rund einen Meter langes USB-C-auf-USB-C-Kabel, das auf einer Seite über einen abgewinkelten Stecker verfügt. Mit diesem lassen sich unter anderem iPads und MacBooks problemlos an einen der beiden USB-C-Ports des Monitors anschließen. Etwas schade ist die Tatsache, dass Ugreen bei einem rund 300 Euro teuren tragbaren Display kein Mini-HDMI-auf-HDMI-Kabel beilegt, obwohl ein Mini-HDMI-Anschluss vorliegt. Wer also eine Spielkonsole wie die Nintendo Switch 2 oder eine PlayStation anschließen will, braucht ein Adapterkabel. Ich habe mir für diese Zwecke ein zwei Meter langes Kabel bei Amazon bestellt, das je nach Länge nur rund 7 Euro kostet.

Über Powerbanks und Bildqualität

Mit dem separat gekauften Mini-HDMI-auf-HDMI-Kabel war es dann auch kein Problem, meine Nintendo Switch 2 an den Ugreen Portable Monitor anzuschließen. Die Stromversorgung des Displays wurde über eine 45W-Baseus PicoGo-Powerbank mit 20.000 mAh mit integriertem USB-C-Kabel gesichert. Auch eine leistungsfähigere Prime-Powerbank von Anker mit 24.000 mAh und 140W Leistung konnte ich zu diesem Zweck verwenden. Über die Nutzung von Powerbanks als Stromquelle für den Monitor lässt sich letzterer auch komplett autark, beispielsweise beim Zelten ohne eigene Stromversorgung, verwenden.

Positiv überrascht war ich von der ausgegebenen Bildqualität des Ugreen Portable Monitors. Obwohl das Display keine 4K-Auflösung liefert und stattdessen 2,5K mit 2.560 x 1.600 Pixel liefert, gibt es tolle Farben, schöne Kontraste und satte Schwarzwerte. Für ein tragbares Display ist dies durchaus beeindruckend, zumal auch eine HDR-Funktion mit an Bord ist, die bei unterstützten Inhalten für ein ausgeglicheneres Bild sorgt. Beim Anschauen von YouTube-Videos, selbst bei schnell bewegten Objekten, gab es keinerlei Bildprobleme, und auch Mario Kart World auf der Nintendo Switch 2 spielte sich flüssig und ohne Lags. Im direkten Vergleich mit meinem angeschlossenen MacBook Air M2 aus 2022 gab es bis auf die geringere Auflösung keine nennenswerten Farb- und Qualitätsunterschiede.

Fazit und Verfügbarkeit

Für wen eignet sich der Ugreen Portable Monitor demnach? Wer wie ich bereits über einen großen und leistungsfähigen Monitor zum Arbeiten am Schreibtisch verfügt und primär an einem festen Platz der eigenen Arbeit nachgeht, wird kaum Verwendung für einen portablen 16 Zoll-Monitor finden. Das Modelle eignet sich demnach vor allem für Personen, die auch unterwegs nicht auf einen zweiten Bildschirm verzichten möchten. Besonders interessant ist das 16-Zoll-Display für mobile Berufstätige und Geschäftsreisende, die beispielsweise am Notebook arbeiten und zusätzliche Fläche für Dokumente, Browser-Fenster oder Kommunikation benötigen. Auch im Schul- oder Uni-Umfeld gibt es oft Bedarf für einen mobilen Zweitmonitor, etwa beim gleichzeitigen Bearbeiten von Dokumenten und Recherchieren. Die Bildwiederholrate von 165 Hz macht das Gerät darüber hinaus für Gamer interessant, die einen zusätzlichen Bildschirm für Gaming-Laptops oder kompatible Spielekonsolen suchen.

Kleine Mankos wie ein nicht mitgeliefertes Mini-HDMI-auf-HDMI-Kabel, die Notwendigkeit des vergleichsweise klobigen Standfußes zum Aufstellen, der eher schlechte integrierte Lautsprecher und die große Aluminiumfront werden durch die sehr gute Bildqualität, die moderne Ästhetik, eine gute Verarbeitung und das geringe Gewicht des Displays wieder wettgemacht. Vor allem für digitale Nomaden und auf Reisen dürfte der tragbare Ugreen-Monitor einen echten Mehrwert bieten.

Der Ugreen Portable Monitor ist bei Amazon zum Kaufpreis von 299,99 Euro erhältlich. Wer Amazon Prime abonniert hat, profitiert von einer Lieferung direkt am nächsten Werktag.

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

Kommentare 1 Antwort

  1. Man bekommt den Monitor ggf. am gleichen Tag geliefert (bei mir wäre das so). Und heute erhalten Prime-Mitglieder sogar 16 % Rabatt! Ergo 251,99 EUR.

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