Mova GoBrew T30 ausprobiert: Was taugt die mobile Kaffeemaschine?

Mova GoBrew T30 ausprobiert: Was taugt die mobile Kaffeemaschine?

Nur unter bestimmten Voraussetzungen empfehlenswert

Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das?

Der asiatische Hersteller Mova hat sich in den vergangenen Monaten immer breiter aufgestellt. Nachdem man sich zunächst auf die Bodenreinigung konzentriert hat, spielen nun auch Haushaltsgeräte eine gewichtige Rolle. Neu auf dem Markt ist zum Beispiel die mobile Kaffeemaschine GoBrew T30, die wir uns in den letzten Wochen genauer angesehen haben. Preislich liegt ihr übrigens bei 99 Euro, erhältlich ist das gute Stück unter anderem schon bei MediaMarkt.

Da ich nicht wirklich ein Kaffeetrinker bin, habe ich mir die nötige Barista-Expertise bei meiner Schwester geholt. Sie bereitet ihre Kaffeekreationen sonst mit einer ordentlichen Siebträgermaschine zu. Die perfekte Begleitung für diesen Test, der mit einer überaus schicken Verpackung beginnt.


Die Verpackung macht einen hochwertigen Eindruck und wirkt durch ihr modernes Design ansprechend. Positiv aufgefallen sind außerdem die direkt aufgedruckten Servierempfehlungen sowie die integrierten Antworten auf häufige Fragen. Die erste Inbetriebnahme hat sich trotzdem kompliziert gestaltet, denn einige Erklärungen sind in der Anleitung missverständlich formuliert. Beispielsweise steht an einer Stelle „Füllen Sie Kaffeepulver ein“, während die dazugehörige Zeichnung das Wasserfach zeigt.

Aufwendig und wenig intuitiv im Zusammenspiel mit Kaffeepulver

Aber nicht nur die Anleitung sorgt für Tücken, auch sonst ist die Bedienung des Mova GoBrew T30 nicht unbedingt intuitiv. Es gibt nur einen einzigen Knopf für alle Funktionen. Um das Wasser aufzuheizen, muss dieser zu Beginn zweimal gedrückt werden. Drückt man ihn versehentlich nur einmal, wird das Wasser nicht erhitzt. Startet man anschließend den Brühvorgang, wird der Kaffee mit kaltem Wasser zubereitet. Das Ergebnis ist natürlich entsprechend.

Es gibt aber noch weitere Hürden. Die empfohlene Wassermenge für einen einfachen Espresso beträgt laut Mova 50 Milliliter. Das entspricht jedoch nicht den üblichen Standards der Espressozubereitung. Ein einfacher Espresso wird normalerweise mit etwa 25 bis 30 Millilitern Wasser bei einer Kaffeemenge von 7 bis 9 Gramm zubereitet. Die empfohlene Wassermenge führt daher zwangsläufig zu einem verwässerten Geschmack. Hier muss man den Bogen erst einmal raus haben.

Und wenn es dann doch mal klappt? Während der Extraktion entsteht offenbar ein hoher Druck in der Mova GoBrew T30 Kaffeemaschine. Trotz der vorhandenen Gummierung verschiebt sich der Kaffeebehälter leicht, sodass teilweise Kaffeepulver herausgedrückt wird. Nach dem Brühvorgang finden sich entsprechend viele Kaffeereste in und um den Behälter. Durch die vielen Einzelteile ist die Reinigung vergleichsweise aufwendig.

Mova GoBrew T30 punktet mit Kapseln

Frischer Kaffee ist letztlich nicht unbedingt die Stärke der mobilen Maschine. Anders sieht es mit Kapseln aus. Unterstützt werden originale Nespresso-Kapseln und auch alle kompatiblen Drittprodukte. Hier gibt es dann zwei Vorteile.

Zunächst einmal ist der Reinigungsaufwand deutlich geringer, da der Kaffeesatz ja in der Kapsel verbleibt. Und hier punktet dann auch der Brühkopf mit nur einer Öffnung, durch den mehr Druck aufgebaut werden kann. Das sorgt dann tatsächlich für gute Ergebnisse und leckeren Nespresso mit einer ansprechenderen Crema.

Und dann kann die Mova GoBrew T30 Kaffeemaschine doch noch ihre Vorzüge ausspielen. Ein großer Schluck Wasser und eine Kapsel reichen, um quasi an jedem Ort einen Kaffee zaubern zu können. Dank des integrierten Akkus mit einer Kapazität von 7.800 mAh können unterwegs bis zu 5 Tassen Kaffee erzeugt werden – ganz ohne Steckdose. Der größte Teil der Energie geht übrigens fürs Erhitzen des Wassers auf 92 Grad drauf.

Gelungener Formfaktor und geringe Lautstärke

Punkten kann die Maschine zudem durch den Formfaktor und das Gewicht von nur 750 Gramm. Außerdem ist die Mova GoBrew T30 mit einer Lautstärke von maximal 50 Dezibel ansprechend leise.

Aufgrund der Problematik mit Kaffeepulver ist die mobile Kaffeemaschine aber nur dann eine Empfehlung, wenn ihr Kapseln für die Zubereitung nutzen wollt. Gerade das dürfte für den mobilen Outdoor-Einsatz, etwa auf einer langen Wanderung, ohnehin die praktischere Wahl sein.

Mova GoBrew T30

Die Mova GoBrew T30 ist die ideale tragbare Espressomaschine für alle, die auch unterwegs nicht auf hochwertigen Kaffeegenuss verzichten möchten. Ob im Büro, auf Reisen, beim Camping oder im Alltag – diese mobile Kaffeemaschine vereint kompaktes Design mit professioneller Brühtechnik.

99 EUR

Anzeige

Fabian
Ich bin seit dem Start dieses Blogs im Jahr 2010 dabei und schreibe weiterhin gerne informative Artikel über Apps und Gadgets. Besonders freue ich mich neben neuen Smart Home Geräten auch immer wieder über kleine Spiele für iPhone und iPad, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann.

Kommentare 5 Antworten

  1. Also um auf 25-30ml Espresso zu kommen, benötigt man ca. 45-50ml Wasser, da im Puck ca 20ml bleiben, das passt normalerweise, allerdings frage ich mich, wie diese kleine Gerät 9bar Druck erzeugen soll? So viel benötigt man für einen echten Espresso. Das ist so viel wie in einem hart aufgepumpten Rennradreifen.
    Mir scheint das eher ein nettes Gadget zum Kaffee machen unterwegs zu sein, vor allem, da es für Nespressokapseln perfekt geeignet ist. Dann evtl. lieber ne Thermoskanne mitnehmen, da passt eh mehr rein und mit Nespresso ist es ja eh nicht wirklich ein “frischer Kaffee” 😁

  2. Falscher Aufwand am falschen Ort… vllt höchstens, wenn man in einer Berghütte ohne Strom übernachtet oder so. Aber für den einen seltenen Fall dann 100€+überteuerte Kapseln?

    Einfach guten Thermos mit guter Brühung füllen (kann man im Zweifel auch unterwegs im Café an einem Ort so bestellen). Das reicht für einen Tag.

    Und zuhause hat man eine echte Maschine.

  3. Dann lieber eine wacaco nanopresso. Hält auch mehrere Tage durch weil kein Akku 😉 Und heißes Wasser kann man entweder in der Thermo mitnehmen oder unterwegs selbst zubereiten.

    1. Ich habe seit einem Jahr die Pixapresso von Wacaco und brühe damit täglich.
      https://www.wacaco.com/products/pixapresso
      Problemlos, simple zu bedienen und zu reinigen.
      Ob Filterkaffee, Espresso oder Kapsel, das Teil ist bei richtiger Bedienung ein Top-Gerät für unterwegs.
      Für Espresso nehme ich übrigens 40ml Wasser und 10g Kaffeepulver.
      Natürlich ist das Ergebnis nicht mit einer 2000 Euro Siebträgermaschine zu vergleichen, aber es kommt dem schon verdammt nahe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert