Die Preise für RAM- und Speicherchips ziehen derzeit deutlich an, aber Apple sieht sich dadurch noch nicht ernsthaft unter Druck gesetzt. Während einer aktuellen Telefonkonferenz mit Analysten äußerte sich CEO Tim Cook zu den Entwicklungen in der Lieferkette, weil gerade Speicherkomponenten weltweit knapper und teurer werden.
Preise steigen spürbar an
Laut Tim Cook haben die höheren Kosten für RAM- und SSD-Chips im vergangenen Quartal nur geringe Spuren in Apples Bilanz hinterlassen, sodass die Bruttomarge kaum belastet wurde. Allerdings rechnet der Konzern im laufenden Quartal mit etwas stärkeren Effekten, denn die Preisentwicklung zeigt bislang keine klare Entspannung.
Gleichzeitig betont Cook, dass Apple die Situation genau beobachtet, während man intern verschiedene Szenarien durchspielt, um langfristig flexibel reagieren zu können.
Apple prüft mehrere Optionen
Sollten die Preise dauerhaft hoch bleiben, will Apple nicht tatenlos zusehen. Cook erklärte, dass das Unternehmen unterschiedliche Maßnahmen prüft, um mögliche Auswirkungen abzufedern. Konkrete Schritte nannte er zwar nicht, aber es ist bekannt, dass Apple durch langfristige Lieferverträge und große Abnahmemengen oft bessere Konditionen aushandeln kann.
Gerade deshalb bleibt Apple handlungsfähig, obwohl der Markt für Speicherchips aktuell stark von Nachfrage aus KI-Rechenzentren geprägt ist. Das zeigt auch ein Bericht vor wenigen Tagen, der besagt, dass Apple die iPhone-Preise trotz steigenger Speicherkosten nicht erhöhen will.
Rekordumsätze trotz schwieriger Lieferkette
Unabhängig von den steigenden Kosten liefert Apple weiterhin beeindruckende Zahlen. Im vergangenen Quartal erzielte der Konzern einen Rekordumsatz von 143,8 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch für das laufende Quartal zeigt sich Apple optimistisch, da ein Umsatzwachstum zwischen 13 und 16 Prozent erwartet wird. Alle Zahlen lassen sich hier nachlesen.
Apple bleibt entspannt, zumindest vorerst
Während andere Hersteller stärker unter steigenden Speicherpreisen leiden könnten, zeigt sich Apple aktuell robust. Zum einen steigen die Kosten in der Lieferkette, zum anderen sorgen hohe Umsätze und stabile Margen dafür, dass der Konzern ruhig reagieren kann. Ob sich das langfristig ändert, hängt jedoch davon ab, wie sich der Markt für Speicherchips in den kommenden Quartalen entwickelt.

Normal dass sie es gelassen sehen, haben ja eh schon immer einen deutlich Aufschlag dafür verlangt.