Obwohl bei mir gleich mehrere Saugroboter ihr Unwesen treiben, kann ich nicht auf einen Akku-Staubsauger verzichten. Die alten Modelle, bei denen man einen „Hund“ hinterherzieht, haben bei mir längst ausgedient – zu umständlich! Frischen Wind gibt es aus dem Hause Narwal, die mit der Narwal V40 Station erstmals einen Akku-Staubsauger mit Basis präsentieren. Ich habe den Sauger schon seit Ende letzten Jahres im Einsatz und möchte heute die positiven, aber auch die leicht negativen Erfahrungen mit euch teilen.
- 220AW kraftvoller Saugleistung, Teppich und Boden in einem Durchgang Reinigen: Der kabellose NARWAL V40 Handstaubsauger ist mit einem bürstenlosen...
- 120 Minuten Ultralange Laufzeit, leichtes Design – auch große Wohnflächen ohne Unterbrechung Reinigen: Der NARWAL V40 Kabelloser Staubsauger...
Warum so viel Plastik?
Dass die Station, der Staubsauger und das Zubehör größtenteils aus Kunststoff gefertigt sind, ist völlig normal. Was mir aber sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass jedes einzelne Teil noch einmal in einer Plastiktüte verpackt ist. Ähnlich wie bei Tineco muss auch Narwal das Verpackungsdesign überdenken und anpassen, damit es sich in die heutige Zeit einfügt. Andere Hersteller zeigen, dass es auch komplett ohne Plastik geht.
Davon abgesehen ist die allgemeine Verarbeitung des Produkts in Ordnung. Man merkt aber, dass hier kein High-End-Staubsauger abgeliefert wird, sondern ein moderner Sauger für die Mittelklasse – und der hat sogar ein paar Extras an Bord, die ich so noch nie gesehen habe.
Nachdem ich endlich alle Teile aus den Tüten geholt habe, ist der Aufbau wirklich kinderleicht. Für die doch relativ große Station, die 1.021 × 284 × 272 Millimeter misst, muss ein passender Platz gefunden werden. Leider gibt es kein Kabelmanagement auf der Rückseite, sodass das restliche Kabel einfach herumliegt.
Die Absaugstation ist wirklich durchdacht

Narwal erfindet das Rad nicht neu, doch die Ingenieure haben einen Schritt weitergedacht, um die Station im Vergleich zur Konkurrenz deutlich zu optimieren. Während auf der Front der klassische Staubbeutel sitzt, gibt es auf der Rückseite die Möglichkeit, das komplette Zubehör in der Station zu verstauen. Hinten steht dafür eine Art „Schranktür“ bereit, die sich einfach zur Seite ausfahren lässt. Hier finden die Fugendüse, die kleine Staubbürste sowie die motorisierte Mini-Bürste Platz, sodass diese nicht nur immer griffbereit sind, sondern auch bei Nichtgebrauch in der Station verschwinden.

Und das gefällt mir richtig gut. Andere Stationen, bei denen man das Zubehör wie an eine Art Baum aufhängt, wirken dagegen jetzt richtig unschön. Hier gibt es einen riesigen Daumen nach oben!
Wie gut saugt der Narwal V40 Station?
Bevor wir zur Saugleistung kommen, möchte ich noch einmal das Zubehör beleuchten:

- Hauptbürste: Die große Hauptbürste ist meiner Meinung nach etwas zu einfach gestaltet, da sie lediglich ein paar Borsten aufweist. Hier haben andere Anbieter gezeigt, dass Bürsten mit mehr Borsten effektiver sind. Ob das der Saugleistung einen Abbruch tut? Dazu gleich mehr. Darüber hinaus gibt es auf der Front ein paar weiße Lichter, die jedoch nur als Beleuchtung dienen. Staub wird mit dem relativ schwachen Licht nicht gut sichtbar gemacht.
- Mini-Bürste: Der Gamechanger für Sofas und Betten. Die kleine Mini-Bürste, die motorisiert ist, kann Sofas, Betten, Autositze und mehr zuverlässig reinigen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel „versteckter Schmutz“ dabei zusammenkommt.
- Staubbürste: Die kleine und sanfte Staubbürste eignet sich für Oberflächen. Da man optional weiche Borsten ausfahren kann, lassen sich auch empfindliche Stellen reinigen.
- Fugendüse: Die erfreulich lange Fugendüse bietet am Ende eine Gummilippe, um keine Möbel zu zerkratzen. Dafür ist sie etwas hinderlich, wenn man die Sofaritzen aussaugen möchte. Gut gefällt mir, dass die ohnehin schon lange Düse noch einmal ausgefahren werden kann.
Das Zubehör lässt sich über einen einfachen Klick-Mechanismus wechseln, was in der Praxis ohne Probleme funktioniert. Die verschiedenen Aufsätze können direkt am Handstück oder mit dem Saugrohr verbunden werden, sodass man mit der Fugendüse auch Bereiche des Hauses erreichen kann, für die man sonst eine Leiter benötigen würde.
Die Saugleistung im Detail

Jetzt aber: Die 220 AW beziehungsweise 28.000 Pascal starke Saugkraft ist ordentlich bemessen und sorgt dafür, dass sowohl auf Hartböden als auch auf Teppichen ein gutes Ergebnis erzielt wird. Nachdem ich 50 Gramm Körner, Flocken und Staub verteilt habe, konnte der V40 Station auf Parkett 98 Prozent davon aufsaugen. Auch im Teppich-Test hat der Akku-Staubsauger gut abgeschnitten, da er insgesamt 81 Prozent der Schmutz-Mischung aufgesaugt hat. Das sind wirklich sehr ordentliche Werte, wobei ich einen sehr flachen Teppich habe. Da ich keinen hochflorigen Teppich besitze, kann ich die Saugleistung dort nicht einschätzen. Aber: Je floriger ein Teppich ist, desto schlechter sind die Ergebnisse.
Automatische Entleerung in der Station

Sobald man mit der Reinigung fertig ist, stellt man den Sauger in die Station, damit die automatische Entleerung starten kann. Dafür muss ich zuerst das Saugrohr wieder komplett einfahren, was etwas nervig ist. Die Vorrichtung, in der der Sauger platziert wird, ist nicht ganz durchdacht, da man den Staubsauger in eine kleine Lücke schieben muss, die man nicht immer auf Anhieb trifft. Dafür ist die Entleerung wirklich super: Die Station saugt zweimal den Staub aus und schließt danach sogar wieder die Klappe von selbst. Somit ist der Akku-Staubsauger sofort für den nächsten Einsatz bereit.
Bei der Station sammelt Narwal übrigens die meisten Pluspunkte. Der V40 lädt natürlich in der Station, allerdings lässt sich dort auch ein zweiter Akku laden. Und es ist lobenswert, dass Narwal gleich zwei Akkus mitliefert – das ist die absolute Ausnahme. Da sich der zweite Akku ebenfalls in die Station schieben lässt, hat man stets einen vollen Ersatzakku und verlängert die Laufzeit damit enorm. Insgesamt gibt Narwal eine Laufzeit von bis zu 120 Minuten an, also bis zu 60 Minuten pro Akku. Diese wird aber nur erreicht, wenn man auf der kleinsten Stufe saugt. Nutzt man dauerhaft die höchste Stufe, was meiner Meinung nach nicht notwendig ist, reduziert sich die Laufzeit rasant.

Die generelle Handhabung des Geräts ist gut, wobei sich der Akku-Staubsauger im Vergleich zur Premium-Konkurrenz etwas günstiger anfühlt. Das Display ist zum Beispiel kein Highlight, zeigt aber die wichtigsten Details an: Restlaufzeit und gewählte Saugstufe.
Dass sowohl im Staubsauger selbst als auch in der Station HEPA-Filter zum Einsatz kommen, ist super, denn so bleibt der Staub im Gerät. Wer möchte, kann die Filter entnehmen und reinigen, was von Zeit zu Zeit definitiv empfehlenswert ist. Eine manuelle Reinigung der Staubbox ist ebenfalls ratsam, da auch die beste Absaugung immer ein paar Reste zurücklässt. Und während die Bürste verhedderungsfrei ist, kann es passieren, dass sich Haare am Filter in der Staubbox aufwickeln. Da man die Staubbox samt Filter komplett entnehmen und in Einzelteile zerlegen kann, ist die manuelle Reinigung kein Problem.
Mein Fazit zum Narwal V40 Station

Narwal zeigt mit der Narwal V40 Station, dass man auch auf dem Markt für Akku-Staubsauger mitmischen will. Der Ansatz ist gut, vor allem die Station ist durchdacht und wirklich smart. Mir gefällt, dass sämtliches Zubehör ordentlich in der Station verschwindet. Mit der Saugleistung bin ich sehr zufrieden, obwohl die Hauptbürste anfangs anderes hat erwarten lassen. Die generelle Verarbeitung ist in Ordnung, aber auch dem Preis angepasst.
Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis finde ich fair. Während der Originalpreis bei 449 Euro liegt, lässt sich die Narwal V40 Station aktuell für nur 379 Euro kaufen, wenn man den Coupon bei Amazon aktiviert. Zu diesem Preis muss sich das Gerät keineswegs verstecken und bietet ein richtig starkes Gesamtpaket!





