Apple hat die Apps des Apple Creator Studios rundum aufgefrischt und setzt dabei ordentlich auf KI-Funktionen. Betroffen sind mit Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro und mehr gleich eine ganze Reihe von Anwendungen, die per Update neue Features erhalten.
Pixelmator Pro wandert in alle Apple-Apps

Besonders auffällig ist die tiefere Vernetzung von Pixelmator Pro mit dem Rest des Apple-Portfolios. So lässt sich künftig direkt aus Final Cut Pro ein Einzelbild an die Bildbearbeitung übergeben. In den Office-Anwendungen Keynote, Numbers und Pages können Nutzer ein Bild im Dokument markieren, zur Bearbeitung an Pixelmator Pro übergeben und die Änderungen fließen unmittelbar ins Originaldokument zurück. Gleiches gilt künftig auch für Freeform unter iOS 27, iPadOS 27 und macOS Golden Gate.
Pixelmator Pro selbst bekommt zudem eine erweiterte Bildgenerierung per natürlicher Sprache sowie einen Content Hub mit einer kuratierten Bildsammlung. Auch die drei iWork-Apps profitieren: Sie unterstützen nun das KI-gestützte Erstellen von Vektorformen.
Final Cut Pro mit smarten Schnitt-Werkzeugen

Das größte Funktionspaket schnürt Apple für Final Cut Pro. Neu ist „Untertitel generieren“: eine vollständig gerätelokal laufende KI, die Videomaterial automatisch anhand des Tons untertitelt. Animationen sowie individuelle Schriftarten, Farben und Positionen lassen sich dabei frei kombinieren.
Ebenfalls neu: „Bearbeitungs-Erkennung“ analysiert fertig gerenderte Videos und zerlegt sie wieder in ihre ursprünglichen Clips auf der Zeitachse zurück. Das dürfte vor allem beim Nachbearbeiten fremden Materials oder beim schnellen Zusammenstellen von Highlight-Clips für soziale Netzwerke eine enorme Zeitersparnis bringen.
Auf dem Mac kommt darüber hinaus „Auto Mask“ hinzu, das Bildelemente wie Haut, Haare, Himmel, Laub oder Kleidung automatisch erkennt und freistellt. „Color Match“ liefert künftig präzisere und natürlicher wirkende Farbangleichungen unter wechselnden Lichtverhältnissen, während „Advanced Trimming“ das frame-genaue Feintuning von Schnittpunkten erlaubt.
Auch Logic Pro, Motion und Compressor profitieren

Motion unterstützt ab sofort das verlustfreie Skalieren von Vektorgrafiken, und Compressor bekommt einen „Immersive Metadata Viewer“ speziell für die Apple Vision Pro. Final Cut Camera erhält erweiterte ProRes-Unterstützung, eine Deaktivierungsoption für den digitalen Zoom sowie „Clean HDMI Out“ für die saubere Ausgabe eines unverfälschten Signals an externe Monitore und Aufzeichnungsgeräte.
Logic Pro überarbeitet seine „Akkord ID“-Funktion für akkuratere Akkorderkennung, während die Session Player nun flotter auf Eingaben reagieren und Akkordwechsel schneller umsetzen. Sowohl Logic Pro als auch MainStage erhalten in Alchemy einen neuen Granular-Sync-Modus, der laut Apple neue Dimensionen im Sounddesign erschließt.
All diese Anwendungen sind im Creator Studio Pro gebündelt verfügbar. Zum Preis von 12,99 Euro monatlich oder 129 Euro jährlich, wobei sich eine einzige Mitgliedschaft mit bis zu sechs Personen teilen lässt.

Das mit den automatisch erstellten Untertiteln geht nur im kostenpflichtigen Zusatzabo, oder?