Während alle gerade über die Midea PortaSplit reden, habe ich mir spontan den Midea Luftentfeuchter gekauft. Und das hat auch mit dem aktuellen Wetter zu tun, denn wie sagt man so schön: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Ok, ganz so schlimm ist es jetzt nicht, aber wieso ich jetzt einen Luftentfeuchter nutze, könnt ihr euch ja schon fast denken. Um Luft zu entfeuchten.
Aber der Reihe nach: Bei mir im Keller trocknen wir unsere Wäsche und durch zwei kleine Fenster hatten wir bisher kein Problem mit zu hoher Luftfeuchtigkeit. Der Keller selbst, der in den 70ern erbaut wurde, ist von Haus aus natürlich etwas feuchter als die Wohnräume oben. Allerdings haben wir während der krassen Sommerhitze ein deutliches Problem mit Feuchtigkeit gehabt.
Und daran sind wir auch noch selbst schuld. Da wir sonst beim Trocknen der Wäsche die Fenster öffnen, damit die Feuchtigkeit abziehen kann, haben wir an der Methode auch bei aktuell 35 Grad festgehalten. Wie sich herausstellt: ein Trugschluss.

Die gerade neu aufgebauten Schwerlastregale mit MDF-Böden haben nur wenige Tage später durchgehangen, obwohl eine Traglast von bis zu 250 Kilogramm pro Boden möglich ist. Das hat mich schon arg gewundert, bis wir dann festgestellt haben, dass die Luftfeuchtigkeit eindeutig zu hoch ist.
Doch in Physik habe ich wohl nicht gut genug aufgepasst. Wenn warme Luft auf die deutlich kältere Luft im Keller trifft, kühlt sie ab und es entsteht gefährliches Kondenswasser. Als Tipp gilt: Dauerlüften im Keller ist nur dann sinnvoll, wenn die Außentemperatur 5 Grad unter der Kellertemperatur liegt. Ansonsten ist Stoßlüften die richtige Wahl.
Da unsere Kellerfenster doch ziemlich klein sind, habe ich mich kurzerhand für den Midea Luftentfeuchter entschieden. Midea ist mir als Marke bekannt und der Preis war mit 169,99 Euro in Ordnung. Jetzt gibt es das Gerät aktuell sogar für nur 164,99 Euro.
So arbeitet der Midea Luftentfeuchter

Und da ich mir das Gerät gekauft habe, nutze ich die Gelegenheit, um euch auf die Funktionsweise der Geräte hinzuweisen. Gleichzeitig kann ich euch meine eigenen Erfahrungen mit dem Luftentfeuchter schildern.
So läuft der Prozess ab:
- Raumluft wird angesaugt: Ein Ventilator zieht die feuchte Raumluft durch einen Staubfilter ins Gerät.
- Abkühlung am Verdampfer: Die Luft strömt über einen sehr kalten Wärmetauscher (Verdampfer). Sinkt die Lufttemperatur unter den Taupunkt, kondensiert der Wasserdampf zu kleinen Tropfen – genau wie an einer kalten Getränkedose im Sommer.
- Wasser wird aufgefangen: Das Kondenswasser tropft in einen Auffangbehälter oder wird über einen Schlauch direkt in einen Abfluss geleitet.
- Erwärmung der Luft: Anschließend strömt die nun trockenere Luft über einen zweiten Wärmetauscher (Kondensator). Dort wird sie wieder leicht erwärmt und in den Raum zurückgeblasen.
Warum wird die Luft wärmer?
Der Kompressor erzeugt beim Kühlen Wärme. Diese Wärme wird nicht verschwendet, sondern genutzt, um die trockene Luft wieder zu erwärmen. Deshalb steigt die Raumtemperatur durch einen Luftentfeuchter oft um 1 bis 3 Grad, insbesondere in kleineren Räumen.
Welche Luftfeuchtigkeit ist optimal?
Für die meisten Menschen liegt der beste Bereich bei 45 bis 55 % relativer Luftfeuchtigkeit. In diesem Bereich fühlen sich die Atemwege am wohlsten, trocknen Haut und Schleimhäute weniger aus, ist das Risiko für Schimmelbildung gering und es werden Holzmöbel und Parkett geschont.
- Unter 40 %: Die Luft ist zu trocken. Das kann zu trockenen Augen, gereizten Schleimhäuten, Husten und statischer Aufladung führen.
- Über 60 %: Das Schimmelrisiko steigt, insbesondere an kalten Außenwänden, Fenstern und in schlecht belüfteten Ecken.
- Über 70 %: Hier sollte die Luftfeuchtigkeit möglichst schnell gesenkt werden, da Schimmel und Milben ideale Bedingungen vorfinden.
Da im Keller ohnehin die Luftfeuchtigkeit höher ist, arbeitet der Luftentfeuchter besonders effektiv. Da ich schon bei rund 70 % angekommen bin, habe ich schnelle Abhilfe gesucht und gefunden.
Das sind meine Erfahrungen mit dem Midea Luftentfeuchter
Das kompakte Gerät, das für Räume von bis zu 40 Quadratmetern geeignet ist, ist schnell einsatzbereit und kann auch komplett ohne App verwendet werden. Dabei stehen insgesamt vier verschiedene Modi zur Auswahl:
- Normaler Modus: Die gewünschte Luftfeuchtigkeit sowie die Windgeschwindigkeit können individuell eingestellt werden.
- Wäschemodus: In diesem Modus arbeitet der Luftentfeuchter auf voller Leistung. Es lassen sich keine eigenen Einstellungen tätigen, damit Kleidung effizient getrocknet wird.
- Intelligenter Modus: Da das Gerät einen Sensor besitzt, der die Luftfeuchtigkeit bestimmt, kann der Luftentfeuchter die Luftfeuchtigkeit zwischen 45 % und 55 % halten.
- Kontinuierliche Entfeuchtung: Im Dauermodus arbeitet der Luftentfeuchter mit höchster Leistung und kann auch 24 Stunden durchlaufen.
Ich habe mich anfangs für die dauerhafte Entfeuchtung entschieden, um schnell Abhilfe zu schaffen. Da der Auffangbehälter maximal 3 Liter Wasser fasst, nutze ich einfach die Drainage. Auf der Rückseite ist ein Auslass, an den sich ein herkömmlicher Gartenschlauch anbringen lässt. So erfolgt die Entwässerung automatisch, sodass ein echter Dauerbetrieb möglich ist.

Das funktioniert natürlich nur dann, wenn ein Abfluss in der Nähe ist. Da mein Keller einen Abfluss hat, war das bei mir kein Problem.
Und schon nach kurzer Zeit zeigt das Display die Verbesserung an. Nach rund 15 Stunden ist die Luftfeuchtigkeit von 70 auf 50 Prozent gefallen, was auch spürbar war. Gleichzeitig habe ich das Gerät im Nebenraum laufen lassen, der nicht ganz so stark betroffen war, doch auch hier haben einige Regalböden leicht nachgegeben.
Ich bin sowohl mit der Effektivität als auch mit der Handhabung sehr zufrieden. Wichtig ist aber, dass ihr den Luftentfeuchter anhand der Größe des Raums kauft. Ein zu schwacher Entfeuchter ist für einen zu großen Raum nicht sinnvoll.
Alles per App einstellen

Optional steht eine App bereit, in der sich alle genannten Modi auch aus der Ferne einstellen lassen. Etwas verwunderlich ist jedoch, dass der QR-Code aus der Beschreibung zur Midea-Air-App führt, die schon seit 2024 nicht mehr unterstützt wird. Stattdessen könnt ihr euch direkt die App „SmartHome (MSmartHome)“ laden und installieren. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Support für Alexa und Google Home ist mit dabei, allerdings habe ich diese smarte Anbindung nicht genutzt.
Mein Fazit zum Midea Luftentfeuchter

Wie schon erwähnt, gefällt mir der Midea Luftentfeuchter sehr gut. Er ist kompakt gebaut, steht auf Rollen für ein einfaches Verschieben und lässt sich kinderleicht bedienen. Natürlich ist das Gerät auf der höchsten Stufe laut (circa 57 dB auf einem Meter Entfernung), doch das ist mir im Keller ziemlich egal. Wer leiser entfeuchten will, nutzt einfach die niedrige Lüftergeschwindigkeit.
Sowohl die verschiedenen Modi als auch die App überzeugen, und die Verwendung des natürlichen Kältemittels R290 ist ebenfalls ein Pluspunkt. Es ist hocheffizient und zudem ein umweltfreundliches Kältemittel. Der Stromverbrauch ist mit 440 Watt auf der höchsten Stufe nicht zu vernachlässigen.
Sofern ihr Probleme mit zu hoher Luftfeuchtigkeit oder gar schon Schimmel habt, ist der Midea Luftentfeuchter eine sehr gute Wahl.
- 【Effiziente Entfeuchtung】Entfeuchtungsleistung max.20 Liter/24h. Geeignet für Räume bis ca. 80m³(40m²). Die Midea Luftentfeuchter vermeiden...
- 【APP-fähig】Die praktische App-Lösung ermöglicht eine Fernüberwachung und Steuerung in Echtzeit. Erlebe noch mehr Komfort durch die...
…deshalb in der Wetter App immer auf den Taupunkt schauen
Kannst Du das einmal erläutern?
Solche wirklich anwendbaren Dinge haben wir im Physik-Leistungskurs damals nicht gelernt.
https://wetterkanal.kachelmannwetter.com/rebekka-krampitz-erklaert-was-der-taupunkt-ist/
Siehe dort auch meinen Kommentar vom 1.Jan.2016
Danke!
Richtig! Leider hat der Taupunkt in Europa ein Schattendasein. Ich habe vor Jahren bei bergfex Gehör gefunden, die Verlaufskurve des Taupunkts zu implementieren. Seit paar Monaten fehlt sie wieder, und sie haben’s seit Wochen nicht wieder hingekriegt.
40 Watt Stromverbrauch halte ich für zu wenig, meiner im Keller zieht ca. 250 Watt. Ist von Comfee (gehört glaube auch zu Midea), macht 16L und ist für 80m3 geeignet. Evtl. war beim Messen des Stromverbrauches der Kompressor nicht an oder ein Tippfehler?
Ich werde das nochmal prüfen. Hatte einmal kurz gemessen, kann sein, dass der Kompressor gerade aus war… sind wohl eher 440, war ich zu blöd zum ablesen 🙈
Das Gerät hat eine Leistungsaufnahme von 360 Watt
Erstell dir doch einfach einen Apple Kurzbefehl, dann kannst du einfach Siri fragen, ob der richtige Zeitpunkt zum Lüften ist. Der Kurzbehl berechnet dann z.B. mit Temperatur und Luftfeuchtigkeit von einem HomePod mini im Keller und dem Eve Weather im Garten die absolute Luftfeuchtigkeit (g/m³) für innen und außen. Wenn Du also Siri fragst „Soll ich lüften?“ Antwortet sie dann “Ja, bitte jetzt lüften.“ sobald die absolute Luftfeuchtigkeit draußen niedriger ist als im Keller.
– Relative Luftfeuchtigkeit (%) sagt, wie nah die Luft an der Sättigung ist.
– Absolute Luftfeuchtigkeit (g/m³) sagt, wie viel Wasser tatsächlich in der Luft ist.
Für einen feuchten Keller solltest du daher immer die absolute Luftfeuchtigkeit vergleichen bevor Du lüftest. 🤓
Ein Beispiel:
– Keller: 16 °C, 90 % relative Luftfeuchtigkeit → etwa 12 g/m³ Wasserdampf.
– Draußen: 28 °C, 50 % relative Luftfeuchtigkeit → etwa 14 g/m³ Wasserdampf.
Obwohl draußen nur 50 % angezeigt werden (also scheinbar “trockener”), enthält die Luft tatsächlich mehr Wasser als im Keller. Wenn du jetzt lüftest, wird der Keller feuchter! 😳
Irgendwie ist das ein Verarsche-Gerät. Ich habe seit 7 Jahren als Entfeuchter den Comfee Luftentfeuchter MDDF-20DEN7. Schaut man sich die Bedienoberfläche beider Geräte an (darum ist es mir sofort hier anhand der Fotos aufgefallen), handelt es sich 1:1 um das gleiche Produkt, nur umgelabelt und Gehäuse-Design angepasst. Also kein eigenes Produkt. Völlig überflüssig somit für den Markt, wenn es das exakt gleiche Produkt bereits seit 7 Jahren auf dem Markt gibt. Was verspricht sich der Hersteller davon? Da frage ich mich grade, ob deren PortaSplit-Modelle, für die Midea überhaupt erst so bekannt wurde, auch nur irgendwelche umgelabelten China-Produkte sind und keine Eigenleistung darstellen?