Das KI-Unternehmen OpenAI, vor allem bekannt für den Chatbot ChatGPT, wagt den Einstieg in die Hardware-Branche, allerdings nicht mit dem lange erwarteten KI-Gadget. Stattdessen präsentiert das Unternehmen eine kompakte Tastatur, die speziell für seinen Coding-Assistenten Codex entwickelt wurde.
Die Ankündigung erfolgte über einen kryptischen Teaser auf X, der ein quadratisches Gerät mit sechs beleuchteten Tasten zeigt. Begleitet wird der Post vom Hinweis: „Deine liebsten Codex-Shortcuts bekommen ein Upgrade“ sowie dem Datum 15. Juli 2026, an dem die offizielle Vorstellung, möglicherweise sogar der Verkaufsstart, stattfinden soll.
Die Tastatur entsteht in Partnerschaft mit Work Louder, einem Hersteller, der für mechanische Tastaturen und Shortcut-Gadgets wie das Creator Micro 2 bekannt ist. Optisch ähnelt das neue Gerät stark diesem Modell: Es verfügt über programmierbare Tasten und könnte, ähnlich wie das Micro 2, einen Joystick für ein softwareseitiges Kreismenü bieten, um Tools wie Photoshop oder Lightroom auszuwählen. Ob die Tastatur jedoch ausschließlich auf Codex beschränkt bleibt oder auch andere Anwendungen steuern kann, bleibt vorerst unklar.
Preis und Funktionen: Noch viele offene Fragen

OpenAI hat weder den genauen Funktionsumfang noch den Preis preisgegeben. Angesichts des Creator Micro 2 von Work Louder, das für 174 US-Dollar erhältlich ist, könnte das neue Gadget in einer ähnlichen Preisklasse liegen. Die Tastatur scheint primär darauf ausgelegt zu sein, die Arbeit mit Codex zu optimieren, etwa durch dedizierte Shortcuts für häufig genutzte Befehle. Doch ob sie darüber hinaus universell einsetzbar sein wird, bleibt abzuwarten.
Die Ankündigung spaltet die Codex-Nutzer und Nutzerinnen: Einige sind begeistert von der Aussicht, ihren Workflow durch ein spezialisiertes Gerät zu beschleunigen und zeigen bereits Kaufinteresse. Andere hingegen fragen sich, warum sie ein weiteres Single-Purpose-Gadget benötigen, wenn es bereits universelle Alternativen gibt. Geräte wie das Elgato Stream Deck bieten ähnliche Funktionen und sind dabei deutlich flexibler einsetzbar.
Lange Zeit wurde spekuliert, dass OpenAI mit einem revolutionären KI-Gadget in den Hardware-Markt einsteigen würde. Die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive nährte Gerüchte über KI-Kopfhörer, smarte Lautsprecher oder sogar Augmented-Reality-Brillen. Doch stattdessen setzt das Unternehmen auf ein Nischenprodukt, das vor allem Entwicklern und Entwicklerinnen ansprechen dürfte. Ob dies der erste Schritt zu einer breiteren Hardware-Strategie ist oder ein isoliertes Experiment bleibt, wird sich zeigen.
