Es gibt eine weitere Wetter-App im deutschen App Store. Und zumindest die Geschichte von Acme Weather (App Store-Link) ist ziemlich spannend. Hinter der Anwendung steckt nämlich das Entwicklerteam, das die ehemals sehr erfolgreiche Dark Sky App erstellt hat. Die App war so gut, dass Apple sie im März 2020 gekauft hat. Ende 2022 endete dann der Support von Dark Sky für iOS.
Anfang des Jahres meldet sich das Team hinter Dark Sky mit einer neuen App zurück. Ein ganz neuer Look, neue Funktionen und ein interessanter Ansatz. Zunächst war Acme Weather allerdings nur im amerikanischen App Store zu Hause. Dort hat die Anwendung bei mittlerweile über 2.000 Bewertungen einen sehr guten Schnitt von 4,7 Sternen eingefahren.
Ab sofort ist die App auch in Europa und damit auch in Deutschland erhältlich. Der Download ist zwar kostenlos, nutzen kann man die Wetter-App allerdings nur mit einem Abonnement. Acme Weather kostet 27 Euro pro Jahr oder 60 Euro im Familienabonnement. Immerhin gibt es eine kostenlose, zweiwöchige Testphase, so dass ihr die Anwendung ohne Risiko ausprobieren könnt. Eine deutsche Lokalisierung fehlt momentan aber noch.
Das ist das Alleinstellungsmerkmal von Acme Weather
Acme Weather unterscheidet sich von klassischen Wetter-Apps durch den Ansatz, Unsicherheiten in den Vorhersagen direkt sichtbar zu machen. Statt einer vermeintlich „besten“ Vorhersage werden Nutzer mit verschiedenen möglichen Szenarien konfrontiert. Diese werden berechnet aus Wettermodellen, Satellitendaten, Radarinformationen und Bodenmessungen. Die App visualisiert, wie stark die einzelnen Prognosen voneinander abweichen: Liegen die Linien eng beieinander, gilt die Vorhersage als stabil. Gibt es große Unterschiede, ist das Wetter schwerer vorherzusagen.
Außerdem kommt Acme Weather mit einer Community-Funktion. Nutzer können aktuelle Wetterbeobachtungen wie Regen, Schnee oder Gewitter melden. Diese Meldungen erscheinen auf einer Karte und ergänzen die offiziellen Daten. So entsteht ein Echtzeit-Netzwerk, das besonders bei lokalen Wetterphänomenen hilfreich ist. Allerdings wird dafür natürlich vorausgesetzt, dass die Community eine gewisse Größe erreicht, damit überhaupt genug Daten gesammelt werden.
Natürlich sind auch Features wie Widget und Co. dabei. Insgesamt gefällt mir die Darstellung der Daten schon ganz gut, die Optik der App würde ich als eher klassisch beschreiben. Mir fehlt am Ende die deutsche Lokalisierung und der Preis von mindestens 27 Euro im Jahr ist auch deutlich über dem, was die meisten anderen Wetter-Apps verlangen. Prinzipiell habe ich kein Problem damit, einen regelmäßigen Obolus zu bezahlen, denn die Apps bekommen die Wetter-Daten ja auch nicht geschenkt.

