Wie der Konzern am Donnerstag bekanntgegeben hat, bindet Prime Video künftig auch Videospiele fest in seine Streaming-Plattform ein. Möglich wird das durch die Verschmelzung mit „Luna„, dem hauseigenen Cloud-Gaming-Angebot des Unternehmens. Ab sofort können Besitzerinnen und Besitzer von Fire-TV-Geräten in den USA sowie in Großbritannien direkt loslegen: im Angebot sind unter anderem Titel wie „Hogwarts Legacy“, „EA Sports FC 26″, „Indiana Jones and the Great Circle“ sowie die Gesellschaftsspiel-Klassiker „Cluedo“, „Ticket to Ride“ und „Tabu“.
Warum Amazon diesen Schritt geht
Amazon möchte Prime Video zu einem echten Rundum-Unterhaltungsangebot ausbauen, bei dem Spiele eine zentrale Rolle einnehmen. Diese Herangehensweise erinnert stark an Netflix, das seine Plattform in den vergangenen Jahren ebenfalls schrittweise um Partyspiele erweitert hat. Da Amazon mit Luna bereits über einen etablierten Gaming-Dienst verfügt, erscheint die Integration in die eigene Streaming-Umgebung fast schon als logischer nächster Schritt.
Vielfalt aus eigener Produktion und bekannten Marken
Interessant wird es beim Blick auf die Spielebibliothek selbst: Neben Lizenztiteln externer Studios sowie nostalgischen Klassikern wie „Tabu“ finden sich dort auch hauseigene Produktionen aus Amazons Gaming-Abteilung, darunter die „Courtroom Chaos“-Reihe sowie das kooperative Kartenspiel „Masters of the Universe: Legends Unite“. Bislang war der Zugriff auf diese Inhalte ausschließlich über die separate Luna-App möglich, die exklusiv Prime-Mitgliedern vorbehalten war. Nun tauchen die Spiele direkt neben Filmen und Serien innerhalb von Prime Video auf, sodass keine weitere App notwendig ist.
Gaming ganz ohne teure Hardware
Amazon betont, dass es dem Konzern vor allem darum gehe, Einstiegshürden ins Gaming-Erlebnis abzubauen und den Zugang möglichst vielen Menschen zu ermöglichen. Der Grundgedanke hinter Luna sei es, Spielspaß einem deutlich breiteren Publikum zugänglich zu machen, indem teure Konsolen oder leistungsstarke Gaming-PCs schlichtweg überflüssig sind. Stattdessen sollen Spiele künftig genauso unkompliziert abrufbar sein wie ein Film oder eine Serie. Prime-Mitglieder finden dafür einen neuen Reiter namens „Spiele“ innerhalb der Prime-Video-Oberfläche und können wahlweise per Controller oder über das eigene Smartphone direkt am Fernseher einsteigen.
Ausblick: Mehr Titel, mehr Länder, mehr Geräte
Amazon lässt zudem durchblicken, dass es nicht bei der aktuellen Auswahl bleiben soll. Monat für Monat sollen neue Spiele hinzukommen, während der Konzern parallel daran arbeitet, das Angebot in den kommenden Monaten auf zusätzliche Endgeräte sowie weitere Länder auszuweiten.
