Primate Labs hat Geekbench 7 veröffentlicht, die neueste Version der beliebten Benchmark-Suite, die CPU- und GPU-Leistung misst. Die größte Neuerung: Der überarbeitete Multi-Core-Benchmark soll die tatsächliche Nutzung von Anwendungen besser abbilden. Workloads laufen nur dann im Multithread-Modus, wenn sie auch in der Praxis multithreaded ausgeführt werden. So liefert der Test Werte, die die reale Leistung eines Geräts präziser widerspiegeln.
Der neu gestaltete GPU-Benchmark setzt auf moderne Anwendungsfälle wie maschinelles Lernen und Inhaltserstellung. Dazu gehören Echtzeit-Gesichtserkennung, Filtereffekte für Videos, KI-basierte Bildskalierung und Hintergrundunschärfe in Videokonferenzen. Auch Bildbearbeitung und -synthese stehen im Mittelpunkt: RAW-Bildverarbeitung, Farbkorrektur via LUTs, Path Tracing und Flüssigkeitssimulation testen die GPU bis an ihre Grenzen. Unterstützt werden weiterhin CUDA, OpenCL, Vulkan und Metal.
Geekbench 7 arbeitet mit anspruchsvolleren Datensätzen, um den heutigen Computernutzungshabits gerecht zu werden. Die Workloads „Dateikomprimierung“ und „PDF-Viewer“ wurden um weitere Variationen erweitert. Entwickler- und Bildverarbeitungstests beinhalten nun mehr Assets und auch verschiedene Bildformate. So soll die Benchmark-Suite noch präziser die Leistung in realen Szenarien abbilden.
Medien-Workloads: Audio, Video und mehr

Neu hinzugekommen sind Medien-Workloads, die Audio- und Videokodierung, -dekodierung und -verarbeitung testen. Dazu zählen Spracherkennung mit Whisper, AV1-Videocodecs und Opus-Audiocodecs, und damit Technologien, die in Videokonferenzen, Bildschirmfreigaben und Medienkonsum eine zentrale Rolle spielen. Auch die Jolt-Physics-Engine, die in vielen Videospielen zum Einsatz kommt, wird im neuen „Game Physics“-Workload getestet.
Der „Photo Editor“-Test wurde darüber hinaus deutlich ausgebaut und simuliert nun eine größere Bandbreite an realistischen Bearbeitungsaufgaben. Der „Photo Library“-Workload unterstützt zudem das Importieren und Verarbeiten moderner Bildformate wie JPEG XL und DNG. Damit deckt Geekbench 7 auch die Anforderungen von Profis aus der Fotografie- und Kreativ-Branche ab, die mit hochauflösenden oder spezialisierten Dateiformaten arbeiten.
Geekbench 7 ist ab sofort für iOS, macOS und andere Plattformen verfügbar. Die App bleibt für den privaten Gebrauch kostenlos, während die Pro-Version bis zum 6. August 2026 mit 20 Prozent Rabatt auf den regulären Preis von 99 US-Dollar erhältlich ist. Alle Infos zu Geekbench 7 gibt es auf der offiziellen Website. Die mobile App (App Store-Link) kann im deutschen App Store geladen werden, wurde aber bisher noch nicht auf Version 7 aktualisiert.
