Apples Wallet-App ist mittlerweile zu einer praktischen App für viele Anwendungszwecke geworden: Immer mehr Dienste und Unternehmen unterstützen Apple Wallet, so dass sich nicht nur EC- und Kreditkarten, sondern auch Boarding Passes für den nächsten Flug, Versicherungspolicen, Konzertkarten, DHL-Paketmarken und vieles mehr dort digital verwahren lassen.
Für all die Belege, die man als PDF gesendet bekommt, aber nicht in Apple Wallet einbinden kann, gibt es nun die passende App NeatPass (App Store-Link) vom deutschen Indie-Entwickler Justin Lanfermann aus Kirchheim bei München. Der kostenlose Download der rund 1 GB großen iPhone-App ist ab iOS 18.1 oder neuer möglich, die dauerhafte Freischaltung der App kostet einmalig 4,99 Euro per In-App-Kauf. Alle Inhalte stehen in deutscher Sprache zur Verfügung.
NeatPass ermöglicht es Nutzern und Nutzerinnen, PDF-Tickets wie Flugkarten, Zugtickets, Event-Eintritte oder Kundenkarten in Sekunden direkt ins Apple Wallet zu übertragen. Die App nutzt maschinelles Lernen, um Barcodes, QR-Codes und andere relevante Informationen automatisch aus PDFs oder Fotos zu extrahieren. Der Prozess ist denkbar einfach: Man öffnet eine PDF-Datei oder macht ein Foto des Tickets, und NeatPass übernimmt den Rest. Mit nur einem Tippen wird das Ticket in das Wallet integriert und steht sofort auf dem Sperrbildschirm bereit. So gibt es einen stressfreien Eintritt ohne langes Suchen in E-Mails oder Ordnern nach der benötigten PDF-Datei.
Sämtliche Prozesse finden lokal auf dem iPhone statt

Ein zentraler Vorteil von NeatPass ist der Fokus auf Datenschutz und Privatsphäre. Alle Verarbeitungsprozesse finden lokal auf dem iPhone statt, ohne dass Daten an externe Server gesendet werden. Lediglich ein kryptografischer Fingerabdruck wird für die Wallet-Signierung an Apple übermittelt, wie es die Richtlinien erfordern. Die App verzichtet darüber hinaus auf Konten, Tracking oder Abonnements.
NeatPass unterstützt eine breite Palette an Ticketarten, darunter Bordkarten, Zugtickets, Event-Tickets – beispielsweise von StubHub oder Eventbrite -, Kundenkarten, Parktickets und Konferenzausweise. Allerdings ist NeatPass auf statische Barcodes beschränkt. Dynamische oder rotierende Barcodes wie bei Ticketmaster SafeTix können nicht verarbeitet werden, da diese eine offizielle App des Anbieters erfordern. Laut Entwickler haben schon mehr als 13.000 User über 180.000 Pässe mit NeatPass erstellt.
Die enorme Größe der Anwendung von rund einem Gigabyte ist vor allem dem lokalen ML-Modell geschuldet, das in NeatPass integriert wurde. Hier besteht ein kleiner Kritikpunkt an der ansonsten überaus hilfreichen App, die laut eines Berichts von Heise „eine Lücke im Apple-Ökosystem schließt“. Ein schneller Download unterwegs ist für NeatPass damit so gut wie ausgeschlossen. Seit dem Release der Anwendung Ende Januar dieses Jahres hat Entwickler Justin Lanfermann allerdings auch schon einige Updates vorgenommen und arbeitet kontinuierlich an Verbesserungen, etwa bei der Texterkennung oder der Unterstützung von Bildern in PDFs. Weitere Informationen zu NeatPass gibt es auch auf der offiziellen Website.

1 GB Wow
Platzsparend kann niemand mehr Programmieren, gleiche für Webseite brauchen extrem viel Traffic obwohl kaum was drauf ist oder die GUI ist so riesig dass man Scrollen muss obwohl unnötig ist wenn die Webseite eine vernünftige Größe für die Navigation und andere Elemente hätte.
Es steht sogar im Artikel warum die App so groß ist. KI-Modelle haben nunmal eine entsprechende Größe, da kann der Entwickler nichts für.
Ja steht im Artikel, ob es wirklich daran liegt sollen wir nun glauben… auf den Screenshots sieht man nichts Bahnbrechendes was es nötig macht dass hier eine KI rumfummelt. Normale QR Code Leser bekommen auch alle diese Informationen aus den QR Codes raus (sowie sie dort hinterlegt sind) und sind seltsamerweise nicht 1GB Groß.
Hey, Entwickler von NeatPass hier. Um das vielleicht ein bisschen klarzustellen: Der Unterschied hier ist, dass das interne Modell die einzelnen Daten aus der PDF liest und dir vorausfüllt (auch wenn diese nicht im QR Code hinterlegt sind). Ohne das Modell wäre die App ca. 40 MB groß. Hier gibt’s auch noch eine etwas ausführlichere Erklärung: https://neatpass.app/help/privacy-faq
Irre, oder?
Arcade Games wie Donkey Kong benötigten 20kB Speicher (Grafik, Sound, Mechanik, Steuerung), Pac Man 14kB, Amidar 15kB. Assembler ist irgendwie aus der Mode gekommen. Speicher kostet nichts und Rechenleistung ist quasi unendlich vorhanden (ein iPhone dürfte mehr Rechenleistung haben als alle 80-90Tausend Rechner der ehemaligen DDR 1985 zusammen, bei RAM reicht wahrscheinlich ein halbes iPhone).
Mich würde interessieren, an welcher Stelle diese unglaubliche Menge Speicher verbraten werden muss.
Wie geil hier alle ohne Ahnung über die Größe motzen. Hab die Kommentare vermisst. Nicht.
Cool, wenn demnächst jede App ihr eigenes ML-Model mitbringt brauchen wir aber viel Speicher…
Passt dann locker auf das iPhone 18 Ultra mit 4TB 😂
Funktioniert leider überhaupt nicht. Pass wird nicht erkannt und man kann ihn nicht öffnen. Ich habe es mit mehreren PDFs versucht.
Hey, Entwickler von NeatPass hier. Das sollte nicht passieren, könntest du mir, wenn das passiert, in der App unter Einstellungen einen Bug Report schicken? Dann kann ich mir das Ganze ein bisschen genauer anschauen 🙂
Ich nutze Pass4Wallet. Reicht mir.
Will Apple das nicht mit dem nächsten IOS sowieso anbieten? Mir war so als hätte ich da was gelesen
Finde ich etwas schade @appgefahren, dass ihr da nicht besser recherchiert bzw. darauf hinweist.
Kam auf Heise vor zwei Tagen.
Wallet-App in iOS 27 erlaubt das Anlegen eigener Pässe und Tickets
So ist die Headline von Appgefahren die dazu und der Artikel wurde hier am 5.5 (also vor 4 Tagen) veröffentlicht.
Und dann könnte man doch darauf hinweisen, weil das die hier vorgestellte App quasi überflüssig macht, oder irre ich?
Viele Sachen die hier vorgestellt werden sind eigentlich überflüssig aber wenn man genau jetzt das noch braucht, bringt es wenig auf iOS27 zu warten.
Ja ja der Rubel muss ja rollen.