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Perplexity: „Personal Computer“ startet für alle Mac-User

Alte Perplexity-App für macOS wird eingestellt

Banner von Perplexity zu Personal Computer mit Gras im Vordergrund, einer Seifenblase und einem Computer-Symbol darin

Perplexity erweitert das eigene KI-Angebot mit der Einführung von „Personal Computer“, einer neuen Funktion in der aktualisierten Mac-App. Das Tool ermöglicht es Nutzern und Nutzerinnen, KI-gestützte Aufgaben direkt auf ihrem Mac oder Mac mini auszuführen: Lokal, in nativen Anwendungen, im Web oder über die Server von Perplexity. Das berichtet das Unternehmen in einem neuen Blogbeitrag.

Perplexity begann als Antwort-Engine, die Suchanfragen mit KI-gestützter Synthese verband. Mit Comet, einem webbasierten KI-Agenten, erweiterte das Unternehmen seine Technologie um modellübergreifende Lösungen. Die Erfahrung zeigte: Ein KI-Agent ist nur so stark wie das System, das ihn steuert. Perplexity entwickelte daher ein modellagnostisches Framework, das Modelle, Dateien und Werkzeuge orchestriert.


2026 mündete diese Entwicklung in „Perplexity Computer“, einem System, das Fragen in autonome, kontinuierlich arbeitende Agenten-Teams umwandelt. Mit der neuen Mac-App wird diese Technologie nun lokal verfügbar: User können Agenten auf ihrem Gerät ausführen, die mit lokalen Dateien, nativen Mac-Apps, dem Web und über 400 Konnektoren in einer sicheren Sandbox auf Perplexity-Servern interagieren.

Optimiert für das Mac-Ökosystem

Mac-Screenshot von Perplexitys Personal Computer-Website
Der Download der neuen Perplexity-App kann bisher nur über die Unternehmens-Website erfolgen.

Besonders effizient soll Perplexitys „Personal Computer“ auf einem Mac mini laufen, der als zentraler Knotenpunkt dient. Agenten arbeiten dort rund um die Uhr autonom, während Nutzer und Nutzerinnen die Aufgaben von jedem Apple-Gerät aus steuern können, etwa durch Sprachbefehle vom iPhone oder Genehmigungen für „Human-in-the-Loop“-Anfragen. Dies ermöglicht eine nahtlose Integration in den Arbeitsalltag.

„Personal Computer“ zielt auf Arbeitsabläufe ab, die über einfache Suchanfragen hinausgehen. Typische Szenarien umfassen Rechercheaufträge, die PDFs, Tabellen und Webquellen kombinieren, Dokumentenvergleiche mit automatischen Zusammenfassungen oder die Vorbereitung von Projekten durch Abgleich von Notizen, Entwürfen und externen Daten.

Die aktualisierte Perplexity macOS-App steht ab sofort allen Nutzern und Nutzerinnen zum Download bereit, allerdings zunächst nicht im Mac App Store, sondern über einen direkten Link. Während die App für alle zugänglich ist und für alltägliche Anfragen, Anhänge und Diktate zur Verfügung steht, sind erweiterte Funktionen an ein Pro- oder Max-Abonnement gebunden. Die bisherige Perplexity Mac-App wird in den kommenden Wochen eingestellt.

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

Kommentare 2 Antworten

  1. Es ist tatsächlich recht mächtig und gut mit deren Comet Browser kombinierbar (gibt den Agenten nochmal mehr Möglichkeiten).

    Aber bei großen Datenbanken oder mehrstufigen Recherchen aufpassen. Es verbrennt unheimlich viele Tokens und das schnell. Zum Glück warnt es einen, bevor es aufwändige Prozesse beginnt und möchte eine erneute Bestätigung.

    Je nach Aufgabe habe ich zB etwa 7-9k bei Datenbankaufgaben mit ~900 Elementen gebraucht. Bei den mitgelieferten 45k bei einem Max Acc könnt ihr im Monat je nach Gebrauch auskommen, aber einzeln die die Credits nachkaufen kostet bei Pro bis zu 80€ (5€ pro 500 Credits). Es ist auf 8000 Credits pro Monat gecapt – sollte eine Aufgabe also mehr brauchen, würdet ihr ohne Max gar nicht nachkaufen können.

    Ihr solltet da langsam ausprobieren und ein Gefühl dafür kriegen, wie aufwändig etwas ist, oder ob es „günstigeres“ Prompting für eine Aufgabe gibt.

    Gebt dem Computer auch immer einen Ausweg, wo er Doom-Loops vermeiden sollte. Also wenn eine Aufgabe plötzlich in mehr als ein paar Kreisen geht, soll er eine Anweisung haben diese zu überspringen. Solche Loops sind aktuell bekannte bugs und können sehr teuer werden, wenn ihr den einfach mal machen lässt.

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