Mobile Akkus: Stiftung Warentest rät von Modellen mit Solarzellen ab

In der aktuellen Ausgabe hat die Stiftung Warentest 18 mobile Akkus für das Aufladen von Smartphones unter die Lupe genommen. Wir haben die wichtigsten Fakten für euch gesammelt.

Anker powercore 10400

Die Stiftung Warentest hat in ihrer heute erschienenen Ausgabe einen Blick auf mobile Akkus geworfen, mit denen man das iPhone und andere Smartphones auch unterwegs aufladen kann. Einen echten Sieger gibt es dieses Mal allerdings nicht, denn zu groß sind die Unterschiede in Sachen Größe und Kapazität. Zudem gibt es auf dem Markt weitaus mehr und vor allem populärere Hersteller als viele der Testkandidaten. So hat die Stiftung Warentest unter anderem Geräte von Isy, Ednet oder Peter Jäckel getestet, während die in Apple-Kreisen bekannten Marken wie Anker, Tizi oder Just Mobile komplett außen vor liegen.


Die beste Wertung im Test hat sich Intenso mit der Slim Powerbank S10000 geschnappt: Der mobile Akku mit einer Kapazität von 10.000 mAh kostet rund 20 Euro (Amazon-Link) und ist in zwei verschiedenen Farben erhältlich. Bestnoten sammelte der Akku in den Kategorien Kapazität, Handhabung, Stabilität sowie Deklaration.

Solarzellen laden mobile Akkus viel zu langsam auf

Besonders interessant sind allerdings die Erfahrungen, die die Stiftung Warentest mit Akkus gesammelt hat, die über zusätzliche Solarzellen zur Aufladung ausgestattet sind. „Doch von den verbauten Solarzellen sollte man nicht zu viel erwarten: Im Test funktionierten sie zwar prinzipiell. Doch nach sieben Stunden in gleißendem Sonnenlicht hatte der Solarakku von Conrad/Voltcraft nur gut 600 Milliamperestunden an entnehmbarer Ladung zu bieten, der von Iconbit sogar nur rund 400. Um die Akkus voll aufzuladen, wären rechnerisch mehr als 40 beziehungsweise 90 Sonnenstunden nötig“, hält die Stiftung Warentest fest.

Und so können wir immerhin eine Erkenntnis sammeln: Wer sich für den Sommer mit einem neuen mobilen Akku ausstatten möchte, sollte definitiv nicht zu einem Modell mit integrierten Solarzellen greifen, denn die Nutzen tendieren hier quasi gegen Null. Zudem haben die Tester festhalten können: „Bei den technischen Prüfungen schlagen sich die größeren Zusatzakkus im Test insgesamt besser als die kleinen. Offenbar lassen sich mit größeren Akkuzellen effizientere Powerbanks realisieren. So liefern die großen mehr Ladung pro Gewicht als die kleinen – bei denen das Gehäuse einen größeren Anteil am Gesamtgewicht einnimmt. Auch beim Ladeverhalten schlagen sich alle Großen gut, die meisten Kleinen dagegen nur befriedigend.“

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Kommentare 8 Antworten

  1. c’t Magazin testet in der nächsten Ausgabe ebenfalls PowerBanks… hoffe dass deren Testfeld vernünftiger ausgewählt wird und Anker, Tizi und Co getestet werden.

    1. Anker ist mit bei, sogar mit zwei Modellen. Insgesamt wurden acht von von 16-66 € getestet. Richtig durchgefallen ist bei der ct nur der Pearl Revolt. Ansonsten eben der typische ct-Test. 🙂

  2. Wer Notstrom für lange Wanderungen braucht, sollte definitiv auf separate und flexible Panels setzen.
    Besonders praktisch wenn man sie an das Backpack spannen kann.

  3. Ein Freund von mir hat so ein Ding mit Solarzelle gehabt. Konnte man komplett vergessen. Meine Lösung dafür: Eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach montieren und den Akku mit Netzgerät an der Steckdose laden. 🙂

  4. Ich finde eine Powerbank mit Solarpanel alles andere als dumm. Es ist halt nur nicht für jede Zielgruppe was. Jemand der 5 Tage oder mehr in der Wildnis verbringt (Ihr wisst schon, da wo es keine Steckdosen gibt um die Powerbank wieder zu befüllen). Da ist das äußerst praktisch. Ich kann das Handy 4 mal komplett laden durch die Kapazität der Powerbank und durch das Solarmodul kommen noch 1-2 weitere Vollladungen hinzu. Und da so ein Solarmodul an der Powerbank so gut wie nicht’s Wiegt ist das besser geeignet als ein zweiter Akku. Ist man länger unterwegs und nutzt das Handy nur als Notfallbackup oder um Abends mal ein Lebenszeichen zu geben, reicht die Ladung durch die Sonne schon aus um dies wieder aufzuladen. Dazu sollte aber eben die Powerbank nicht die kleinste sein. Habe ein Modell von PowerADD (7200mAh) und wir sind voriges Jahr damit mit 2 iPhone 6 gut 5 tage ausgekommen. Trotz Bilder machen, Navigation & Telefonieren. Bei PowerADD ist das aber nicht separat sondern in einem Guss und dadurch sehr stabil.

  5. Ich habe eine faltbare Solarmatte (zusammengeklappt in A5 Größe) und hänge da meinen Akku dran.
    Durch die große Solarfläche auch bei heiterem Himmel effektiv!

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