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Tim Cook trifft Markus Söder: Kritik an Europas KI-Regeln von Bayerns Ministerpräsident

Virtuelles Meeting mit Apples Chef-Etage

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Ein virtuelles Treffen der besonderen Art fand gestern Nachmittag statt: Apple-Chef Tim Cook sowie sein designierter Nachfolger John Ternus tauschten sich per Videoschalte mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder aus. Was zunächst nach einem gewöhnlichen Höflichkeitsbesuch klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als politisch durchaus brisant.

Ein Blick hinter die Kulissen der Videokonferenz

Auf der Plattform X veröffentlichte Söder ein Foto, das ihn vor einem großformatigen Bildschirm zeigt. Zu sehen darauf: John Ternus, flankiert von weiteren Teilnehmern der Runde. Neben Tim Cook selbst war auch Matt Browne mit an Bord, seines Zeichens verantwortlich für die europäischen Regierungsbeziehungen sowie globale Marktanalysen des Konzerns.


In seinem Beitrag auf X sprach der Ministerpräsident von einem konstruktiven Austausch rund um Apples Engagement sowie geplante weitere Investitionen im Freistaat.

Kritik an Brüsseler Regulierungswut

Besonders aufschlussreich: Söder nutzte die Gelegenheit auch, um seine Sorge vor einer zu strengen Regulierung in den Bereichen künstliche Intelligenz und Datenschutz zu äußern. Damit positioniert er sich auffällig nah an Apples eigener Argumentationslinie, wonach genau solche EU-Vorgaben den europäischen Marktstart der neuen Siri-KI ausbremsen würden. Wörtlich warnte er davor, dass übertriebene Regularien Europa vom technologischen Fortschritt abkoppeln könnten.

Zwar bestätigte Söder nicht explizit, dass dieses Thema konkret zur Sprache kam, doch die zeitliche Nähe zu anderen Entwicklungen lässt aufhorchen. Erst kürzlich soll sich Cook nämlich bereits virtuell mit der EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen ausgetauscht haben. Ebenfalls mit dem Ziel, eine Lösung im Streit um die verzögerte Siri-KI-Einführung in Europa zu finden.

München als wichtiger Apple-Standort

Interessant ist zudem Söders Verweis auf die wirtschaftliche Bedeutung Apples für den Freistaat: Mittlerweile beschäftige der Konzern allein in München über 2.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Der Ministerpräsident bezeichnete Apple und Bayern als zwei international starke Marken und betonte, wie sehr sich Bayerns Selbstverständnis als „Silicon Valley Europas“ durch solche Partnerschaften bestätige.

In seinem ausführlichen Post unterstrich Söder außerdem, dass die bayerische Hightech-Agenda Früchte trage und der Freistaat weiterhin gezielt Ansiedlungen von Großkonzernen wie Apple sowie jungen Start-ups fördere. Die Verbindung aus Spitzentechnologie und bayerischer Lebensart, von ihm selbst launig als „The Bavarian way of life“ umschrieben, komme dabei auch international gut an. Abschließend rief er dazu auf, technologischen Fortschritt aktiv mitzugestalten, anstatt ihn nur passiv zu beobachten, da dies letztlich Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Inland sichere.

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Freddy
Seit 2010 als (Mit)-Gründer dabei, habe ich die zahlreichen Gerüchte rund um neue Apple-Produkte immer im Blick. Im Bereich Smart Home teste ich liebend gerne Saug- und Wischroboter, schaue mir HomeKit- und Matter-Gadgets an und fülle unsere Social Media-Kanäle bei Instagram, TikTok und Threads mit Leben.

Kommentare 10 Antworten

  1. Viele Probleme entstehen dadurch, dass Politiker Entscheidungen treffen, von Themen bei denen sie Berater brauchen – und diese ganz oft zu der Thematik zu der sie beraten, nicht wirklich die nötige Qualifikation haben. Sich mit Menschen zu unterhalten, die aus der Branche kommen, mag viel sinnvoller sein, als mit Menschen zu reden die der Meinung sind etwas verstanden zu haben, ohne jemals wirklich mit dem Thema was zu tun gehabt zu haben.
    Im übrigen darf sich jeder Mensch „Experte“ nennen, egal was er für einen Bezug zu dem Experten-Thema hat. So gibt es genügend „Experten“ die lediglich eine Meinung haben, aber kein fundiertes Wissen.

    1. Politiker entscheiden nicht auf Grundlage des Wissens von Experten, sondern so wie es von den sie fördernden Interessengruppen gefordert und bezahlt wird.
      Stichwort, bzw. mal ein Beispiel: Atomkraft. Unternehmen die damit ihr Geld verdienen stopfen Hunderte Millionen Euro in Studien, Parteispenden und „Beraterverträge“ um das Thema wieder zu beleben und Geld damit zu machen. Obwohl jeder halbwegs Vernunftbegabte weiß, was für ein Schwachsinn das ist.

      1. Es weis auch jeder halbwegs gesunden Menschenverstand dass es nicht klug ist auf Solar zu setzen wenn mehr als die Hälfte des Jahre wenig oder keine Sonne scheint. Was wird aber gefördert hier?

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