Wer Strom vor der eigenen Haustür oder unterwegs erzeugen und nutzen möchte, kann zu einer Powerstation samt Solarpanel greifen. Schaut man sich die aktuellen Sonnenstunden an, lässt sich die Station innerhalb weniger Stunden mit der Kraft der Sonne gratis aufladen. Da sowohl die Anker Solix C1000 als auch die Jackery 2000 v2 im Angebot gleich viel kosten, möchten wir die Unterschiede aufschlüsseln und eine entsprechende Empfehlung abgeben.
Welche Station bietet mehr Kapazität und Leistung?
Während die Station von Anker nur 1.056 Wattstunden bietet, gibt es bei Jackery mit 2.024 Wattstunden fast doppelt so viel Kapazität. Die Solix C1000 liefert dabei 1.800 Watt Leistung, wobei Spitzenleistungen von bis zu 2.400 Watt möglich sind. Jackery hingegen arbeitet im Normalbetrieb schon mit bis zu 2.200 Watt Leistung und kann kurzzeitig sogar bis zu 4.440 Watt Leistung ausgeben. Beide Stationen setzen dabei auf die sogenannten LiFePO4-Akkus, die besonders langlebig sind.
Bei Kapazität und Leistung hat Jackery klar die Nase vorn.
Welche Anschlüsse gibt es?
Mit vier Steckdosen überzeugt die Station von Anker, während bei Jackery nur zwei verfügbar sind. Darüber hinaus stehen bei Ankers Station zwei USB-C mit 100 und 30 Watt sowie zwei ältere USB-A-Ausgänge mit 12 Watt bereit. Bei Jackery stehen ebenfalls zwei gleich starke USB-C-Anschlüsse bereit, wobei es hier nur einen USB-A-Port mit Unterstützung für 18 Watt gibt. Abgesehen davon steht auch ein 12-Volt-Auto-Anschluss bei beiden zur Verfügung.
Obwohl Anker weniger Kapazität und Leistung bietet, gibt es mehr Anschlüsse, was je nach Situation ein Vorteil sein kann.
Wie kann man die Powerstation aufladen?
Da die Set-Versionen mit Solarpanel im Angebot sind, ist die Aufladung durch die Sonne natürlich die beste Wahl. Doch nicht immer ist ausreichend Sonnenenergie verfügbar, sodass eine Ladung auch per Steckdose erfolgen kann.
Anker gibt an, dass die Station per Solar innerhalb von 1,8 Stunden wieder voll ist, allerdings nur dann, wenn die maximale Eingangsleistung von 600 Watt genutzt wird. Wer nur ein Solarpanel nutzt, das 400 Watt liefert, muss entsprechend länger laden. Deutlich schneller geht es per Steckdose und der HyperFlash-Technologie, die die Station mit 1.300 Watt innerhalb von nur 58 Minuten voll aufladen kann.
Ein Vergleich mit der Jackery Station ist etwas unfair, denn immerhin ist die Kapazität deutlich größer, sodass auch längere Ladezeiten nötig sind. Doch die Werte können sich sehen lassen: An der Steckdose ist die Station via Schnellladung innerhalb von 1,33 Stunden wieder voll einsatzbereit. Die Aufladung per Solar dauert 5,5 Stunden, wenn man mit 400 Watt lädt. Im Lieferumfang ist hier nur ein Modul mit 200 Watt dabei.
Einen klaren Sieger gibt es hier nicht: Beide Stationen bieten eine Schnellladung über die Steckdose an. Da die Kapazität bei Jackery größer ist, dauert die Aufladung insgesamt zwar länger – dafür ist die Nutzungsdauer aber auch höher.
Wie gut ist das Solarpanel?
Im direkten Vergleich ist das Solarpanel von Anker größer, denn es liefert mit 400 Watt doppelt so viel Leistung wie das von Jackery, das demnach 200 Watt liefert. Je mehr Watt es gibt, desto schneller ist die Station mit Sonnenenergie gefüllt. Allerdings fällt das Solarpanel von Anker auch deutlich größer aus und ist nicht mehr so portabel wie das Jackery Panel. Während Jackery von einer Umwandlungseffizienz von bis zu 25 Prozent spricht, sind es bei Anker mit 23 Prozent minimal weniger.
Beide Panels sind wasserdicht und klappbar, wobei Jackery auf einen festen Anstellwinkel setzt und Anker mehrere Aufstellwinkel ermöglicht. Mit 9,9 Kilogramm ist Ankers Panel schwerer, denn das Jackery SolarSaga 200 kommt nur auf 6,5 Kilogramm. Auch die Abmessungen im gefalteten Zustand sind bei Jackery kompakter (533 x 609 x 43 Millimeter) als bei Anker (567 × 983 × 80 Millimeter).
Tragbar und kompakt? Abmessungen und Gewicht
Wer die Station unterwegs nutzen möchte, achtet auch auf die Abmessungen und das Gewicht. Die LiFePO4-Akkus sind zwar langlebiger, aber im Vergleich zu herkömmlichen Akkus schwerer. Während die Anker Solix C1000 37,6 x 20,5 x 26,7 Zentimeter misst und auf ein Gewicht von 12,9 Kilogramm kommt, ist die Station von Jackery etwas größer und schwerer. Hier sind es nämlich 38,5 x 36,6 x 28 Zentimeter bei einem Gewicht von 17,5 Kilogramm.
Da die Jackery 2000 v2 größere Akkus bietet, ist sie etwas größer und schwerer. Letztendlich müsst ihr abwägen, wie ihr die Station nutzen wollt. Wenn sie zum Beispiel in einem Wohnmobil zum Einsatz kommt, könnten die kompakteren Maße von Anker eine Rolle spielen.
Display und App-Steuerung
Obwohl das Display bei Anker etwas schöner und bunter gestaltet ist, bieten beide Stationen die wichtigsten Infos auf einen Blick. Sowohl die Eingangs- als auch die Ausgangsleistung sind abgebildet, ebenso mögliche Fehlercodes. Wer möchte, kann beide Stationen auch per App steuern, was sogar notwendig ist, wenn man das Schnellladen über die Steckdose aktivieren möchte. Darüber hinaus bieten beide Apps eine Fernsteuerung sowie Statistiken, die sich bei Interesse abrufen lassen.
Gibt es einen Sieger?
Wir haben die beiden Stationen miteinander verglichen, da der Preis nahezu identisch ist. Doch gibt es einen klaren Sieger? Nein. Beide Stationen sind für sich eine Empfehlung, und es kommt stark darauf an, wofür ihr die Powerstations einsetzen wollt.
Wenn ihr eine kompakte und zuverlässige Station sucht, ist die Anker Solix C1000 die richtige Wahl, wobei die Kapazität mit rund 1.000 Wattstunden eher klein ausfällt. Mit dabei ist aber ein starkes Solarpanel mit 400 Watt, das die Station mit grünem Strom versorgen kann.
Sofern mehr Kapazität und Leistung gewünscht ist, greift zur Jackery 2000 v2. Die Station ist zwar etwas größer und schwerer, dafür kann sie aber mehr Geräte betreiben, die auch mal etwas mehr Strom benötigen. Mit dem 200-Watt-Solarpanel dauert eine grüne Aufladung aber deutlich länger.
Display, App und die weiteren kleinen Extras sind oftmals zu vernachlässigen, weil Kapazität, Leistung und Gewicht die wichtigsten Aspekte bei der Kaufentscheidung sind.
Das sind die aktuellen Preise
Die Anker Solix C1000 kostet zusammen mit dem 400-Watt-Solarpanel aktuell 948,98 Euro statt 1.198 Euro. Hier handelt es sich um den besten Angebotspreis, denn günstiger gab es dieses Set noch nicht.
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Bei der Jackery 2000 v2 zahlt ihr mit 200-Watt-Solarpanel derzeit 949 Euro statt 1.399 Euro, was aktuell ein Bestpreis ist.
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Warum vergleicht ihr den Jackery 2000 mit Anker Solix C1000 und nicht der Solix C2000?
Weil beide Stationen gerade gleich viel kosten.