Malware für Macs: Neue Sicherheitsrisiken auch auf M1-Macs gefunden

Silver Sparrow kontaktiert regelmäßig Kontrollserver

Im Normalfall sind Viren und andere Malware eher Fremdwörter im Apple-Universum. Ein Großteil der entwickelten Sicherheitsbedrohungen werden nach wie vor für Windows- und Android-Geräte konzipiert, da hier die Verbreitungsmöglichkeiten deutlich besser sind. Nichts desto trotz sind in der vergangenen Woche Berichte über gleich zwei Mac-Angriffsszenarien bekannt geworden. Die Malware läuft sogar nativ auf den neuen Macs mit Apple Silicon M1-Chips.

Zum einen entdeckte der Sicherheitsforscher Patrick Wardle die für Apple-Chips optimierte Malware „GoSearch22“, die in Form einer Adware-Extension für Apples Browser Safari auftritt. Apple hat mittlerweile das Entwicklerzertifikat zurückgenommen, allerdings soll sich die Erweiterung trotzdem auf Rechnern mit Apple-Prozessoren befinden. Wardle hält in diesem Zusammenhang vor allem Apples neue M1-Chips für problematisch, da diese auch iOS-Apps installieren können und so mittels Jailbreaks oder anderer iOS-Malware Fehler auf dem Desktop-Rechner auftreten könnten.


Silver Sparrow in 153 Ländern auf über 30.000 Macs gefunden

Neben der GoSearch22-Extension sorgte aber noch eine weitere Malware-Variante unter macOS für großes Kopfzerbrechen in der Sicherheitsbranche. Die mit dem Namen Silver Sparrow versehene Malware wurde laut Forschern von Red Canary auf mehr als 30.000 Macs gefunden und kontaktiert auf infizierten Macs stündlich einen Kontrollserver. Welche Schäden die entdeckte Malware anrichten kann, ist bisher unbekannt, allerdings bereitet die bisherige Verbreitung den Sicherheitsforschern Sorgen. Mit Silver Sparrow infizierte Macs wurden in 153 Ländern auf der ganzen Welt gefunden, unter anderem in den USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien und auch Deutschland.

Auch wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine akute Bedrohung durch GoSearch22 und Silver Sparrow bekannt geworden ist, machen die Entdeckungen aus der vergangenen Woche mehr als deutlich, dass auch Apples Software-Plattform vor Malware nicht geschützt ist. Die Tatsache, dass die Malware zudem auch auf den kürzlich erschienenen M1-Macs zu finden war, zeigt darüber hinaus, wie schnell sich Entwickler von Schadsoftware an neue Gegebenheiten anpassen und Malware für neue Systeme entwickeln können.

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Kommentare 1 Antwort

  1. Selbst der sicherste Rechner kann den Dummkopf vor dem Bildschirm nicht davon abhalten den Mailanhang anzuklicken. Praktischerweise bedarf es in einem Betrieb von z. B. 50 Leutchen nur einen der seinen Klickfinger nicht unter Kontrolle hat und schon ist das Netzwerk verdorben.

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