Fast die Hälfte aller Autofahrer und Autofahrerinnen in Deutschland war bereits in einen Unfall verwickelt: Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Nextbase und YouGov. Doch obwohl Dashcams als Beweismittel vor Gericht anerkannt werden können, nutzen nur 13 Prozent der Befragten eine solche Kamera. Dabei könnten die kleinen Helfer in strittigen Fällen für Klarheit sorgen und die Schuldfrage schnell klären.
Laut Nextbase und YouGov sind die Zahlen deutlich: 44 Prozent der befragten Autofahrer gaben an, schon einmal in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen zu sein. Besonders betroffen: Männer. 47 Prozent der männlichen Befragten berichteten von Unfällen, während es bei den Frauen 41 Prozent waren.
Besonders in der Ferienzeit häufen sich die Risiken. Mehr Verkehr, hohe Temperaturen, ungewohnte Straßen und unterschiedliche Verkehrsregeln im Ausland sorgen für ein erhöhtes Unfallrisiko. Gerade hier könnten Dashcams helfen, doch sie sind in Deutschland noch lange kein Standard. Nur in einem von acht Autos kommt eine Dashcam zum Einsatz.
Dashcams: Zwischen Akzeptanz und Datenschutzbedenken

Die Meinungen zur gesetzlichen Pflicht für Dashcams sind gespalten. 32 Prozent der Befragten würden eine solche Regelung begrüßen, weil die Kameras eindeutiges Beweismaterial liefern. Weitere 23 Prozent sehen Vorteile bei der Aufklärung von Vandalismus- und Diebstahlsfällen. Doch nicht alle sind überzeugt: 12 Prozent lehnen Dashcams aus Datenschutzgründen ab.
Auch Versicherungen erkennen zunehmend den Nutzen von Dashcams. Die eindeutige Feststellung der Schuldfrage beschleunigt die Bearbeitung von Schadensfällen. In anderen europäischen Ländern, wie Großbritannien, arbeiten Versicherer wie AXA bereits erfolgreich mit Dashcam-Herstellern zusammen.
Repräsentative Daten: So wurde geforscht
Die Umfrage basiert auf Online-Interviews mit 2.060 Personen, die zwischen dem 22. und 24. Oktober 2025 befragt wurden. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren. Bei Amazon gibt es derzeit unter anderem die Nextbase 622GW Dashcam (Amazon-Link) zum Preis von 299,99 Euro zu kaufen, mit der Nextbase 222X (Amazon-Link) ist für 169,99 Euro auch ein günstigeres Einstiegsmodell zu haben.
Was haltet ihr von Dashcams im Auto? Habt ihr selbst schon eine Kamera installiert, und hat sie euch bereits bei einem Vorfall als Beweismaterial geholfen? Wir sind wie immer gespannt auf eure Kommentare zum Thema.
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Kann es nur jedem empfehlen.
Versicherungen sind richtig scharf drauf und die Beweislage sollte damit schnell geklärt sein.
(vor allen wenn man allein ist und der Unfallgegner einen Beifahrer ist der sich wieder zu 100% „sicher“ ist, hat man so gut wie keine Chance ohne eine Videoaufnahme)
Bei mir war es schon mehr als hilfreich und hat sich bezahlt gemacht.
Eins merken, kein Wort zur Polizei, die sind sowieso nur zur Unfallaufnahme da aber nicht zur Schuldklärung.
Wenn man an einen miesgelaunten Beamten gerät kann der das Gerät sogar beschlagnahmen und man muss mit einer Geldstrafe rechnen wegen Datenschutzverletzung.
(ist Deutschland wieder ein Musterbeispiel für Bürokratismus)
Im Ausland sind Dashcams mittlerweile absoluter Standard.
Ich habe auch eine Dashcam im Auto, die nach drei Tagen die Videos wieder löscht, habe sie aber glücklicherweiese bisher noch nicht benötigt.
Das Aussage im Ausland seien sie absoluter Standard ist mit Vorsicht zu genießen.
Heise hat in einem Artikel drüber geschrieben:
„Neben Österreich, der Schweiz und Griechenland sollte man auch in Portugal, Belgien und Luxemburg auf eine Dashcam verzichten. In Portugal ist schon der Besitz verboten.“
https://www.heise.de/bestenlisten/ratgeber/dashcam-im-urlaub-rechtlich-absichern-und-hohe-strafen-bis-10000-euro-vermeiden/rxx457c
Das stimmt so nicht, in Portugal gibt es kein ausdrückliches Gesetz, das den Besitz einer Dashcam verbietet.
Nur die dauerhafte Aufzeichnung des öffentlichen Straßenraums ist verboten.
Also darf die Aufzeichnung nur starten wenn ein Anlass dafür existiert.
Ähnlich auch die anderen von dir genannten Länder.
Wird teilweise von übereifrigen Beamten hier Deutschland auch so gehandhabt.
(deshalb mein Tip niemals gegenüber einem Beamten etwas erwähnen außer man wird um eine Aufnahme gebeten)
Trotzdem sieht man im Ausland wesentlich mehr Dashcams als hierzulande.
Natürlich sollte man keine GoPros oder andere ActionCams verwenden.
Sondern ausschließlich welche die sich automatisch überschreiben.
Manche Hersteller haben sogar per Update Funktionen integriert wo der Speicher automatisch Aufnahmen bereits nach 3 Minuten überschreibt, also nicht erst wenn der Speicher voll ist.
Da heißt es schnell sein, oder den Speicherknopf zur dauerhaften Speicherung des Clips schnell drücken.
Tesla als Hersteller zeigt wie egal ihnen diese Vorgaben sind und das die Sicherheit Vorrang hat.
Da ist bei allen Autos (europaweit) eine Dashcam integriert wo eine Aufzeichnung aller Kameras dauerhaft läuft und erst alte Aufzeichnung überschreibt sobald der Speicher voll ist. (Ringspeicher)
Ja den Parkmodus würde ich aber auch in den genannten Ländern ausschalten um allen Diskussionen aus dem Weg zu gehen aber Fahrtaufzeichnung niemals.
Für den Datenschutz sind die Landesdatenschutzbehörden zuständig, nicht die Streifenpolizisten vor Ort.
Die Polizei darf (und wird) die Dashcam oder die Speicherkarte beschlagnahmen, wenn darauf wichtige Beweismittel für eine Straftat vermutet werden (§ 94 Strafprozessordnung). Das passiert aber eher bei schweren Unfällen mit Personenschaden, illegalen Autorennen oder Fahrerflucht. In dem Fall dient das Video dazu, den Unfall aufzuklären und das ist dann meistens sogar in deinem Sinne.
Wenn deine Dashcam den Regeln entspricht (Loop-Funktion, automatisches Überschreiben), nimmst du völlig legal auf. Wenn du dieses Video der Polizei zeigst, um einen Unfall aufzuklären, an dem du selbst beteiligt bist, droht dir kein Bußgeld.
Ein Bußgeld droht dann, wenn du eine billige Kamera hast, die stundenlang durchgehend filmt, oder wenn du das Video der Polizei gibst, um andere anzuzeigen („Hilfssheriff“).
Bitte nicht wirkliche Wahrheiten mit Stammtischmist vermischen.
Du schreibst nur Quatsch.
Benötigt man für eine Dashcam eigentlich Dauerplus? Das gibt es so direkt bei uns im Auto nicht. Es gibt erst Strom wenn der Motor läuft. In der Stufe II gibt es Strom, aber da stellt sich der Wagen nach 20 Minuten ab.
Meine Kamera hat die Option, dass sie direkt mit der Autobatterie verbunden wird.
Es steht in der Anleitung, dass man das möglichst von einem Fachbetrieb anschließen lassen soll.
Falls die Kamera so angeschlossen ist, nimmt sie NACH einer Erschütterung für ein/zwei Minuten auf. Damit erfüllt sie die Datenschutzauflage nicht unebgründet aufzunehmen, filmt aber bei einem Parkrempler den wegfahrenden Wagen.
Empfohlen wird meistens die Kamera-Stromversorgung an das Zündungsplus zu hängen.
Also erst wenn die Zündung an ist Strom geliefert wird.
Manche Hersteller haben auch ein Funktion eingebaut wo sie direkt über den Sicherungskasten (oder OBD) angeschlossen wird um so ein Dauerplus zu bekommen und die Kamera nach einer bestimmten Zeit selbst aus geht um dann per integrierter Batterie erst auf Erschütterung reagiert um die Aufzeichnung auch im Parken zu ermöglichen.
Da gibt es versch. Lösungen.
Gebe dir aber recht, primär ist eine Dashcam nur für den Straßenverkehr gedacht, wenn auch der Parkmodus in der heutigen Zeit, wo ohne ersichtlichen Grund Sachbeschädigungen leider Alltag sind, nicht zu missachten.
Also ich hab‘ eine Dashcam zum Glück bisher noch nicht benötigt, aber wenn man sich die ganzen Dashcam Videos anschaut, wie sich Leute vor’s Auto werfen, wie Betrüger die Straße sperren, oder die Unfallverursacher versuchen sich rauszureden, dann kann man wirklich froh sein eine Dashcam zu besitzen.
Die Frage ist also, was ist eine richtig gute Dashcam. Gibts da Empfehlungen. Auch, wenn ich die nicht dauerhaft einbauen möchte, da Leasing?