Im vergangenen Jahr haben wir euch bereits den Aiper IrriSense der ersten Generation vorgestellt. Heute werfen wir, pünktlich zum bevorstehenden heißen Wetter, einen Blick auf die zweite Generation. Äußerlich ist das neue Modell auf den ersten Blick identisch und auch der Preis bleibt mit über 400 Euro weiterhin ziemlich hoch. Aber welche Veränderungen gibt es überhaupt und wie wirkt sich das in der Praxis aus?
Zunächst einmal möchte ich Aiper allerdings loben. Alle Kunden, die die erste Generation im vergangenen Jahr gekauft haben, konnten ein kostenloses Upgrade auf die neue Version durchführen. Das ist im Hardware-Sektor wahrlich keine Selbstverständlichkeit und auf jeden Fall eine richtig tolle Sache.
Die technischen Verbesserungen des Aiper IrriSense 2
Optisch gibt es, wie bereits erwähnt, keine Unterschiede zwischen der ersten und zweiten Generation. Im Detail gibt es aber einige interessante Verbesserungen. So setzt Aiper beim neuen IrriSense auf eine 2,8 Millimeter Düse, die speziell für den europäischen Markt und die unterschiedlichen Wasserdruckverhältnisse entwickelt wurde. Außerdem soll es Optimierungen der Randbewässerungen geben.
Und hier muss ich direkt mal meine Erfahrungen einwerfen. Als ich den Aiper IrriSense 2 in meinem Garten konfiguriert habe, ist mir sofort aufgefallen, dass die Bewässerung am Rand deutlich genauer ist und das Wasser viel gezielter spritzt. Und das ist durchaus bemerkenswert, denn die erste Generation hatte ich ja vor mehr als einem halben Jahr zum letzten Mal benutzt. Den Unterschied habe ich direkt gesehen.
Und auch an der Software wurde geschraubt
In Sachen Software hat Aiper an genau den Punkten gearbeitet, die ich letztes Jahr noch bemängelt habe. Endlich kann der IrriSense verschiedene Zonen im Garten mit unterschiedlichen Wassermengen und zu unterschiedlichen Zeiten bewässern. Voraussetzung ist dafür natürlich, dass sich die gewünschten Zonen in Reichweite des Sprinklers, also maximal 12 Meter entfernt, befinden.
Für mich ist das übrigens ein reines Software-Feature, das seltsamerweise aber nicht mit der ersten Generation umgesetzt werden konnte. Durch die kostenlose Upgrade-Option spielt das aber ohnehin keine Rolle, frühere Käufer konnten ja in den letzten Monaten problemlos upgrade.
Außerdem liefert die App Echtzeitdaten zu Wasserverbrauch und Einsparungen. In Kombination mit Wetteranpassung und intelligenter Zonenplanung sollen Einsparungen von bis zu 40 Prozent möglich sein.
Ein kleiner Vergleich mit dem Mova L10 Sprinkler
Ich habe auch den neuen Sprinkler von Mova vor Ort. Auf den ersten Blick scheint dieser in allen Belangen überlegen zu sein. Er ist kompakter, wird über Solar mit Strom versorgt und kann den Garten mit Hilfe eines Mova-Mähroboters sogar automatisch kartieren. Und das für einen deutlich geringeren Preis von 299 Euro.
Allerdings gibt es einen ziemlich entscheidenden Unterschied. Die Standard-Düse des Mova L10 erzeugt nur einen gebündelten Strahl, der insbesondere auf weite Entfernung ziemlich hart auf den Boden trifft. Der Aiper IrriSense 2 ist hier deutlich sanfter und „fächert“ den Wasserstrahl deutlich weiter auf. Für mich ist das in der Hauptdisziplin eines Sprinklers das bedeutend bessere Ergebnis.
Mit bloßen Auge ist das wirklich eindeutig zu erkennen. Ich habe mal versucht, es auch auf einem Foto festzuhalten und ein wenig zu visualisieren.
Gute Verbesserungen, aber immer noch ein teurer Spaß
Wenn ich die Wahl zwischen den beiden Modellen hätte, würde ich aktuell zum Aiper IrriSense 2 greifen – auch wenn es immer noch ein ziemlich teurer Spaß ist. Die maximal möglichen 446 Quadratmeter klingen zwar zunächst ganz toll, niemand wird sich das Ding aber mitten auf die Wiese stellen. Für ganz große Gärten ist der IrriSense also weiterhin nicht geeignet, denn die maximale Reichweite liegt immer noch bei 12 Metern.
Mit der zweiten Generation, die unterm Strich wohl eher ein Update ist, liefert Aiper aber Verbesserungen an genau den richtigen Stellen. Falls ihr auch im Garten nicht auf smarte Technik verzichten wollt, ist dieses Gadget durchaus interessant. Zumindest wenn euch ein stinknormaler Gardena-Sprinkler aus dem Baumarkt zu einfach ist…
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